Hamburg - Claudia Pechstein führt im Kampf gegen ihre Sperre Verfahrensfehler des Eisschnelllauf-Weltverbands Isu ins Feld. Insgesamt acht der 20 Trainingskontrollen Pechsteins, die als Beweismittel vor dem Isu-Schiedsgericht dienten, sollen nicht eindeutig einer Person zugeordnet worden sein. Betroffen von Verwechslungen seien auch Daten, die erhöhte Retikulozyten-Werte ausweisen. Die 37-Jährige war am 1. Juli von der Isu wegen auffälliger Retikulozyten-Werte, aber ohne positiven Befund für zwei Jahre gesperrt worden.
Pechstein legte mit ihrem Anwalt Simon Bergmann und ihrem Manager Ralf Grengel Dokumente vor, die der Isu Ungenauigkeiten nachweisen sollen. Demnach soll ein und dieselbe Probe von einem Bluttest am 15. April in verschiedenen Laboren gravierende Schwankungen aufweisen. Im deutschen Labor Kreischa seien dabei ihre Retikulozyten, eine Vorstufe der roten Blutkörperchen, mit 2,4 Prozent gemessen worden, in Lausanne mit einem anderen Analysegerät nur mit 1,3 Prozent.
Pechstein hatte bei Dopingtests im Rahmen der Mehrkampf-WM in Hamar mehrfach Retikulozyten über dem erlaubten Grenzwert von 2,4 Prozent. Insgesamt wies ihr die Isu in den vergangenen Jahren achtmal erhöhte Werte nach, die als Indiz für Blutdoping gelten sollten. Pechstein hatte gegen ihre Sperre Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof (Cas) eingereicht. Die Entscheidung im Cas-Hauptverfahren wird voraussichtlich erst im Herbst fallen.
Einen positiven Dopingtest von Pechstein gibt es nicht, so dass bei der Cas-Verhandlung ein Grundsatzurteil erwartet wird. "Aufgrund der neuen Faktenlage bin ich optimistisch, dass der Cas zu unseren Gunsten entscheidet", erklärte Bergmann.
Der Kölner Doping-Analytiker Wilhelm Schänzer urteilte danach: "Die Verteidigung ist gut aufgestellt. Das Verfahren in der Schweiz wird sehr interessant."
Zunächst wird der Cas jedoch voraussichtlich bis Ende nächster Woche über den Eilantrag entscheiden, mit dem Pechstein die Aufhebung ihres Trainingsverbotes erwirken will. Grundlage sind die Codes der Isu und der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada).
fsc/dpa
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Genau das was stoneg verlangt hat ????. Paranoid ist Ihre "Beweisführung" Wie verhält es sich mit Autobomben? Der Verfassungsschutz wird sich, etwas im "Hintergrund" zwar, sehr wohl drum kümmern, wer [...] mehr...
Das passt doch überhaupt nicht mit dem zusammen, was Sie hier bisher schreiben. Sie sprechen doch der WADA jegliche Rechte ab, jemanden überhaupt zu sperren - also ein faktisch ein Berufsverbot zu erteilen. Dass die WADA das [...] mehr...
in den Händen der spanischen Justiz liegt der direkte oder indirekte Beweis. Die sitzen drauf, wohl, weil einige prominente Iberer im Blutbeutellager mit drin liegen. Und weil die Welt ausserhalb dieses Forums wie [...] mehr...
Das mit der Manipulation des Urins wurde in einer früheren SPON-Diskussion von einem Teilnehmer aus eigener Erfahrung vehement bestritten, weil man sich eben nicht mal so plötzlich einen Katheter legen kann, schon gar nicht ohne [...] mehr...
das bedeutet, Herr Rostock, dass zumindest Sportler, die in einer international organisierten Sportart tätig sind, mit dem unmittelbaren oder mittelbaren Zweck, auch Geld zu verdienen, diese "Schikanen" auf sich nehmen [...] mehr...
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