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14.01.2010
 

800-Meter-Weltmeisterin

Verband will Semenyas Comeback verhindern

800-Meter-Weltmeisterin Semenya: Verband bestätigt ihr StartverbotZur Großansicht
REUTERS

800-Meter-Weltmeisterin Semenya: Verband bestätigt ihr Startverbot

Südafrikas Leichtathletikverband hat die Sperre gegen die Läuferin Caster Semenya offiziell bestätigt. Der Verband will die Ergebnisse des Geschlechtstests durch den Weltverband IAAF abwarten. Semenya hatte für Mitte Februar ihren Start bei kleineren Meetings angekündigt.

Hamburg - 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya darf nicht bei internationalen Wettkämpfen starten. Das verkündete am Donnerstag Südafrikas Leichtathletik-Verband ASA. Der nationale Verband will damit verhindern, dass die 19-Jährige, die Geschlechtsmerkmale sowohl einer Frau als auch eines Mannes besitzen soll, noch im kommenden Monat ihr Comeback geben kann. "Wir können ihr die Starts erst erlauben, wenn der Weltverband IAAF für Aufklärung sorgt und die Ergebnisse des Geschlechtstests veröffentlicht", teilte ASA-Sprecher Ray Mali mit.

Nach Rücksprache mit Semenyas Anwalt hatte ihr Trainer Michael Seme verkündet, dass die Läuferin ab dem 19. Februar bei kleineren Meetings in ihrer Heimat starten will. "Gott allein weiß, ob sie dort laufen wird oder nicht", sagte nun ihr Vater Jacob. Semenya hatte im August 2009 bei der WM in Berlin das 800-Meter-Finale der Frauen in 1:55,45 Minuten vor Janeth Jepkosgei (Kenia/1:57,90) gewonnen. Dies kam einer deutlichen Leistungssteigerung gleich, denn international war Semenya zuvor weitgehend unbekannt.

Nach dem Rennen waren wegen ihres maskulinen Aussehens Zweifel aufgetaucht, dass Semenya tatsächlich eine Frau ist. Es wurde vermutet, sie könnte ein Zwitter (Hermaphrodit) sein. Einem bereits vor der WM in Südafrika erstellten Gutachten folgte ein weiteres der IAAF. Dies ist offenbar noch nicht endgültig ausgewertet. Ihre Goldmedaille durfte Semenya behalten. Der Läuferin sei kein Fehlverhalten vorzuwerfen, entschied die IAAF damals.

Die öffentliche Diskussion über die Geschlechtsfrage sorgte in Südafrika für große Empörung.

ceb/sid

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insgesamt 170 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
09.07.2010 von graf.koks: Gut!

Sie haben hiermit den Beweis für die absolute Sinnlosigkeit der Sportbewertung erbracht! Die Sportler brauchen keine neuen Klassen oder Schubfächer! Wir als Zuschauer, die den ganzen Blödsinn mit unserem Jubeln anfeuern, [...] mehr...

08.07.2010 von loncaros:

Ich finde dieses "er/sie/es" absolut ekelerregend und es zeigt genau wessen Geiste Kind jemand ist. Das sind genau die Leute die vor 100 Jahren noch im Zirkus die "Freaks" ausgelacht haben. Und gleichzeitig [...] mehr...

07.07.2010 von Umbriel: Beschiss ist Beschiss

Ist doch sofort offensichtlich klar, daß da was nicht stimmt. Da gehört schon eine kräftige Portion Unverfrorenheit dazu, so eine Show abzuziehen, als ob es nicht schon genug Unsportlichkeiten gäbe! mehr...

06.07.2010 von fireflycan:

Stimme ich zu, leider gibt es wiohl nicht genug Athleten in der "sonderklasse" um eine eigene Leisungsklasse zu rechtfertigen, aber die Maennerklasse als "offen" anzusehen ist keine schlechte Idee. mehr...

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Geschlechtertest im Laufe der Zeit

Die ersten Geschlechtertests wurden zu den Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 eingeführt. Weibliche Teilnehmer mussten sich dabei unbekleidet einem Ärzte-Gremium zeigen. Alle 243 Athletinnen bestanden die Tests, zuvor hatten sechs Sportlerinnen aus Osteuropa freiwillig zurückgezogen.





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