Der "Cash out"-Fluch
Der Mythos, der sich offenbar am längsten in der Welt des Online-Poker gehalten hat, ist der "Cash out"-Fluch. Und der geht so: Jeder Spieler, der sich irgendwann etwas von seinem Gewinn auszahlen lässt, wird danach vom Pokeranbieter mit schlechten Karten gestraft. Er verliert plötzlich sichere Blätter, danach die Nerven und schließlich viel Geld.
Ein toller Fluch ist das. Er passt auf jedes verlorene Blatt, wohingegen jedes gewonnene die eigene Stärke noch mehr betont. Er ist sehr flexibel, dieser "Cash out"-Fluch. Womöglich ist das auch der Grund, warum er immer noch durchs Netz geistert. Dabei handelt es sich dabei wohl einfach um ein Wahrnehmungsproblem. Wer mit weniger Geld genauso gut wirtschaften soll, hat es einfach schwerer.
Alternativ würde ich noch folgende Flüche vorschlagen:
Der "Cash in"-Fluch
Jeder, der Geld (in Deutschland ist Pokern im Internet um Echtgeld verboten!) bei einem Pokeranbieter eingezahlt hat, verliert irgendwann mal. Trifft auf mehr als 90 Prozent aller Spieler zu.
Der Informatiker-Fluch
Wer innerhalb von 20 Sekunden nach dem Flop alle Pot Odds, Implied Odds, Outs und Equities (alle Begriffserklärungen im Flash-Glossar) ausrechnen kann und dazu die dritte Wurzel aus einer zehnstelligen Zahl, der ist Informatiker und genug gestraft. Trifft zum Glück nur auf wenige zu.
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