Hamburg - Die 121. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kopenhagen entschied sich nach langer Debatte für die Erweiterung des Programms der Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro um Golf und 7er Rugby auf 28 Sportarten.
"Die Zeit wird zeigen, dass Ihre Entscheidung weise war", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge nach der Wahl, die für Rugby deutlich klarer ausfiel (81 Ja-Stimmen/eine Gegenstimme/acht Enthaltungen) als für Golf (63 /27/2). Zugleich wurden die 26 sogenannten "Kernsportarten" für Rio bestätigt.
Für Rugby und Golf, wo die Top-Stars um Tiger Woods schon vom Olympiasieg sprechen, ist es eine Rückkehr nach langer Abstinenz. Golf gab bei den Spielen 1900 und 1904 ein Olympia-Gastspiel, Rugby von 1900 bis 1924. Mit der Aufnahme der beiden Sportarten gelang Rogge wenige Stunden nach seiner Wiederwahl die erhoffte Programmreform.
Insgesamt bewarben sich sieben Kandidaten, doch die IOC-Exekutive hatte bereits im August in Berlin eine Vorauswahl getroffen und sich dabei gegen Squash, Karate, Inlineskating, Baseball und Softball entschieden. Während Rio de Janeiro 28 olympische Sportarten erleben wird, finden die Sommerspiele 2012 in London nur mit 26 Sportarten statt, nachdem Baseball und Softball 2008 in Peking letztmals zum Programm gehörten. Vor vier Jahren in Singapur waren sie gestrichen worden.
Bei der Vollversammlung 2005 in Singapur waren die Ersatzkandidaten Squash und Karate noch an der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit gescheitert. In Kopenhagen reichte nun die einfache Mehrheit.
jok/sid
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