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07.02.2010
 

Mixed Zone

Skispringer gewinnen Teamwettbewerb, Gummersbach schaltet Kiel aus

Skispringer (v.l.) Schmitt, Neumayer, Bodmer, Uhrmann: Erster Sieg seit fünf JahrenZur Großansicht
dpa

Skispringer (v.l.) Schmitt, Neumayer, Bodmer, Uhrmann: Erster Sieg seit fünf Jahren

Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele haben die deutschen Skispringer in Willingen den Teamwettbewerb gewonnen. Der deutsche Handball-Meister THW Kiel hat das Final-Four-Turnier verpasst. Timo Boll gewann das europäische Top-12-Turnier.

Hamburg - Titelverteidiger THW Kiel ist überraschend im Viertelfinale des DHB-Pokals ausgeschieden. In der Neuauflage des Vorjahresfinales musste sich die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason nach zuvor 21 Siegen im Pokal-Wettbewerb in Folge dem VfL Gummersbach 28:35 (12:21) deutlich geschlagen geben. Der VfL revanchierte sich damit für die 24:30-Niederlage im letztjährigen Endspiel.

Beste Werfer bei Gummersbach waren Robert Gunnarsson und Vidran Zrnic mit jeweils acht Toren. Überragend spielte auch VfL-Torwart Goran Stojanovic, der mehr als 20 Würfe der Kieler parierte. Erfolgreichster Werfer der Kieler, die vor allem in der ersten Halbzeit völlig überfordert wirkten, war Filip Jicha mit sieben Treffern. Als letztes Team qualifizierten sich die Rhein-Neckar Löwen für die Endrunde. Die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren setzte sich bei Frisch Auf Göppingen vor allem dank des überragenden Nationalspielers Uwe Gensheimer (12 Tore) 33:29 (15:14) durch. Am Samstag hatten Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg sowie TuS N-Lübbecke die Endrunde am 10./11. April in Hamburg erreicht. Die Hamburger setzten sich beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau 36:29 (11:11) durch. Lübbecke siegte bei dem anderen verbliebenen Zweitligisten Bergischer HC 26:22 (11:12).

Der erste Weltcup-Sieg seit fünf Jahren hat den deutschen Skispringern eine gelungene Olympia-Generalprobe beschert. 24 Stunden nach dem überraschenden dritten Platz von Michael Neumayer im Einzelspringen weckte das Team am Sonntag fünf Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele Träume von einer Medaille. "Jetzt steigen wir mit reichlich Selbstvertrauen in den Flieger nach Vancouver", sagte Martin Schmitt, der im zweiten Durchgang einen Sprung von 139,5 Metern landete. Überragender DSV-Athlet war Michael Uhrmann mit zwei Sprüngen über 141,5 Meter. "Es ist eine Riesenleistung des Teams, dass wir Norwegen noch abgefangen haben", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Timo Boll beherrscht das Tischtennis in Europa wieder mühelos. Viereinhalb Monate nach dem Aus im EM-Halbfinale feierte der 28-jährige Linkshänder beim europäischen Top-12-Turnier in Düsseldorf den fünften Turniersieg nach 2002, 2003, 2006, 2009. Der Titelverteidiger wurde dabei erst beim 4:2-Finalerfolg gegen seinen Dauerrivalen Wladimir Samsonow richtig gefordert. Insgesamt gab Boll in fünf Matches nur sieben Sätze ab.

"Die Duelle mit Wladimir sind die Spiele, die mich richtig weiterbringen. Am liebsten würde ich immer nur gegen ihn spielen", sagte Boll, der im Halbfinale den Griechen Kalinikos Kreanga ausgeschaltete hatte (4:2). "Ich habe sehr gut gespielt, bin aber noch nicht zu einhundert Prozent in Topform. Besonders an der Körperspannung muss ich in den kommenden Wochen und Monaten hart arbeiten."

Kölner Hockey-Herren holen Hallen-Europapokal

Rot-Weiß Köln ist zum siebten Mal Hallenhockey-Europapokalsieger der Landesmeister. Die Kölner, die 2009 den nationalen Titel geholt hatten, setzten sich im Finale in eigener Halle gegen Athletic Terrassa aus Spanien 10:2 (5:1) durch. Im Halbfinale hatte das Team von Trainer Christoph Bechmann den Luzerner SC 5:1 (3:1) besiegt. In dem überraschend einseitigen Finale war Nationalspieler Christopher Zeller mit vier Treffern der erfolgreichste Schütze im Team der Kölner. Mit insgesamt 15 Toren war der Stürmer zudem der beste Torjäger des Turniers.

Die deutschen Tennis-Spielerinnen haben den ersten Einzug ins Fed-Cup-Halbfinale seit 15 Jahren verpasst. Das entscheidende Doppel verloren Anna-Lena Grönefeld/Tatjana Malek 1:6, 3:6 gegen Lucie Hradecka/Kveta Peschke und besiegelten so die 2:3-Niederlage in Tschechien. Die in Brünn ohne Spitzenspielerin Sabine Lisicki angetretenen Deutschen müssen sich nun am 24./25. April 2010 in einem Relegationsspiel die Zugehörigkeit zur Weltgruppe der acht besten Teams erst wieder erkämpfen. Der Gegner steht noch nicht fest.

mac/sid/dpa

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