Hamburg - "Wir hatten die Verträge mit Hayes Management bereits komplett ausgehandelt, aber am Wochenende hat die andere Seite offenbar kalte Füße bekommen. Man hat uns bereits über die Absage informiert", sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte.
Der 28-jährige Herausforderer weigerte sich, den Vertrag für den WM-Kampf in Frankfurt am Main am 12. September zu unterschreiben und wird nun stattdessen am 7. November gegen WBA-Weltmeister Nikolai Walujew antreten.
"Er hat wohl gemerkt, dass seine Kampfbörse, die sich größtenteils über die TV-Einnahmen generiert, nicht hoch genug ausfällt. Dazu ist ihm wahrscheinlich klar geworden, dass er gegen Witali keine Chance hat. Da zieht er einen Kampf gegen Walujew vor", sagte Bönte.
Haye hatte die Konditionen des Klitschko-Lagers zuvor als "Knebelvertrag" bezeichnet. "Da kann ich nur lachen. Schließlich hat sein Manager das für ihn ausgehandelt. Da sollte man öfter mal miteinander sprechen", sagte Bönte. Anstelle von Haye wird nun ein neuer Gegner für den älteren der beiden Klitschko-Brüder gesucht. " Der 12. September als Kampftermin ist allerdings jetzt nicht mehr zu halten", so Bönte.
Im Juni hatte Haye schon einen geplanten Kampf gegen IBF- und WBO-Weltmeister Wladimir Klitschko in Gelsenkirchen wegen Rückenbeschwerden platzen lassen. Der jüngere Klitschko-Bruder war daraufhin gegen Ruslan Chagaev aus Usbekistan in den Ring gestiegen und hatte diesen durch Technischen K.o. in der 10. Runde besiegt.
luk/sid
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