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01.09.2010
 

Basketball-Nationalmannschaft

Großer Frust nach WM-Aus

Deutsche Basketball-Nationalmannschaft: Dritte Niederlage im vierten SpielZur Großansicht
AP

Deutsche Basketball-Nationalmannschaft: Dritte Niederlage im vierten Spiel

Der Traum von einer Medaille ist beendet: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ist bei der WM schon nach der Vorrunde ausgeschieden. Gegen Angola verlor das Team von Trainer Dirk Bauermann sein drittes Spiel - trotz einer klaren Führung kurz vor Schluss.

Hamburg - Aus und vorbei: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in der Türkei das Achtelfinale verpasst und muss bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann verlor am Mittwochabend gegen Angola 88:92 (78:78, 35:40) nach Verlängerung und hat vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Jordanien keine Chance mehr auf den Einzug in die K.o.-Runde. Auch 23 Punkte von Jan-Hendrik Jagla konnten die Niederlage gegen den zehnfachen Afrikameister nicht verhindern.

Damit musste die hoffnungsvolle deutsche Basketball-Generation um die Youngster Tibor Pleiß, Robin Benzing und Elias Harris einen heftigen Rückschlag hinnehmen. Was den Talenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB) fehlte, war vor allem ein Führungsspieler wie Dirk Nowitzki, der die WM abgesagt hatte. Bei der Europameisterschaft in Litauen im kommenden Jahr will der NBA-Profi aber ins deutsche Team zurückkehren. Vor allem seine Erfahrung und Präsenz waren es, die der jungen deutschen Mannschaft in der Türkei fehlten.

"Ich bin riesig enttäuscht. So etwas darf uns nicht passieren. Das ist auch mit der Jugend der Mannschaft nicht zu entschuldigen", sagte der Bonner Tim Ohlbrecht. Dabei hatte sein Team gegen Angola 100 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit neun Punkten geführt (77:68). Doch dann wurde die Mannschaft einmal mehr nervös und gab den Vorsprung mit leichten Fehlern her. 16 Sekunden vor dem Ende glich der überragende Olimpio Cipriano (28 Punkte) für die Angolaner aus. Von diesem Schock erholte sich das Bauermann-Team nicht mehr und kassierte im vierten Spiel die entscheidende dritte Niederlage. Zuvor hatte Deutschland bereits gegen Australien und Argentinien verloren, nur gegen Serbien gab es einen Sieg.

Kleinere Angolaner holen mehr Rebounds als das DBB-Team

Die deutsche Mannschaft startete vor 3000 Zuschauern in der Kadir Has Arena in Kayseri nervös. Zwar sorgte Jagla mit insgesamt elf Punkten im ersten Viertel für eine zwischenzeitliche 15:8-Führung, doch bis zum Ende der ersten zehn Minuten hatten die Angolaner zum 19:19 ausgeglichen.

Auch im zweiten Abschnitt fanden die Bauermann-Schützlinge nicht zu ihrem Spiel. Zu keiner Zeit gelang es dem Team, seinen Größenvorteil unter dem Korb auszuspielen. Bezeichend: Am Ende der ersten Halbzeit hatten die kleineren Angolaner sogar zwei Rebounds mehr geholt (18:16) und führten 40:35.

Nach dem Seitenwechsel zog Angola schnell auf zehn Punkte davon, das deutsche Team fand weiter überhaupt nicht zu seinem Rhythmus. Leichte Ballverluste, schlechte Wurf-Auswahl, mangelhafte Verteidigung - die junge deutsche Mannschaft war dem nervlichen Druck dieses Entscheidungsspiels zu selten gewachsen.

Doch das DBB-Team kämpfte verbissen um den Anschluss und wurde zu Beginn des Abschlussviertels belohnt. Der in diesem Turnier bislang noch gar nicht in Erscheinung getretene Lucca Staiger von Alba Berlin setzte mit zwei verwandelten Dreiern die Initialzündung und brachte die DBB-Auswahl 62:58 in Führung. Die hatte bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit Bestand, ehe Angola ausglich, sich in die Verlängerung rettete und dort schließlich triumphierte.

"Wir sahen schon wie der sichere Sieger aus, aber diese Ballverluste haben uns sehr weh getan. Und dann kam der Dreier von Ambrosio, das war für uns der Dolch im Rücken", sagte ein noch lange nach dem Spiel konsterniert wirkender Bauermann. Vorwürfe wollte der Bundestrainer seinen Schützlingen nicht machen: "Die Mannschaft hat alles gegeben. Schade, dass wir die Führung nicht nach Hause gebracht haben."

ham/dpa

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insgesamt 4 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
02.09.2010 von Spiegelreader007: Fehlende Fähigkeiten und starres System

Also was unsere Mannschaft gestern ablieferte, war einfach nur peinlich. Aber man sah, bei diesem Spiel, ganz klar woran es unseren Spielern mangelt. Ohne einen Nowitzki gibt es keinen einzigen Spieler, der in der Lage ist, sich [...] mehr...

02.09.2010 von brainiac: :-d :-d

Offensichtlich hat der Autor ein anderes Spiel gesehen...... Beweis: "Doch das DBB-Team kämpfte verbissen....." Zu keiner Sekunde war Einsatzwille und Kampf zu sehen. mehr...

01.09.2010 von kanone3: seufz

Dieses Spiel war bestimmt keine Werbung für den Basketball in Deutschland. Langsam frage ich mich auch ob der Trainer noch der richtige ist, warum wurde z.B. Greene bei diesem Spiel immer wieder eingesetzt? Da hat doch heute nix [...] mehr...

01.09.2010 von Flohru: Traum von einer Medaille???

Wer hat diesen Artikel geschrieben? Ein Größenwahnsinniger? Ich hoffe mal, keiner in der deutschen Mannschaft hat von einer Medaille geträumt, wenn ja müsste man ihm dringend den Gang zum Psychiater anraten. Gegen Argentinien [...] mehr...

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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.





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