Hamburg - Die 25-Jährige absolvierte die Distanz im Vorlauf der Meisterschaften in Berlin in 52,85 Sekunden und verbesserte die bisherige Bestmarke der Australierin Lisbeth Tricket vom März 2008 um drei Hundertstelsekunden.
Steffen blieb zudem zwei Zehntelsekunden unter dem von ihr gehaltenen Europarekord. Sie machte vor allem ihren neu entwickelten Anzug für den Rekord verantwortlich. "Das ist das krasseste Teil, was ich je getragen habe. Du stirbst nicht auf den letzten Metern, du hast keine Schmerzen", sagte Steffen, die die WM-Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) um 1,19 Sekunden unterbot.
"Da kann man nicht meckern", sagte die Berlinerin, um dann die Diskussion um die Hightech-Anzüge fortzuführen. "Dieser Anzug ist nächstes Jahr nicht mehr erlaubt, was auch gut ist, weil diese Materialschlacht den Schwimmsport kaputt macht", sagte die Doppel-Olympiasiegerin über 50 und 100 Meter Freistil. "Ich bin nicht so euphorisch, weil noch viele Weltrekorde fallen werden."
Der Weltverband Fina hatte erst zu Wochenbeginn die meisten der umstrittenen Anzüge, die die Schwimmer besser durch das Wasser gleiten lassen, genehmigt, darunter auch eine Neuentwicklung von Steffens Sponsor. Der Sportartikelhersteller hatte Ende 2008 den Ausrüstervertrag mit dem DSV nach andauernder Kritik vieler Schwimmer am angeblich nicht konkurrenzfähigen Material fristlos gekündigt. Von 2010 an will die Fina strengere Regeln für die Anzüge erlassen.
jok/dpa
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