Hamburg - Tsoumeleka hatte sich zwei Tage vor Beginn der Sommerspiele von Peking (8. bis 24. August 2008) einer Kontrolle unterziehen müssen. Dabei wurde sie positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet. Dieses Ergebnis wurde nun durch die B-Probe bestätigt. Das gab der Griechische Leichtathletik-Verband (Segas) bekannt.
Tsoumeleka droht eine zweijährige Sperre und ein Gerichtsverfahren. "Ich werde nicht versuchen, mich zu verteidigen, obwohl ich nie wissentlich diese Substanz zu mir genommen habe", sagte die 27-Jährige dem griechischen Radiosender Skai.
Tsoumeleka hatte bereits nach Bekanntwerden der positiven A-Probe Mitte Januar ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt.
Die 1,57 Meter große Athletin hatte in Peking mit persönlicher Bestzeit von 1:27:54 Stunden über 20 Kilometer Rang neun belegt. Vier Jahre zuvor bei den Spielen von Athen hatte sie überraschend Gold gewonnen.
Der griechische Sport wurde zuletzt häufig von Dopingfällen erschüttert. Segas hat bereits die Hürdenläuferin Fani Halkia für zwei Jahre gesperrt. Sie war während der Olympischen Spiele in Peking positiv auf Steroide getestet worden. Gegen die 400-Meter-Hürden-Olympiasiegerin von Athen 2004 läuft ein juristisches Verfahren.
Auch Halkias Trainer Giorgos Panagiotopoulos sowie die 200-Meter-Sprinter Anastasios Gousis und Dimitris Regas wurden angeklagt. Gousis und Regas waren ebenfalls kurz vor Beginn der Olympischen Spiele positiv auf Steroide getestet worden. Zudem wurden elf Gewichtheber wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
hut/sid/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH