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26.07.2009
 

Schwimm-WM

Wasserballer erreichen überraschend Viertelfinale

Sensation in Rom: Deutschlands Wasserballer haben bei der WM trotz personeller Probleme den hohen Favoriten Montenegro besiegt. Als Motivationshilfe hatte das Team vor der Partie eine Torte gegessen, verziert mit den Umrissen Montenegros und den Namen der deutschen Akteure.

Hamburg - Die deutschen Wasserballer haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom völlig überraschend das Viertelfinale erreicht. Gegen Europameister und Weltliga-Sieger Montenegro gewann die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm 9:8 (3:3, 1:2, 2:2, 2:1; 1:0, 0:0) nach Verlängerung. Das erklärte Ziel, eine Plazierung unter den besten Acht, ist damit bereits geschafft. "Weihnachten und Ostern sind auf einen Tag gefallen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Moral hat", sagte Stamm.

Die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) trifft am Dienstag in der Runde der letzten Acht auf den Olympia-Zweiten USA, gegen den das DSV-Team bei Olympia in Peking knapp gescheitert war. Den Sieg sicherte Marko Savic vom deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau mit seinem Treffer in der ersten Hälfte der Verlängerung.

Dabei musste Stamm vor der Partie eine schlechte Nachricht verkraften. Denn Torjäger Heiko Nossek meldete sich mit einer schmerzhaften Bauchmuskelverletzung ab und wird der Mannschaft auch in den verbleibenden WM-Spielen nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Italien-Profi trat bereits die Heimreise nach Deutschland an, um seine Verletzung auszukurieren. Da die Regularien des Weltverbandes Fina die Nachnominierung eines weiteren Spielers nicht zulassen, muss das deutsche Team auch die weiteren Turnierspiele mit nur noch zwölf Spielern bestreiten.

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme hatte sich die Mannschaft auf das Spiel eingestimmt. "Wir haben am Vormittag eine Torte mit dem Umriss von Montenegro und den Namen der Spieler gegessen. Das waren zwar tausend Kalorien pro Stück, aber offenbar hat es geholfen", sagte Stamm.

Der Olympia-Zehnte Deutschland lieferte gegen Montenegro eine noch couragiertere Leistung ab als beim bereits überraschenden 7:7 gegen Rekord-Olympiasieger Ungarn. Die anschließende 4:5-Niederlage gegen Kanada hatte die Deutschen jedoch in das Zwischenrundenspiel gegen Montenegro gezwungen. Gegen den großen Favoriten war Savic mit drei Toren bester deutscher Werfer, die weiteren Tore erzielten Andreas Schlotterbeck (2), Trainer-Sohn Marko Stamm, Kapitän Marc Politze, Soeren Mackenben und Moritz Oeler.

ged/dpa/sid

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