Hamburg - US-Präsident Barack Obama wird bei Chicagos Präsentation der Kandidatur für die Olympischen Spiele 2016 am Freitag in Kopenhagen persönlich zu den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sprechen. Das Weiße Haus bestätigte am Montag Obamas Reisepläne zur Unterstützung für die Stadt, in der er vor seinem Amtsantritt nur wenige Blocks vom geplanten Olympiapark entfernt wohnte. Obama ist damit der erste Präsident der USA, der persönlich um die Spiele wirbt .
"Wer könnte die IOC-Mitglieder besser vom Enthusiasmus Chicagos für die olympische Bewegung überzeugen als Präsident Obama und die First Lady", sagte Bürgermeister Richard M. Daley, nachdem die Obama-Reise bekanntgeworden war.
Ursprünglich hatte der US-Präsident auf seinen Auftritt in Dänemark wegen der innenpolitischen Debatte um eine Reform des US-Gesundheitswesens verzichten wollen. An seiner Stelle sollte seine Ehefrau Michelle bei den IOC-Mitgliedern Sympathiepunkte für Chicago sammeln.
Chicago, Obamas Heimatstadt, wird sich am Freitag als erster der vier verbliebenen Kandidaten den Mitgliedern der Vollversammlung präsentieren. Es folgen Tokio, Rio de Janeiro und Madrid. Jede Stadt hat exakt 70 Minuten, um für sich zu werben. Anschließend folgt der Wahlprozess, die Entscheidung wird am frühen Abend bekanntgegeben.
IOC-Präsident Rogge steht vor Wiederwahl
Durch Obamas Anwesenheit in Kopenhagen sind die Staats- und Regierungschefs aus allen vier Ländern mit Olympia-Kandidaten bei der Vergabe der übernächsten Sommerspiele am Freitag in der dänischen Hauptstadt versammelt. Zu Madrids Delegation gehört Spaniens König Juan Carlos, Brasiliens Staatspräsident Luiz Ignacio Lula da Silva will Rio de Janeiro helfen, und Japans neuer Premierminister Yukio Hatoyama unterstützt Tokio.
In Kopenhagen findet vom 1. bis 9. Oktober die 121. IOC-Vollversammlung statt, in die der 13. Olympische Kongress unter dem Thema "Olympische Bewegung und Gesellschaft" eingebunden ist. Am abschließenden Tag der Vollversammlung wählt das IOC seinen Präsidenten. Es wird erwartet, dass Amtsinhaber Jacques Rogge (Belgien) für weitere vier Jahre bestätigt wird.
fsc/dpa/sid
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