Hamburg - Der im März 2008 schwer verunglückte österreichische Skifahrer Matthias Lanzinger verklagt den Internationalen Skiverband, den Renn-Veranstalter und das Krankenhaus in Oslo. Dort soll, so sagte Lanzingers Anwalt Manfred Ainedter am Mittwoch, sein Mandant "kunstfehlerhaft behandelt worden" sein. Lanzinger war beim Super-G-Weltcup im norwegischen Kvitfjell so schwer gestürzt, dass ihm der linke Unterschenkel amputiert werden musste.
Wie Anwalt Ainedter mitteilte, wird er in Norwegen eine Schadensersatzklage mit einem Streitwert von "mindestens 100.000 Euro" einreichen. Von der Fis hatte Ainedter bereits Ende Oktober Schadenersatz für Lanzinger verlangt. Der Verband hatte die Forderungen jedoch über seine Haftpflichtversicherung zurückweisen lassen. Nun droht ein langwieriger Rechtsstreit.
Ein spanisches Gericht hat den mutmaßlichen Anführer der baskischen Separatistenorganisation Eta beschuldigt, ein Attentat auf den America's Cup geplant zu haben. Der Angeklagte Mikel de Garikoitz Aspiazu soll andere Eta-Mitglieder beauftragt haben, Details über die Veranstaltung zu sammeln, die im Frühjahr 2007 vor Valencia ausgetragen wurde.
Ein türkischer Investor hat offenbar Interesse bekundet, den möglichen WM-Kampf im Schwergewicht zwischen WBC-Champion Vitali Klitschko aus der Ukraine und Pflichtherausforderer Juan Carlos Gomez (Kuba) zu veranstalten. Das erklärte Boxpromoter Ahmet Öner, der nach eigenen Angaben mit dem Geldgeber in Kontakt steht.
Nach Klitschkos erfolgreichem Comeback vor knapp drei Wochen mit einem technischen K.o.-Sieg gegen den Nigerianer Samuel Peter hatte das WBC Klitschko und Gomez aufgefordert, sich bis zum 19. Dezember auf einen Kampftermin und -ort zu verständigen. Ansonsten würden die Veranstaltungsrechte versteigert werden. Klitschkos Team hatte verlauten lassen, kein Interesse an einem Kampf gegen Gomez zu haben.
Stattdessen hofft man auf einen Vereinigungskampf gegen den russischen WBA-Weltmeister Nikolai Walujew, der am 20. Dezember zu einer freiwilligen Verteidigung seines Titels in den Ring steigt.
Der wegen Dopings für zwei Jahre gesperrte Radprofi Bernhard Kohl hat die österreichische Anti-Doping-Agentur Nada Austria kritisiert. "Im Nachgang wurde mir vorgeworfen, keine Namen und Hintermänner genannt zu haben. Das ist definitiv falsch. Ich habe sehr wohl Namen genannt", teilte der Drittplazierte der Tour de France 2008 in einer Erklärung mit.
Allerdings sagte Kohl der Tageszeitung "Österreich": "Den Namen, den die Nada von mir hören wollte, habe ich nicht genannt." Den Namen des Arztes, der ihm des Dopingmittel Cera beschafft habe, könne er nicht nennen, denn das würde die Zukunft des Mediziners zerstören. Kohl sieht sich mit zwei Jahren Sperre dennoch zu hoch bestraft, zumal er sogar dargelegt habe, "wie anderen reglementwidrig ein Vorteil verschafft wurde". Das deutet auf ein umfangreicheres Geständnis über Dopingpraktiken in den Teams hin, für die der Österreicher bislang gestartet war. Er fuhr bis 2004 im Nachwuchsteam des niederländischen Rennstalls Rabobank und dann bis 2006 für T-Mobile, ehe er zu Gerolsteiner wechselte.
all/sid/dpa/ap
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