Hamburg - Haas gewann am Donnerstag gegen den italienischen Qualifikanten Flavio Cipolla 6:1, 6:2, 6:1 und trifft am Samstag auf den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal. Der Spanier hatte keine Mühe bei seinem 6:2, 6:3, 6:2-Erfolg gegen Roko Karanusic aus Kroatien.
"Ich freue mich darauf, jetzt gegen die Nummer eins zu spielen", sagte Haas nach seinem mühelosen Zweitrundensieg gegen den überforderten Cipolla. "Ich werde alles geben und hoffe, dass ich auch gegen ihn eine Chance habe." Haas konnte in drei vorherigen Partien noch nie einen Satz gegen Nadal gewinnen - realistisch ist damit auch folgendes Szenario: Erstmals seit fünf Jahren wird das Turnier in der entscheidenden zweiten Woche wieder ohne deutsche Beteiligung ausgetragen werden.
Am Donnerstag verabschiedeten sich Andreas Beck, Michael Berrer, Sabine Lisicki und Tatjana Malek. Von anfangs 20 deutschen Profis ist nur noch Haas im Turnier vertreten. Sabine Lisicki verlor gegen Samantha Stosur aus Australien 3:6, 4:6. Berrer unterlag dem Tschechen Radek Stepanek 3:6, 2:6, 7:6 (7:3), 5:7.
Malek musste beim 2:6, 2:6 die Überlegenheit der ehemaligen Weltranglistenersten Swetlana Kusnetsowa (Russland) anerkennen. Qualifikant Beck unterlag trotz einer lange Zeit guten Leistung dem Österreicher Jürgen Melzer 7:5, 6:7 (7:9), 4:6, 3:6. Melzer ist immerhin an Platz 31 gesetzt.
Nicht leicht machte es sich auch Serena Williams. Die US-Amerikanerin siegte gegen Gisela Dulko aus Argentinien 6:3, 7:5. Dabei musste Williams im neunten Spiel des zweiten Satzes jedoch sechs Satzbälle der Gegnerin abwehren. "Sie hat unglaublich begonnen im zweiten Satz", sagte die an Nummer zwei Gesetzte, "doch ich habe gefühlt, dass ich hier nicht verlieren werde."
Williams träumt davon, ihre ganz persönliche Serie von Melbourne fortzusetzen: Bisher gewann die 27-Jährige seit 2003 in jedem ungeraden Jahr den Titel.
Ihre Schwester Venus ist unterdessen ausgeschieden. Williams, die im vergangenen Jahr in Wimbledon triumphiert hatte, verlor nach einem vergebenen Matchball gegen die 20-jährige Carla Suarez Navarro aus Spanien 6:2, 3:6, 5:7. Navarro, Nummer 46 der Welt, sorgte mit ihrem Erfolg gegen die an sechs gesetzte US-Amerikanerin für die bisher größte Überraschung bei diesen Australian Open. "Sie war sehr konstant und aggressiv", lobte Williams ihre Gegnerin.
goe/sid/dpa
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