Hamburg - Der japanische Motorradpilot Shoya Tomizawa ist nach einem schweren Unfall beim Großen Preis von San Marino in Misano gestorben. Den Tod des 19-Jährigen gab der Veranstalter und Rechteinhaber Dorna bekannt. Der Suter-Fahrer war in der zwölften Runde des Moto2-Rennens bei Höchstgeschwindigkeit gestürzt und wurde von den folgenden Motorrädern von Scott Redding aus Großbritannien und Alex de Angelis aus San Marino überrollt. Der 19-jährige Tomizawa erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Tomizawas Hinterrad war plötzlich ausgebrochen, woraufhin er die Kontrolle über die Maschine verlor. Während er über den Asphalt rutschte, wurde er von de Angelis und Redding überfahren und blieb schließlich reglos liegen. Er erlitt Frakturen am Oberkörper und einen Schädelbruch, zudem traten schwere innere Blutungen auf. Nach einem Herzstillstand wurde Tomizawa an der Strecke zunächst wiederbelebt, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht retten.
Alex de Angelis war völlig schockiert. "Das war der schlimmste Sturz meiner Karriere. Ich habe alles versucht, um nur das Motorrad und nicht ihn zu erwischen", sagte der frühere Vizeweltmeister mit zitternder Stimme. Nach dem Unfall wurde das Rennen fortgesetzt.
Tomizawa fuhr seit 2006 in der Motorrad-WM. In der laufenden Saison hatte er beim Großen Preis von Katar seinen ersten Sieg gefeiert. Die deutschen Fahrer im Feld reagierten wie alle anderen Piloten mit großer Bestürzung. "Das ist, wie wenn ein Familienangehöriger stirbt", sagte Stefan Bradl.
Zweiter Todesfall binnen einer Woche
Bereits 1993 hatte es auf der Strecke in Misano einen schweren Unfall gegeben. Der US-Amerikaner Wayne Rainey stürzte schwer, schlitterte über die Streckenbegrenzungssteine und ist seitdem querschnittsgelähmt. Nach Raineys Unfall wurden auf der Strecke zunächst keine WM-Rennen mehr ausgetragen. Nach Umbauarbeiten finden seit 2007 wieder WM-Läufe statt.
Tomizawa ist der zweite Motorradpilot innerhalb einer Woche, der nach einem Unfall starb. Am vergangenen Wochenende war der 13-jährige Motorradfahrer Peter Lenz auf dem Indianapolis Motor Speedway ums Leben gekommen. Lenz war in der Aufwärmrunde eines Nachwuchsrennens gestürzt und von einem nachfolgenden 12-jährigen Piloten überfahren worden. Lenz war der jüngste Fahrer, der in der 101-jährigen Geschichte des Motor Speedway ums Leben gekommen ist.
In der Motorrad-WM war zuletzt vor sieben Jahren ein Fahrer tödlich verunglückt. Am 20. April 2003 war der Japaner Daijiro Kato an den Folgen von Verletzungen gestorben, die er zwei Wochen zuvor in Suzuka bei einem schweren Sturz erlitten hatte.
ulz/sid/dpa
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Ich bin mit meiner Aussage beim Moto GP und der Superbike WM. Die Rechnung sieht über die Jahrzehnte gesehen natürlich unter Einbeziehung aller Rennserien anders aus. Wobei hier die Zahl sämtlicher sonstiger Stürze mit [...] mehr...
Danke für den Beitrag. Unglaublich, was für Leute meinen ihren Senf zu dem Thema abgeben zu müssen. Die, die der Meinung sind, "ach Gottchen, ist nun mal ne riskante Sportart" sollten sich einfach mal vorstellen, ihr [...] mehr...
Oh mein Gott, was für eine Aussage....... Die, die weiterfahren, wissen nichts von den Verletztungen derer, die dort noch auf bzw. neben der Strecke behandelt werden (Tomizawa wurde wiederbelebt), und gefährden so evtl. [...] mehr...
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