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26.10.2009
 

NBA-Saisonvorschau

Dreikampf um die Krone im Osten

Von Johannes Korge

NBA-Ost-Ranking: Mit dem "Diesel" ganz nach vorn
Fotos
AP

Der Start der NBA-Saison 2009/2010 steht kurz bevor - und in der Eastern Conference stellen sich die Topteams aus Cleveland, Orlando und Boston auf harte Duelle um die Spitze ein. Oder kann ein Außenseiter das Triumvirat sprengen? SPIEGEL ONLINE bewertet die Ost-Clubs im Countdown.

Wenn am Dienstagabend (Ortszeit) die Cleveland Cavaliers die Boston Celtics empfangen, bedeutet dies nicht nur den Start in die NBA-Saison 2009/2010 - es könnte auch ein Vorgeschmack auf deren Endphase im kommenden Frühjahr werden. Der Rekordmeister aus Boston und das Team aus Ohio um Star-Forward LeBron James markieren zusammen mit Vizemeister Orlando Magic die Spitze im Osten und gelten als sichere Playoff-Kandidaten. Damit es in dieser Spielzeit zum ganz großen Wurf reicht, haben alle drei fürstlich investiert.

Doch auch die Konkurrenz in der Eastern Conference war nicht untätig, Clubs wie Chicago, Toronto oder Atlanta wollen den Favoriten nur zu gern ein Bein stellen. Einige Franchises müssen sich dagegen auf ein hartes Lehrjahr einstellen.

SPIEGEL ONLINE fasst die wichtigsten Personalien der Eastern Conference zusammen und wagt eine Prognose auf die Platzierungen der einzelnen Clubs nach 82 regulären Saisonspielen.

15. Milwaukee Bucks: Die Basketball-Fans im kalten Wisconsin brauchen in der Saison 2009/2010 vor allem zwei Dinge: Geduld und Nerven. Mit Small Forward Richard Jefferson verließ einer der Leistungsträger die Mannschaft, adäquater Ersatz blieb aus. Dazu ließen die Bucks Guard Ramon Sessions ohne Gegenleistung ziehen. Der Fokus liegt also auf Schütze Michael Redd und Center Andrew Bogut, beide gerade erst von schweren Verletzungen genesen. Rookie-Guard Brandon Jennings soll als Aufbauspieler aushelfen, nach einer mäßigen Saison in Italien sind von ihm aber keine Wunder zu erwarten. Eine ähnlich gute Vorstellung wie in der Vorsaison (bis zum Ausfall von Redd und Bogut) scheint ausgeschlossen, der Winter wird lang in Milwaukee.

14. New Jersey Nets: Wird Milliardär Mikhail Prokhorov tatsächlich Anteilseigner der Nets, sollte es der Russe tunlichst vermeiden, zu viele Spiele seines Neuerwerbs zu verfolgen. Nach dem Wechsel von Forward Vince Carter (zu den Magic) stehen die Nets nun komplett ohne Star da und befinden sich offiziell im Neuaufbau. Devin Harris, einziger echter Punktesammler, gilt als verletzungsanfällig, könnte aber einen weiteren Schritt Richtung Guard-Elite im Osten machen. Auch von Center Brook Lopez versprechen sich die Fans in New Jersey einen Leistungssprung. Von diesen beiden Lichtblicken abgesehen, erwartet die Nets eine Saison ohne Chance auf die Playoffs, dafür mit reichlich Spielzeit für junge Talente.

13. Charlotte Bobcats: Das junge Team aus North Carolina dürfte in der kommenden Saison echte Probleme bekommen, die ohnehin schon magere Offensivleistung aus 2008/2009 (93,6 Punkte pro Spiel, die wenigsten der Liga) zu wiederholen. Immerhin verließ mit Center-Forward Emeka Okafor ein verlässlicher Zonenspieler und der beste Rebounder (10,1 pro Spiel) die Mannschaft. Ersatz Tyson Chandler (von den Hornets gekommen) passt zwar ins Defensivschema von Coach Larry Brown, gilt aber offensiv als limitiert. Im letzten Jahr machte eine starke zweite Saisonhälfte Hoffnung auf mehr, mit dem aktuellen Kader wartet auf die Fans in Charlotte eine Enttäuschung.

12. New York Knicks: Das Jahr in der Warteschleife für den Free-Agent-Sommer 2010 dürfte für Knicks-Fans zum zweifelhaften Vergnügen werden. Sieben Spieler stehen im letzten Jahr ihrer Verträge und wollen sich für neue Clubs oder eine Verlängerung empfehlen. Entsprechend werden Al Harrington, Nate Robinson und Co. die produktivste Offensive des Ostens (105,2 Punkte pro Spiel in 2008/2009) weiter befeuern - und damit so unterhaltsam wie erfolglos bleiben. Eine Verbesserung von den 107,8 gegnerischen Punkten pro Partie (Platz 28 in der Liga) wäre überraschend. Forward David Lee wird auch in der kommenden Saison Double-Doubles in Serie sammeln, dazu erwartet Coach Mike d'Antoni von Forward Danilo Gallinari in seinem zweiten Jahr bessere Leistungen. Letztlich fiebert im "Big Apple" jedoch alles einer möglichen Verpflichtung von Cavaliers-Star LeBron James entgegen, die kommende Saison reicht dabei kaum als Overtüre.

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