Hamburg - Rafael Nadal spielte schwach und hatte zudem Probleme mit seinen Bauchmuskeln. Doch mit Mühe ist der Australian-Open-Sieger dennoch ins Achtelfinale der US Open eingezogen. Im spanischen Duell gegen Nicolas Almagro setzte sich der Weltranglisten-Dritte am Sonntag in New York 7:5, 6:4, 6:4 durch. In der Runde der letzten 16 trifft Nadal, der Nicolas Kiefer in der zweiten Runde ausgeschaltet hatte, nun auf Gael Monfils aus Frankreich oder Jose Acasuso aus Argentinien.
Vier Wochen nach der Rückkehr auf die Tennis-Tour, die er wegen einer Knieverletzung nach den French Open verlassen hatte, ist Nadal noch weit entfernt von der Konstanz früherer Tage. Nicht ein Ass gelang ihm im ersten Satz und so hatte er große Schwierigkeiten, seinen auf Platz 33 der Weltrangliste geführten Landsmann auch im vierten Vergleich zu bezwingen. In der entscheidenden Phase des Durchgangs gaben nacheinander gleich zweimal ihren Aufschlag ab.
Skurril wirkte eine Szene im dritten Satz, als sich sowohl Nadal als auch Almagro vom Physiotherapeuten behandeln lassen mussten. Nadal lag auf dem Rücken und ließ seine Bauchmuskeln untersuchen, Almagro lag etwa drei Meter entfernt auf der anderen Seite des Netzes und wurde am Rücken behandelt. Nach der Unterbrechung spielte Nadal plötzlich stärker auf und schaffte ein Break, das er nicht mehr hergab. Den Matchball verwandelte er nach 2:39 Stunden mit einer für Almagro unerreichbaren Rückhand. In dieser Form dürfte es Nadal dennoch schwerfallen, Roger Federer den sechsten Titel in Serie streitig zu machen.
In 62 Minuten ins Viertelfinale eingezogen
Serena Williams lässt sich auf dem Weg zu ihrem vierten US-Open-Titel nach 1999, 2002 und 2008 bislang nicht stoppen. Locker zog die 27-Jährige aus den USA als erste Spielerin ins Viertelfinale ein. Beim 6:2, 6:0-Erfolg ließ die Weltranglisten-Zweite ihrer Gegnerin Daniela Hantuchova keine Chance. In der Runde der besten Acht trifft sie auf Flavia Pennetta, die als erste Italienerin Platz zehn der Weltrangliste erreichte, oder auf die an Nummer sieben gesetzte Russin Wera Zwonarewa. "Ich wollte ruhig und kontrolliert spielen - und das habe ich geschafft", sagte Serena Williams nach der Partie, die 62 Minuten gedauert hatte. Mit ihrem druckvollen Spiel und ihren harten Schlägen drängte sie ihre Gegnerin von Beginn an in die Defensive.
wit/dpa/sid
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