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01.01.2010
 

Skispringer Schmitt

"Wir haben keinen, der vorn reinspringen kann"

Skispringer Schmitt: Schwierigkeiten mit der AnfahrtspositionZur Großansicht
Getty Images

Skispringer Schmitt: Schwierigkeiten mit der Anfahrtsposition

Skispringer Martin Schmitt zeigte bislang bei der Vierschanzentournee mäßige Leistungen. Beim Neujahrsspringen wurde er nur 25., im Interview spricht er über persönliche Probleme, die Mannschaft und die Perspektiven für die Olympischen Spiele in Vancouver.

Frage: Martin Schmitt, wie bewerten Sie den Start ins neue Jahr?

Schmitt: Mehr ist zur Zeit leider nicht drin. In Teilelementen war es eine Steigerung gegenüber dem Tournee-Auftakt in Oberstdorf. Flugtechnisch lief es etwas besser. Der Absprung im zweiten Versuch war okay, ist aber insgesamt ausbaufähig.

Frage: Wo liegt derzeit das Problem?

Schmitt: Ich habe Schwierigkeiten, meine Anfahrtposition zu finden. Dadurch komme ich nicht richtig zum Absprung. Mir gelingt es nicht, in eine konstante Flugkurve zu kommen. Da lasse ich viele, viele Meter liegen. Ziel für die restlichen Tournee-Wettbewerbe ist es, meine Technik zu stabilisieren. Da ist noch ziemlich viel Luft nach oben.

Frage: Hatten Sie mit einem solch schwachen Auftakt gerechnet?

Schmitt: Keine Frage, wir können mit der Leistung im Team nicht zufrieden sein. Wir haben momentan keinen, der vorn reinspringen kann. Wir sind momentan einfach mannschaftlich in keiner Superform. Der Abstand zur Spitze ist zu groß.

Frage: Wie gehen Sie mit der unbefriedigenden Situation um?

Schmitt: Für mich ist die Situation nicht neu, ich kenne das ja. Ich spüre, welche Fehler ich mache, doch momentan fehlt mir der Zugriff. Ich zweifle aber nicht an meinem Potential und glaube, dass ich bis zu den Olympischen Winterspielen meine Form finde.

Frage: Worin besteht die Motivation für die beiden ausstehenden Wettbewerbe in Österreich?

Schmitt: Ich sehe das als Training unter Wettkampfbedingungen. Und vielleicht geht ja vom Ergebnis her in Innsbruck und Bischofshofen etwas mehr. Eine Platzierung unter den Top 15 wäre schön.

Frage: Die Fans haben Sie trotz der dürftigen Leistung gefeiert. Ziehen Sie daraus Kraft für die Zukunft?

Schmitt: Das ist auf jeden Fall etwas Positives. Daran kann man sich hochziehen. Das gehört auch zu den Sachen, die einen in diesem schwierigen Moment aufbauen. Wir würden dem phantastischen Publikum gern mehr zurückgeben, aber es geht einfach nicht.

Aufgezeichnet von Eric Dobias, dpa sowie Thomas Niklaus und Lars Becker, sid

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