Zudem sind drei der vier Paarungen in der ersten Playoffrunde Spiele, die in der Vorwoche schon einmal stattfanden. Für die Dallas Cowboys war der 24:0-Erfolg vom letzten Spieltag der regulären Saison gegen den Philadelphia Eagles ein gutes Omen. Samstagnacht schlug Dallas seinen Divisionskonkurrenten überzeugend 34:14. Für die Cowboys war es mehr als nur ein Sieg - es war der erste Playoff-Erfolg seit 13 Jahren.
Besonders dankbar dürften Trainer Wade Phillips und Quarterback Tony Romo gewesen sein. Bei einer Pleite wäre Phillips wohl seinen Job los gewesen. Romo konnte mit einer souveränen Leistung (Pässe für 244 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns) zeigen, dass er gereift ist. In den vergangenen Jahren hatte er Dallas mindestens einen sicheren Playoff-Erfolg gekostet.
Der enttäuschende Eagles-Angriff konnte sich gegen die dominante Cowboys-Verteidigung nur selten durchsetzen. Anthony Spencer und DeMarcus Ware setzten McNabb konstant unter Druck und brachten ihn drei Mal zu Boden. McNabb fand nie seinen Rhythmus und brachte nur etwa die Hälfte seiner Pässe an den Mann. In dieser Form ist Dallas in Minnesota bei Brett Favres Vikings am kommenden Wochenende kein Außenseiter.
Auch im Spiel der Cincinnati Bengals gegen die New York Jets am Samstagnachmittag gewann mit den Jets das Team, das in der Vorwoche bereits 37:0 gewonnen hatte. Dieses Mal war es knapper (24:14). Entscheidend für New Yorks Erfolg waren mehrere Faktoren. Zum einen machte Rookie-Quarterback Mark Sanchez eines seiner besten Spiele und stellte seine Fehleranfälligkeit aus der regulären Saison ab. Er warf keine Interception, einen Touchdown-Pass und brachte 80 Prozent seiner Würfe an den Mann.
Benson kann die Bengals nicht retten
Zusammen mit New Yorks hervorragendem Laufangriff und seiner dominanten Verteidigung war das zu viel für die Bengals, bei denen der erfahrene Quarterback Carson Palmer eine bestenfalls durchwachsene Leistung zeigte. Dies konnte selbst Runningback Cedric Benson, der 169 Yards Raumgewinn und einen Touchdown erzielte, nicht ausgleichen. Cincinnati ist nun seit 1990 ohne Playoffsieg.
Die Neuauflage eines Spiels vom vergangenen Wochenende werden die Zuschauer auch bei der NFC-Partie von Vizemeister Arizona Cardinals gegen die Green Bay Packers sehen. Die Packers haben nach ihrem 33:7-Auswärtssieg viel Selbstvertrauen. Ihre Verteidigung um Rookie-Nose-Tackle B.J. Raji und Rookie-Linebacker Clay Matthews ließ den Cardinals-Angriff kaum zur Entfaltung kommen.
Zudem haben die Packers in Charles Woodson einen Cornerback, der die herausragenden Cardinals-Receiver Larry Fitzgerald und Anquan Boldin aus dem Spiel nehmen kann. Umgekehrt sollte Packers-Quarterback Aaron Rogers dank seiner im Lauf der Saison deutlich verbesserten Offensive Line genug Zeit haben, Arizonas Verteidigung zu zerpflücken.
"Wes kann man nicht ersetzen"
Die Partie zwischen den New England Patriots und den Baltimore Ravens ist das einzige Spiel des Wochenendes, dessen Erstausgabe in der laufenden Spielzeit schon etwas länger her ist. New England schlug die Ravens am 4. Oktober 27:21. Es war einer von acht Heimsiegen für die zu Hause ungeschlagenen Patriots. Die Ravens gewannen dagegen nur drei ihrer acht Auswärtsspiele.
Dennoch ist New England kein hoher Favorit. Patriots-Wide-Receiver Wes Welker riss sich am vergangenen Wochenende im bedeutungslosen Spiel in Houston mehrere Bänder im Knie. Damit fehlt Quarterback Tom Brady sein am häufigsten anvisierter Passfänger. Randy Moss ist nun Bradys einziger hochwertiger Receiver. "Wes kann man nicht ersetzen", sagte Brady.
Dass Rookie Julian Edelman Welker zumindest teilweise vergessen machen kann, glaubt Ravens-Trainer John Harbaugh. "Er ist wie ein Welker-Klon." Weil aber New Englands Passspiel auch mit Edelman eingeschränkt ist, wird Trainer Bill Belichik wohl das Laufspiel stärker nutzten müssen. Sammy Morris, Kevin Faulk und Fred Taylor sind zwar gute Running Backs, doch die Ravens sind mit Willis McGahee und vor allem Ray Rice besser besetzt.
Weil Bradys Wurfoptionen durch Welkers Ausfall beschränkt sind, fällt der Offensive Line mit dem Deutschen Tackle Sebastian Vollmer noch mehr Verantwortung zu. Vollmer beeindruckte in seiner ersten Profisaison, kam in 14 von 16 Spielen zum Einsatz und spielte sogar acht Mal von Beginn an. An ihm und seinen Kollegen liegt es nun, Brady gegen Baltimores starke Verteidigung genug Raum und die Extrasekunde mehr zum Werfen zu verschaffen. Und er muss nun wohl öfter als geplant gegen die aggressive Defensive Line der Ravens für New Englands Runningback-Trio Platz zum Laufen schaffen.
Damit beendeten Jets und Cowboys an diesem Wochenende einen Trend - in der ersten Playoff-Runde gab es bisher neunmal eine Neuauflage eines Spiels aus der Vorwoche. Nur viermal hatte zuvor der Sieger der ersten Partie das Playoffspiel gewinnen können.
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Hej. Endlich mal ein Football Artikel. Hättet ihr aber ruhig in den Sportbereich schieben können. Für unseren Deutschland-Export hoffen wir mal, dass er es mit den Patriots weit genug schafft. Er hätte es definitiv verdient [...] mehr...
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