Hamburg - Titelverteidiger New Orleans Saints ist mit einem Heimsieg in die neue Saison der National Football League (NFL) gestartet. Knapp sieben Monate nach dem Gewinn des Superbowls setzte sich der Champion am Donnerstagabend (Ortszeit) in der Eröffnungspartie der neuen Spielzeit 14:9 gegen die Minnesota Vikings durch.
Vor 70.051 Zuschauer sorgten die Saints im heimischen Louisiana Superdome bereits nach 2:04 Minuten für das erste Achtungszeichen. Wide Receiver Devery Henderson fing einen langen Pass von Quarterback Drew Brees und trug ihn zum Touchdown in die Endzone. Dennoch lag Minnesota zur Pause 9:7 vorne. Im dritten Viertel gelang dann Saints-Runningback Pierre Thomas der entscheidende Touchdown.
Bei den Vikings zeigte Quarterback-Oldie Brett Favre eine durchschnittliche Leistung. Der 40-Jährige spielt seine 20. NFL-Saison. Er hatte den Sommer über lange mit einem Rücktritt kokettiert und war erst vor drei Wochen ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Die New England Patriots statten Tom Brady mit einem neuen Vierjahres-Vertrag aus und machen den Star-Quarterback zum bestbezahlten Profi in der Geschichte der NFL. Nach Informationen des amerikanischen TV-Senders ESPN soll der 33-Jährige für seine Dienste bis zu 72 Millionen Dollar (umgerechnet 56,8 Millionen Euro) erhalten. 48,5 Millionen Dollar sind Brady auch ohne Prämien sicher. Noch ist der Deal mit dem Spielmacher, der das Team des Deutschen Sebastian Vollmer zu drei Super-Bowl-Triumphen (2002, 2004, 2005) geführt hat, nicht offiziell. Der Vertrag soll am Freitag der NFL vorgelegt werden. Mit dem hochdotierten Deal lässt Brady, der am Donnerstag einen Verkehrsunfall in Boston unverletzt überstanden hatte, den bisherigen Rekordverdiener Eli Manning hinter sich. Der Spielmacher der New York Giants bekommt in sechs Jahren pro Saison durchschnittlich 16,25 Millionen Dollar.
Katarina Witt, Münchens Vorsitzende bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018, hat die kritischen Worte von Uli Hoeneß und Markus Wasmeier zurückhaltend erwidert. "Vielleicht hat das Uli Hoeneß ja auch als Scherz gemeint und gar nicht so ernst", sagte Witt der "Abendzeitung". Bayern-Präsident Hoeneß hatte gesagt, dass er nicht glaube, Witt könne den zurückgetretenen Willy Bogner gleichwertig ersetzen. Wasmeier erklärte, dass die zu aktiven Zeiten in Chemnitz lebende Witt in Bayern und München keine Akzente setzen könne.
"Wenn ich jetzt versuchen würde, mich für eine bayerische Fußballmannschaft zu qualifizieren, dann würde ich das ja einsehen. Dafür wäre ich natürlich gänzlich ungeeignet", sagte Witt. "Aber zum einen komme ich ja aus dem Wintersport, und zum anderen finde ich, jeder sollte einfach eine Chance bekommen. Ich könnte das ja verstehen, wenn er das in zehn Monaten sagt, dann hätte so eine Kritik vielleicht eine Grundlage. Aber jetzt, einfach so?"
Lance Armstrongs Radteam RadioShack hat wegen der Nicht-Berücksichtigung für die Lombardei-Rundfahrt den Internationalen Sportgerichtshof Cas angerufen. Nach Ansicht des Rennstalls haben die italienischen Renn-Organisatoren RCS Sport eine im Januar getroffene Vereinbarung gebrochen. Das Team habe erst aus der Presse erfahren, dass man nicht auf der Teilnehmerliste für das Rennen erscheine, teilte RadioShack am Freitag mit. Der Rennstall des amerikanischen Tour-de-France-Rekordsiegers, der in dieser Saison keine Rennen mehr fährt, hat den Cas aufgefordert, schnell über den Fall zu verhandeln. Das Team hofft auf Schadenersatz.
Der australische Radstar Robbie McEwen verlässt nach zwei Jahren den russischen Rennstall Katjuscha und geht in der kommenden Saison für das Pegasus-Sports-Team aus seiner Heimat an den Start. Das gab der Sprintspezialist auf seiner Homepage bekannt. Der australische Rennstall hat bereits eine Pro-Tour-Lizenz für 2011 beantragt. McEwen hat in seiner langjährigen Karriere zwölf Etappen bei der Tour de France gewonnen. Dreimal holte sich der 38-Jährige bei der Frankreich-Rundfahrt als punktbester Fahrer das Grüne Trikot (2002, 2004, 2006).
jar/dpa/sid
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