Hamburg - Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup-Finale in Luzern für Aufsehen gesorgt. Das neuformierte Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes siegte bei der traditionsreichen Rotsee-Regatta vor Olympiasieger Kanada und feierte damit eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften in sechs Wochen in Polen.
Nach dem letzten Platz bei den Olympischen Spielen in Peking war der Achter auf fünf Positionen verändert worden und glänzte bei seiner Weltcup-Premiere. Insgesamt präsentierte sich die deutsche Flotte bei zwölf Finalteilnahmen mit vier Siegen in den 14 olympischen Klassen so erfolgreich wie seit sieben Jahren nicht mehr in Luzern. Erfolgreich war unter anderem auch der Doppelvierer um den ehemaligen Einer-Weltmeister Marcel Hacker.
Golfprofi Martin Kaymer hat seinen zweiten Turniersieg binnen sieben Tagen verbucht. Nach seinem mit 666.660 Euro belohnten Titel vor einer Woche in Paris gewann der 24-Jährige am Sonntag mit 269 Schlägen (69+65+66+69) auf dem Par-71-Kurs am Loch Lomond seinen vierten Titel seit 2008. Der Spanier Gonzalo Fernandez-Castagno (271) teilte sich mit dem schlaggleichen Raphael Jacquelin Rang zwei. Mit dem Siegerscheck von knapp 580.000 Euro übernahm Kaymer in der Europa-Geldrangliste mit 1,761 Millionen Euro Saison-Preisgeld nach 13 Turnieren Platz zwei hinter dem Weltranglisten-Dritten Paul Casey (1,949 Millionen).
Über ein Jahr nach dem Ende der Ermittlungen gegen Jan Ullrich will die Bonner Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Radprofi Andreas Klöden offenbar ebenfalls einstellen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" hat die Behörde dem 34 Jahre alten Astana-Profi wohl angeboten, das Verfahren gegen Zahlung von 25.000 Euro einzustellen. "Der Fall ist geeignet, ihn gemäß Paragraf 153a der Strafprozessordnung zu erledigen", sagte Staatsanwalt Friedrich Apostel.
Derselbe Paragraf (Geringfügigkeit und kein öffentliches Interesse) hatte bereits Ullrich vor einem Prozess bewahrt. Der Toursieger von 1997 hatte im April 2008 einen sechsstelligen Betrag als Strafgeld an gemeinnützige Institutionen und die Staatskasse gezahlt und Beweismittel herausgegeben. Gegen Ullrich war wegen Täuschung und Betruges zum Nachteil seiner Arbeitgeber Telekom/T-Mobile ermittelt worden.
Triathlon-Weltmeisterin Chrissie Wellington hat bei ihrem Sieg beim Ironman in Roth eine neue Weltbestzeit aufgestellt. Nach 8:31:59 Stunden über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,125 Kilometer Laufen verbesserte die 32-jährige Britin die bisherige Bestmarke der Niederländerin Yvonne van Vlerken um fast 14 Minuten.
Den Sieg bei den Männern holte sich Michael Göhner, der damit den größten Erfolg seiner Profikarriere feierte. Der 29-Jährige blieb in 7:55:53 Stunden sogar unter der Acht-Stunden-Grenze. Top-Favorit Normann Stadler musste sich mit Platz vier begnügen.
mac/sid/dpa
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