Hamburg - Sebastian Vettel hat sich bei Weltmeister Jenson Button telefonisch für seinen unbeabsichtigten Rammstoß beim Belgien-Grand-Prix entschuldigt. "Ich wollte sein Rennen nicht zerstören", sagte der 23-Jährige Vettel der "Bild am Sonntag". Vettel war bei einem versuchten Überholmanöver mit etwa 200 Stundenkilometer mit Button kollidiert. Der Brite schied aus. Vettel konnte zwar weiterfahren, verpasste nach einer Durchfahrtstrafe aber die Punkteränge. Für das Manöver hatte es weltweit Kritik gegeben.
"Ich habe den Crash jetzt ein paarmal im TV gesehen und habe immer noch keine Ahnung, was er da eigentlich vorhatte", sagte Button: "Natürlich hat er es nicht mit Absicht getan, und er hat sich ja auch schon dafür entschuldigt, aber was soll ich dazu sagen? Für mich ist es ein massiver Rückschlag im Titelkampf." Button liegt in der WM-Wertung auf Rang vier (147). Es führt sein Teamkollege Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/182) vor Mark Webber (Red Bull/179). Vettel ist Dritter (151).
Motorradpilot Sandro Cortese hat beim Großen Preis von San Marino in der Klasse bis 125 ccm Rang fünf belegt. Den Sieg in Misano holte sich der WM-Führende Marc Marquez (Spanien), der damit die Erfolgsserie seines Landsmannes Nicolas Terol (Aprilia) beendete, der zuletzt zweimal ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte. Mit seinem sechsten Saisonsieg baute Marquez (197) seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf den in Misano zweitplazierten Terol (188) wieder etwas aus.
Im Biathlon wird es ab dem kommenden Winter eine Reduzierung der Starterfelder im Weltcup geben. Die Internationale Biathlon-Union Ibu beschloss auf ihrem Kongress in St. Petersburg, dass künftig höchstens 108 Athleten in einem Weltcuprennen starten dürfen. Nach der neuen Quotenregelung dürfen die fünf Top-Nationen, zu denen in der Regel Deutschland gehört, künftig sechs Sportler pro Weltcup an den Start bringen.
Gastgeber Argentinien und England haben als erste Teams das Halbfinale bei der Hockey-Weltmeisterschaft der Damen in Rosario erreicht. Die Südamerikanerinnen setzten sich am Sonntag 2:0 (0:0) gegen China durch und führen die Tabelle der Gruppe B nach vier Begegnungen mit zwölf Punkten an. Dahinter folgen die Engländerinnen (10), die sich gegen Südafrika 2:1 (1:0) behaupteten. Beide Semifinalisten, die am Dienstag den Gruppensieg unter sich ausmachen, profitierten davon, dass Verfolger Südkorea (5) beim 2:2 (2:1) gegen Spanien unerwartet Punkte liegen ließ.
Der frühere Handball-Nationaltorhüter Christian Ramota kehrt knapp zwei Jahre nach seinem Rücktritt zwischen die Pfosten zurück. Der Europameister von 2004 unterschrieb einen Vertrag beim Schweizer Erstligisten TSV St. Otmar St. Gallen, wo er den verletzten Stammkeeper Thomas Isenrich ersetzen soll. Zuletzt war der 37-jährige Ramota in der Bundesliga für die HBW Balingen-Weilstetten aktiv gewesen.
mti/sid/dpa
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