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02.01.2010
 

Biathlon

Physiotherapeutin im DSV-Team war Stasi-Spitzel

Startende Biathletinnen in Hochfilzen: Früherer Stasi-Spitzel im DSV-Team tätigZur Großansicht
AP

Startende Biathletinnen in Hochfilzen: Früherer Stasi-Spitzel im DSV-Team tätig

Ihr Auftrag lautete unter anderem "Durchdringung des Persönlichkeitsbildes": Nach Informationen des SPIEGEL hat Ilona Henrich, Physiotherapeutin der deutschen Biathlon-Frauen, jahrelang als Spitzel für die Stasi gearbeitet. Ihr Arbeitgeber, der Olympiastützpunkt Thüringen, ist laut Henrich darüber informiert.

Hamburg - Kurz vor den Olympischen Winterspielen steht der deutsche Sport vor einem neuen Stasi-Fall: Die Physiotherapeutin der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft der Frauen, Ilona Henrich, hat in der DDR von 1984 bis zur Wende als Spitzel gearbeitet. Am 28. März 1984 hatte sie in einer "Schweigeverpflichtung" schriftlich erklärt, das Ministerium für Staatssicherheit "auf freiwilliger Basis zu unterstützen". Henrich, die damals als Physiotherapeutin beim SC Motor Zella-Mehlis arbeitete, wirkte unter dem Decknamen "Olga".

Ihr Auftrag war unter anderem die "Aufklärung und weitere Durchdringung des Persönlichkeitsbildes" der Sportler des SC Motor, die auch ins westliche Ausland reisen durften. Eine Order lautete: "Kontrolle der Sportler, Trainer und Funktionäre, insbesondere während der Einkaufsbummel."

Henrich berichtete laut Akte etwa über eine Kollegin, die eigenmächtig von einem Trainingslehrgang abgereist war. Über einen Trainer der nordischen Kombinierer gab sie zu Protokoll, sein "Tun und Handeln" sei "auf Erreichung von Vorteilen ausgerichtet". Eine Mitarbeiterin beim SC Motor beschrieb IMS "Olga" als sehr geschwätzige und mitteilungsbedürftige Person: Besonders neugierig zeige sie sich für eingehende Post.

Dem Pressesprecher des DSV ist Henrichs Stasi-Vergangenheit nicht bekannt

Henrich äußerte sich gegenüber dem SPIEGEL nicht zu ihrer Stasi-Vergangenheit, sie erklärte: "Das ist alles abgeschlossen". Die 56-Jährige arbeitet heute am Olympiastützpunkt Thüringen in Oberhof, ihr Arbeitgeber weiß laut Henrich von ihrer Vergangenheit. Der Vorsitzende des Trägervereins des Olympiastützpunktes, Peter Gösel, äußerte sich nicht zu dem Vorgang. Der Pressesprecher des Deutschen Skiverbandes, Stefan Schwarzbach, sagte, ihm persönlich sei die Stasi-Vergangenheit Henrichs nicht bekannt.

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02.01.2010 von Brand-Redner: Filbinger

"Was gestern Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." Dieser Satz von Pg. Filbinger gilt natürlich nur für die Nazi-Vergangenheit. - mehr...

02.01.2010 von Berta: Stasi 2.0

Gottseidank kann seine Madam vom Alter her,ja nicht bei der Stasi gewesen sein. Das mit der Stasi wird langsam albern.Paßt mal lieber auf die jetzigen Machthaber auf. mehr...

02.01.2010 von haltetdendieb: Ja nee wirklich....

...hoffentlich knetet die jetzt nicht die Muskeln falsch! Gääääääääähn....... Bin schon gespannt auf die nächste Enthüllung. Wie wäre es mit: Loddars vierte Ehe gescheitert! mehr...

02.01.2010 von sapperlot: Zweierlei Maß

Ich kann die Aufregung und den Wirbel, der um diese Sache gemacht wird, nicht verstehen. Da hat eine Frau, um arbeiten zu können und zu dürfen nichts getan, was gegen irgend ein Gesetz des Landes vestoßen hätte, in dem sie gelebt [...] mehr...

02.01.2010 von IM Mai: Eine Sport-Therapeutin als Judas

Die Kirche, die Stasiaufbearbeitung DDR liegt in den Händen von angeblichen Christen hat es wiedereinmal geschafft einen Judas (IM) an den Pranger zu stellen. Diese Therapeutin als Täterin - auf der anderen Seite nicht nur die [...] mehr...

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