Hallo Achim,
mein Sohn (acht Jahre) wollte am Wochenende unbedingt 20 Kilometer laufen, nachdem er eine Woche zuvor zehn Kilometer gelaufen war. Das hat er tatsächlich ohne Probleme in zwei Stunden geschafft. Jetzt will er unbedingt weitermachen. Drohen ernsthafte gesundheitliche Gefahren, oder darf ein Kind so lange laufen, wie es ihm Spaß macht?
Für eine Antwort wäre ich dankbar, L. Pfermer
Sehr geehrter Herr Pfermer,
Ihr Sohn scheint ja ein echtes Lauftalent zu sein. Es wird dem Jungen bezüglich seiner Muskulatur und seiner Gelenke nach heutigem Kenntnisstand eher nicht schaden, solch lange Strecken zurückzulegen. Sinnvoll ist es dennoch nicht. Die athletische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bietet unterschiedliche Zeitfenster an, in denen bestimmte Fertigkeiten besonders gut trainiert werden können. In so jungen Jahren trainiert Ihr Sohn idealerweise spielerisch mit anderen Kindern die Motorik und die Koordination. Nur so hätte er in einem späteren, ambitionierten Leistungstraining die notwendige Basis, um wirklich große Umfänge erfolgreich bewältigen zu können.
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Matthias Marquardt
Lieber Herr Pfermer, geschätzter Doc,
ich hätte das Lauf-Gen dieses Knaben gern: Mit acht Jahren ohne Probleme 20 Kilometer unter zwei Stunden - das ist sehr, sehr stark. Nach Bruterfahrungen mit zwei Bengeln kann ich nur so viel sagen: Die Kinder haben fast immer ein sehr gutes, natürliches Gespür dafür, was ihnen guttut. Deswegen melden sie sich schon, wenn ihnen was ganz und gar gegen den Strich geht. Ich würde mit einem solchen Talent allerdings noch auf einen Einödhof in 3000 Metern Höhe ziehen - dann wird sich zeigen, wie viel Spaß der Junge wirklich hat.
Gruß an die Mission Gold 2024, Achim
Hallo Achilles-Team,
in meinem Lauftreff gibt es ab und zu Tipps für eine gesunde Ernährung. Immer wieder spricht unser Lauftreffleiter die Rote Bete an. Seiner Meinung nach darf diese bei Läufern nicht auf dem Speiseplan fehlen. Macht es Sinn, Rote-Bete-Saft zu trinken? Wenn ja, welche Menge pro Tag, oder besser kurweise über einen bestimmten Zeitraum? Welche kurzfristige Auswirkung hat dieser Saft auf einen Wettkampf? In welchem Zeitabstand zum Wettkampf sollte man den Saft trinken? Und: Speichert der Körper die positiven Wirkungen? Freue mich über eine baldige Antwort.
Viele Grüße von Elisabeth
Liebe Elisabeth,
stimmt, Rote-Bete-Saft ist
gut für den Sauerstoffhaushalt. Ich bevorzuge aber den Ackerschachtelhalm von Dr. Feil. Wenn Gesundheit komisch schmecken muss, dann ist das Zeug sehr gesund.
Augen zu und runter, Achim
Liebe Elisabeth,
Rote Bete enthält reichlich Folsäure, die für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich ist. 200 Gramm Rote Bete decken etwa 50 Prozent des täglichen Folsäurebedarfs bei Erwachsenen. Dazu liefert Rote Beete auch noch Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Jod, Natrium, Vitamin C, die Vitamin-B-Gruppe und das Provitamin A. Außerdem enthält die Knolle viel Eiweiß und ist eines der Gemüse mit dem höchsten Zuckergehalt. Rote Bete regelmäßig als Saft, und zwar 250 bis 400 Milliliter täglich zuzusetzen, halte ich in der Tat für sehr wertvoll für den Ausdauersport.
Mit roten Grüßen, Klemmbrett-Karraß
Hi Achim,
seit rund vier Wochen stellt sich bei mir regelmäßig ein zwickender Schmerz an der linken Ferse ein. Das Zwicken entsteht bei Hubbewegung des Fußes im Bereich Ferse und hinterer Fußballen, ziemlich nahe an der Sohle. Das Zwicken ist insbesondere morgens stärker und lässt nach etwa zehn Minuten Laufen nach, so dass ich es kaum noch spüre. Auffällig ist auch, dass es bei stärkerer und längerer Laufbelastung am nächsten Tag stärker ist und umgekehrt nach mehreren Tagen Pause nachlässt. Ich bin 51 Jahre alt, wiege 98 Kilogramm bei 1,93 Meter Körpergröße. Seit 20 Jahren laufe ich ohne größere Verletzungen vier- bis fünfmal pro Woche fast ausschließlich auf weichen Waldwegen. Was vermuten Sie, und was würden Sie mir raten?
Mit freundlichen Grüßen, Günther
Lieber Günther,
die von dir beschriebenen Schmerzen weisen recht eindeutig auf einen beginnenden Fersensporn hin. Bedenke bitte, dass die Schmerzen dabei nicht durch den Sporn selber ausgelöst werden, sondern durch den entzündeten Sehnenansatz an dieser Stelle. Die weitere Therapie richtet sich also darauf aus, die Entzündung zurückzudrängen. Durch eine medizinische Bewegungsanalyse sollte herausgefunden werden, ob Du eventuell Schuhe mit besonderer Stützfunktion an der Innenseite benötigst. Nachdem das optimale Schuhwerk angepasst wurde, solltest du regelmäßige Dehnübungen, bei denen du die Zehen mit den Händen zum Fußrücken ziehst, durchführen. Kühle die Ferse außerdem nach Belastung mit Eis. Ein Fußmuskulaturtraining durch kurze Barfußläufe auf Rasen und/oder der Einsatz eines Stabilisationspads zum Training auch der kleinen Fußmuskeln sollten dein Training stets ergänzen.
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Matthias Marquardt
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