Hamburg - Nach zweieinhalb Jahren Zwangspause im America's Cup wegen des Gerichtsstreits zwischen den Segelrennställen Alinghi und BMW Oracle Racing starten die zum Zuschauen verurteilten Teams eine neue Weltserie. Die neue Regatta-Serie wird auf Cup-Yachten von 2007 ausgetragen. Das gab die zu diesem Zweck neugegründete Vereinigung World Sailing Team Association (WSTA) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Paris bekannt. Die geplante Louis Vuitton World Series soll im November vor Nizza beginnen und 2010 in asiatischen und amerikanischen Häfen fortgesetzt werden.
Neben prominenten Mannschaften wie dem zweimaligen America's-Cup-Sieger Team New Zealand und BMW Oracle Racing sind acht weitere Teams zugelassen. Darunter eine französisch-deutsche Kooperation: Olympiasieger Jochen Schümann verstärkt das ehemalige Cup-Team K-Challenge als Skipper und Sportdirektor und hat die Teilnahme weiterer deutscher Segler angekündigt. "Zusammen mit Syndikatschef Stephane Kandler und Matchracer Seb Col wollen wir ein starkes Team aufbauen, frischen Wind und viel Leidenschaft in die Louis Vuitton World Series bringen", sagte Schümann.
Ein Team unter deutscher Flagge wird nicht am Start sein. Geplant war der Einsatz einer Mannschaft um das Kernteam der deutschen Yacht Container von Udo Schütz, die von Markus Wieser gesteuert wird, sowie die Rückkehr von Sponsor United Internet. Doch der Konzern hatte sich gegen das Engagement entschieden. "Das ist schade, ich hätte es gern gemacht", sagte United-Internet-Team-Germany-Manager Michael Scheeren, "aber die Entscheidung ist aus Unternehmenssicht verständlich. Die neue Weltserie findet hauptsächlich in Asien und USA statt. Mit Nizza gibt es in diesem Jahr im November nur einen europäischen Austragungsort. Das macht für United Internet wenig Sinn."
jar/dpa
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