Hamburg - Der Radsport-Weltverband UCI hat die in Frankreich bereits geltende zweijährige Dopingsperre gegen Stefan Schumacher übernommen. Das gab Präsident Pat McQuaid am Freitag auf einer Pressekonferenz in Paris bekannt. "Schumacher ist vom 22. Januar 2009 bis zum 21. Januar 2011 für alle Rennen gesperrt", sagte der Ire.
Die UCI folgte damit dem Urteil der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD und dehnte das Fahrverbot für den früheren WM-Dritten über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Dem zweimaligen Tour-de-France-Etappensieger 2008 war in Nachuntersuchungen von Proben, die während der Frankreich-Rundfahrt genommen wurden, Doping mit dem Epo-Nachfolger Cera nachgewiesen worden. Die AFLD sperrte den Klassiker-Spezialisten daraufhin für zwei Jahre für Rennen in Frankreich.
Schumacher bestreitet bis heute jegliches Doping und will Verfahrensfehler seitens der AFLD geltend machen. Zuletzt hatte er im "Aktuellen Sportstudio" seine Unschuld beteuert und Zweifel an seinem Dopingtest zum Ausdruck gebracht.
Schumacher verzichtete bisher auf die Öffnung der B-Probe und legte beim obersten französischen Verwaltungsgericht Einspruch gegen das ALFD-Urteil ein. Zudem kündigte er an, vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas ziehen zu wollen.
kna/dpa/sid
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