Frage: Herr Armstrong, wie bewerten Sie ihren ersten Auftritt bei der Tour de France nach gut vier Jahren?
Armstrong: Ich war ein bisschen nervös, aber das ist logisch. Es hat Spaß gemacht. Es herrschte eine wunderbare Atmosphäre. Es gab viele Beifallsrufe. Das war wie ein Heimspiel.
Frage: Wie sind Sie mit dem Zeitfahrkurs zurechtgekommen?
Armstrong: Das war technisch ein schwieriger Kurs und sehr anspruchsvoll. Es war nicht einfach, den Rhythmus zu finden.
Frage: Wie sind Sie mit ihrem Abschneiden als Zehnter zufrieden?
Armstrong: Ich habe mir keine Illusionen gemacht. Mit einem Sieg durfte ich nicht rechnen. Schließlich war ich vier Jahre weg. Ich bin auf jeden Fall besser gefahren als bei der Kalifornien-Rundfahrt oder dem Giro d'Italia.
Frage: In der Vergangenheit war die Radsportwelt Anderes von Ihnen gewöhnt.
Armstrong: Das stimmt. 2005 hätte ich auf so einem Kurs das Rennen zerstört. Aber ich bin zufrieden mit meiner Fahrt. Ich bin nicht so weit weg von einem Spezialisten wie Levi Leipheimer. Das ist positiv.
Frage: Ihr Astana-Kollege Alberto Contador war 22 Sekunden schneller als Sie und hat eine starke Leistung abgeliefert. Ist damit die Frage nach dem Teamkapitän geklärt?
Armstrong: Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Ich konzentriere mich auf die nächsten Aufgaben. Es kommen Etappen mit viel Wind, das Teamzeitfahren, der Einstieg in die Pyrenäen, Alpen, Mont Ventoux, Paris. Ich bin bereit für die drei Wochen.
Aufgezeichnet von Stefan Tabeling (sid)
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