Hamburg - Die Spitzenfunktionäre des Handball-Weltverbands (IHF) lassen sich ihren Einsatz in Zukunft prächtig entlohnen. Dies geht aus bislang unter Verschluss gehaltenen Dokumenten des IHF-Councils hervor, in dem die 17 wichtigsten Verbandsvertreter sitzen. Demnach genehmigten sie sich bei einem Treffen Mitte Dezember im chinesischen Nanjing eine Erhöhung ihrer jährlichen Aufwandsentschädigungen von bislang insgesamt 204.000 Schweizer Franken auf künftig 1,325 Millionen.
Am üppigsten wachsen die Bezüge des Präsidenten: um 1567 Prozent. So kassiert der Ägypter Hassan Moustafa, der im vorigen Sommer bis 2013 in seinem Amt bestätigt wurde, zukünftig jährlich 500.000 statt bislang 30.000 Schweizer Franken.
Auch bei den Tagesspesen gönnen sich die Council-Mitglieder einen Zuschlag - statt 250 Schweizer Franken im Dienste der IHF kassieren sie künftig 400 Schweizer Franken. Allein für Moustafa ergibt dies einen sechsstelligen Betrag, nach eigenen Angaben war er im vorigen Jahr an 280 Tagen für den Welthandballverband im Einsatz.
Geheimer Beratervertrag mit Vermarktungsagentur Sportfive
Erst jüngst war Moustafa wegen eines geheimen Beratervertrags in die Kritik geraten (SPIEGEL 4/2010), den er mit der Vermarktungsagentur Sportfive abgeschlossen hatte und der ihm von Oktober 2007 bis Dezember 2009 eine Million Schweizer Franken einbrachte.
Den Vertrag hatte Moustafa über seine nahe Kairo ansässige Firma Sport Group. Demnach bezahlte das Hamburger Unternehmen, das bis zum 31. Dezember 2009 die Fernsehrechte des Welthandball-Verbandes verwertete und bis dahin der mit Abstand wichtigste Geschäftspartner der IHF war, den Spitzenfunktionär für seine Lobbyistendienste.
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Hört sich toll an, wird aber nicht funktionieren. Die Menschen sind doch fast alle feige, und trauen sich nichts. Der großen Mehrheit der Sportler, und auch der Vereine ist es entweder egal was da oben passiert, oder es herrscht [...] mehr...
Die Herren nähern sich in gefährlicher Weise den Usancen an, die im Fußball gang und gäbe sind. Bedauerlich!!! mehr...
wenn die Vereine und Mitglieder noch Beiträge bezahlen ! Einfach boykottieren - ohne die vereine sind die Funktionäre ein Staubkorn im All ! mehr...
da stinkt und gammelt der fisch schon lange am kopf, mit unterstützung des DHB. aber was soll man von funktionären schon erwarten....... vieleicht sollten sie funktionieren! mehr...
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