ThemaBasketball-WM 2010RSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
29.08.2010
 

Basketball-WM

Deutschland feiert Überraschungserfolg gegen Serbien

Deutsche Basketball-Nationalspieler: Sieg gegen Favorit SerbienZur Großansicht
dpa

Deutsche Basketball-Nationalspieler: Sieg gegen Favorit Serbien

Deutschlands Basketballer haben bei der Weltmeisterschaft in der Türkei einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. In einer dramatischen Partie setzte sich das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann nach zweimaliger Verlängerung gegen die favorisierten Serben durch.

Hamburg - Starke Leistung, überraschender Erfolg: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat bei der WM in der Türkei den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale gelegt. Nur einen Tag nach der unglücklichen 74:78-Auftaktniederlage gegen den Weltranglistenersten Argentinien besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann Vize-Europameister Serbien 82:81 (73:73, 69:69, 37:35) nach zweimaliger Verlängerung.

"Dieser Sieg ist sensationell. Wie die Mannschaft heute zurückgekommen ist, war schon bemerkenswert. Das war der spektakulärste und wohl wichtigste Sieg, seit dieses Team zusammenspielt", sagte Bauermann. Matchwinner war letztlich Jan-Hendrik Jagla mit einem spektakulären Drei-Punkte-Wurf 63 Sekunden vor Schluss zum 82:77. In einer hochdramatischen Partie waren es die beiden Routiniers Demond Greene und Jagla, die in der zweiten Verlängerung das Team zum Sieg führten.

"Wir haben bis zum letzten Ball gekämpft, immer an uns geglaubt. Das Team hat eine tolle Entwicklung gemacht, jetzt können wir auch solche Spiele gewinnen", sagte Jagla. Vor 3000 Zuschauern in der Kadir Has Arena war der 29-Jährige mit 22 Punkten bester Werfer für die jüngste deutsche Mannschaft, die je an einer Basketball-Weltmeisterschaft teilgenommen hat.

"Wir haben jede Minute an den Sieg geglaubt"

Neben Jagla trafen zudem Greene (15 Punkte), Heiko Schaffartzik (14), WM-Neuling Christopher McNaughton (12) und Steffen Hamann (10) zweistellig für die deutschen Basketballer. "Wir haben jede Minute an den Sieg geglaubt. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht abheben. Der eine Sieg bedeutet noch gar nichts", sagte Schaffartzik vor der Partie gegen Australien am (18 Uhr). Die Australier verloren ihr zweites Spiel gegen Argentinien 72:74.

Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes zeigte auch ohne Superstar Dirk Nowitzki keinen Respekt vor dem großen Namen des Gegners. Angeführt von Jagla spielte die unerfahrene deutsche Mannschaft erstaunlich routiniert gegen die Serben und lag zur Pause völlig unerwartet 37:35 in Front.

Bauermann rotierte viel gegen den fünfmaligen Weltmeister, der auf die wegen ihrer Beteiligung an einer Massenschlägerei im Test gegen Griechenland gesperrten Superstars Nenad Krstic und Milos Teodosic verzichten musste. So bekamen Philipp Schwethelm und McNaughton ungewöhnlich viel Spielzeit, die besonders Center McNaughton nutzte.

Im Gegensatz zum Argentinien-Spiel, als ein katastrophales drittes Viertel die Niederlage einleitete, konnte das deutsche Team sein Niveau gegen Serbien auch nach der Pause halten. Selbst eine Augenverletzung von Kapitän Hamann brachte die Mannschaft nicht aus dem Rhythmus. 19 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Aleksandar Rasic die Serben zwar in die Verlängerung, aber dort behielten die Bauermann-Schützlinge die Nerven.

US-Team mit zweitem Sieg

Turnierfavorit USA gewann auch sein zweites Gruppenspiel. Der zwölfmalige Olympiasieger unterstrich mit einem 99:77 (42:28) gegen Slowenien die Ambitionen auf den Weltmeistertitel. Bester US-Werfer war Kevin Durant, der in der nordamerikanischen Profiliga NBA bei Oklahoma City Thunder spielt, mit 22 Punkten.

In der deutschen Gruppe A setzte sich Afrikameister Angola gegen die sieglosen Jordanier trotz eines Rückstands zur Pause am Ende 79:65 (29:35) durch und holte damit nach der heftigen Auftaktniederlage gegen Vize-Europameister Serbien (44:94) den ersten Sieg. In der Gruppe C war China mit dem 83:73 (41:33) gegen die Elfenbeinküste nach der Auftaktniederlage gegen Griechenland (81:89) erstmals erfolgreich, in der Gruppe D bezwang Litauen Kanada 70:68 (33:43) und fuhr den zweiten Sieg ein.

wit/sid/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
alles zum Thema Basketball-WM 2010

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Basketball-Glossar

REUTERS
Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.





TOP



TOP