Hallo Dr. Pajonk,
Lauftraining löst bei mir regelmäßig Migräne-Anfälle aus. Haben Sie einen Tipp, wie ich das vermeiden kann?
Vielen Dank und herzliche Grüße, Werner
Lieber Werner,
häufige Ursache für Kopfschmerz durch Laufen sind Überlastung und zu wenig Flüssigkeit an Bord. Das sind Stellschrauben, die du kontrollieren solltest. Ansonsten bleibt die Möglichkeit, ein Belastungs-EKG durchzuführen, unter Umständen kommt man da dem Rätsel näher.
Beste Grüße, Dirk Pajonk
Lieber Werner,
sogar falsches Schuhwerk und schlechter Laufstil können
Kopfschmerzen auslösen. Eigentlich sollte aber das Gegenteil der Fall sein: Migräne-Opfer berichten häufig von Linderung durch Laufen. Vielleicht schaltest du mal testhalber einen Gang zurück im Training. Langsam laufen, obwohl man schneller könnte, das ist eine echte Zen-Übung.
Lama Achilles
Hallo Achim,
ich habe seit zwei Tagen Wadenbeschwerden, die sich wie eine Verhärtung anfühlen. Beim Laufen beklage ich krampfartige Schmerzen, die trotz Magnesium nicht verschwinden. Sollte ich zum Arzt gehen oder bloß mit dem Training pausieren? Ein Freund meint, dass die Leiden von zuviel Training kommen könnten.
Nadine
Hallo Nadine,
wenn dein Freund damit meint, dass deine Wade von irgendwas genug hat, dann liegt er richtig. Pausiere eine Weile, laufe mal zwei bis drei Tage nicht. Dehne deine Wade und iss gut. Auch Magnesium darfst du zuführen. Was auch helfen kann: Beobachte einmal, wie du den Fuß aufsetzt. Auf dem Vorfuß, dem Ballen? Das gibt Stress in der Wade. Oft kannst du solche Probleme drastisch reduzieren, wenn du betont auf der Ferse aufsetzt.
Alles Gute für dich, Jens Karraß
Hallo Dr. Pajonk,
ich habe mir einen
Ermüdungsbruch im Kreuzbein zugezogen, vermutlich infolge der ungewohnten Belastung durch das Laufen auf Eis und Schnee in diesem Winter (45-50 Kilometer in der Woche). Das Iliosakralgelenk ist nicht betroffen. Um mich während der verordneten Laufpause von drei Monaten fit zu halten, würde ich gerne auf dem Rad trainieren. Mein Orthopäde sagte, das wäre kein Problem. Alles, was nicht schmerzt, sei erlaubt. Ich würde gerne Ihre Meinung dazu wissen. Die unvermeidlichen Stöße des Sattels gehen ja direkt in das Becken.
Gruß, Jörn
Lieber Jörn,
da würde ich deinem Orthopäden Recht geben, es sei denn, du willst mit deinem Mountainbike quer durch das Gelände jagen.
Beste Grüße, Dirk Pajonk
Lieber Jörn,
neulich habe ich, natürlich vom Hörensagen, von einer Studie erfahren, die besagt, dass beim Rad fahren ein Drittel der Körperenergie verwendet wird, um Vibrationen abzufangen. Das erledigen zum Glück die Muskeln. Keine Ahnung, ob dir das weiterhilft. Aber ich finde, das ist eine Information aus der Rubrik "Unnützes Wissen", die man bei jeder Gelegenheit mal fallen lassen kann.
Besten Gruß von Achim
Hallo Dr. Dirk Pajonk,
ich habe vor zwei Jahren mit dem Laufen angefangen. Das fiel mir sehr schwer, denn ich bin eigentlich keine Ausdauersportlerin. Aber ich will. Früher hatte ich ein Pferd und bin täglich geritten, dann hatte ich einige Jahre, in denen ich quasi keinen Sport gemacht habe. Als ich dann anfing zu laufen, dachte ich anfangs nach 100 Metern, ich müsste tot umfallen. Mittlerweile kann ich eine Stunde am Stück laufen, bin aber eine echte Schnecke, der Durchschnitt liegt um die 7,5 Kilometer pro Stunde. Das finde ich gar nicht so schlimm, es ist ja auch schon besser geworden. Und ich hoffe, es wird noch besser, weil ich jetzt auch an meiner Technik arbeite. Was mich nur extrem irritiert: Mein Puls steigt sofort auf 160 Schläge in der Minute. Sollte ich einfach weitermachen? Geht das auch anderen so? Ich staune nur immer, wenn ich lese, dass der Puls nicht über 140 gehen sollte. Würde mich sehr über ein Feedback freuen.
Ratlose aber herzliche Grüße aus Franken, Emma-Luise
Liebe Emma-Luise,
die Regel würde besagen, dass dein Puls unter Laufbelastung wirklich zu hoch ist. Nun gibt es immer Ausnahmen von dieser Regel: Das sind Menschen, die einen sehr hohen Trainingspuls haben, obwohl die Belastung noch im aeroben Bereich stattfindet. Wenn du Aufschluss über deine optimale Trainingspuls-Frequenz haben willst, und ob du tatsächlich zu schnell unterwegs bist, wirst du nicht um eine Leistungsdiagnostik herum kommen.
Beste Grüße, Dirk Pajonk
Liebe Emma-Luise,
die Abweichungen vom angeblichen Normalmaß sind in der Tat immens. In unserer Laufgruppe ist von 110 bis 180 Schläge in der Minute alles vertreten. Die Erfahreneren kennen ihr System gut genug, um zu spüren, wann Belastungsgrenzen erreicht sind. Die Pulsuhr ist sicher ein hilfreiches Instrument, aber dein individuelles Gefühl solltest du nicht unterschätzen. Versuche mal einen Trainingslauf ohne Messgeräte. Solange du dich beim Laufen wohl fühlst, ist alles okay.
Besten Gruß, Achim
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