Mittwoch, 10. Februar 2010

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04.11.2008
 

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Rahman tönt, Ahlmann denkt an Abschied

Profiboxer Hasim Rahman ist für seine lauten Sprüche bekannt, das zeigte er nun als neuer Herausforderer von Wladimir Klitschko. Auch Springreiter Christian Ahlmann macht mit Worten Druck. Handball-Bundesligist TuSEM Essen hat einen Insolvenzantrag gestellt und steht als erster Absteiger fest.

Hamburg - Nach der verletzungsbedingten Absage von Pflicht-Herausforderer Alexander Powetkin aus Russland wird Wladimir Klitschko seine Schwergewichtstitel der Verbände IBF und WBO am 13. Dezember in Mannheim gegen Hasim Rahman verteidigen. Der 35 Jahre alte ehemalige Box-Weltmeister aus den USA weist einen Kampfrekord von 45 Siegen (36 durch K.o.), sechs Niederlagen und zwei Unentschieden auf.

Springreiter Ahlmann: "In Erwägung ziehe ich das schon"
DPA

Springreiter Ahlmann: "In Erwägung ziehe ich das schon"

"Hasim Rahman ist ein ganz starker und äußerst erfahrener Gegner, den ich definitiv nicht unterschätzen werde. Seine lauten Sprüche kenne ich noch aus dem Vorfeld des 2005 leider abgesagten Kampfes gegen meinen Bruder. Davon werde ich micht nicht beeindrucken lassen", erklärte Klitschko, der 51 seiner bisher 54 Profikämpfe gewann und den Ring dabei 45-mal vorzeitig als Sieger verließ.

Rahman war durch seinen überraschenden K.o.-Sieg im April 2001 gegen den Briten Lennox Lewis bekannt geworden. Die gewonnenen Gürtel der IBF und WBC gab der Amerikaner zwar im Rückkampf sieben Monate später wieder ab, von 2005 bis 2006 hielt er den WBC-Titel aber erneut. Dabei profitierte Rahman allerdings von der Verletzung Witali Klitschkos. Der ältere der ukrainischen Box-Brüder hatte vor seiner geplanten WBC-Titelverteidigung im November 2005 einen Kreuzbandriss erlitten und seine Karriere daraufhin für beendet erklärt. Bei seinem Comeback im vergangenen Monat holte sich Klitschko den WBC-Gürtel durch einen Sieg gegen Samuel Peter (Nigeria) zurück.

Rahman hofft, nach einem möglichen Sieg gegen Wladimir auch Witali Klitschko vor die Fäuste zu bekommen. "Ich freue mich über diese großartige Chance. Wladimir Klitschko wird noch bereuen, dass er mich ausgesucht hat. Ich werde ihn wie Lennox Lewis ausknocken und seine Gürtel mit zurück in die USA nehmen. Danach ist dann sein Bruder Witali dran", tönte "The Rock".

Das deutsche Reiter-Lager hat mit Unverständnis auf Überlegungen von Springreiter Christian Ahlmann reagiert, nach dem Ausschluss aus der deutschen Equipe für eine andere Nation starten zu wollen. "Fußgänger haben manchmal merkwürdige Ideen. Davon kann ich nur abraten", sagte Generalsekretär Hanfried Haring von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN in Anspielung auf Ahlmanns zweijährigen Ausschluss aus allen deutschen Mannschaften.

TuSEM Essen: Insolvenzantrag gestellt

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum war regelrecht geschockt: "Ich kann mir nur vorstellen, dass Christian so etwas in einem äußerst emotionalen Moment gesagt hat. Er gehört zur deutschen Equipe wie das Hofbräuhaus nach München. Er wird auch wieder für Deutschland reiten." Beerbaum will selbst mit seinem langjährigen Team-Kollegen reden, falls dieser von seinen Plänen nicht abzubringen ist.

Die FN hatte die viermonatige Sperre für Ahlmann durch den Weltverband Fei in Folge eines positiven Medikationsfalles bei seinem Pferd Cöster während Olympia als "zu milde" eingestuft. Der Verband kündigte Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof Cas an und schloss Ahlmann für zwei Jahre aus allen Mannschaften aus.

Ahlmann hatte in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" erklärt, er denke über einen Nationenwechsel nach. "Es verbietet mir mein Stolz, nach allem, was vorgefallen ist, an irgendwelche Teilnahmen mit dem deutschen Team zu denken", sagte der 33-Jährige. Daher komme für ihn auch ein Verbandswechsel in Betracht. "Es gibt noch keine konkreten Kontakte, aber in Erwägung ziehe ich das schon", so Ahlmann. Angeblich soll er schon Kontakt zur Ukraine gehabt haben.

Als Voraussetzung für einen Nationenwechsel muss der Reiter einen Pass des neuen Landes besitzen sowie beim Weltverband einen entsprechenden Antrag stellen. Nach der Kritik an den zunehmenden Nationenwechseln hatte die Fei zuletzt angekündigt, die Bedingungen weiter zu verschärfen.

Handball-Bundesligist TuSEM Essen hat am Dienstag Insolvenzantrag gestellt und steht damit als erster Absteiger fest. Ziel des in schwere Finanznöte geratenen Clubs ist es aber, die Saison zu Ende zu spielen. Nach Angaben der neuen Geschäftsführung um Niels Ellwanger beträgt die Unterdeckung insgesamt rund eine Million Euro. Für den dreimaligen deutschen Meister ist es der zweite schwere Rückschlag innerhalb kurzer Zeit, nachdem Essen bereits 2005 wegen Lizenzentzuges in die Drittklassigkeit hatte absteigen müssen.

Der Wechsel von Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter vom Bundesligisten SC Magdeburg zum Ligarivalen Füchse Berlin nach dieser Saison ist perfekt. Das gaben beide Vereine am Dienstag bekannt. Der 24-jährige Heinevetter kann den EHF-Cup-Gewinner 2007 ablösefrei verlassen, da sein Vertrag am Saisonende ausläuft.

" Ich habe mich für Berlin entschieden, weil ich mit den Füchsen einiges vorhabe. Die Hauptstadt ist ohnehin reizvoll", sagte der achtmalige Nationalspieler bei seiner Vorstellung in Berlin. Füchse-Manager Bob Hanning kündigte weitere Verpflichtungen an: "Wir werden nicht den Fehler machen, mit den großen Vereinen finanziell mitzuzocken. Aber wenn wir international mitspielen wollen, brauchen wir noch einen Abwehrchef und einen starken Linkshänder."

goe/sid/dpa

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