17. Tour-Etappe Boasson Hagen gewinnt, Contadors Attacke bleibt erfolglos

Zweiter Etappensieg für einen Norweger in Folge: Auf dem Teilstück ins italienische Pinerolo war der Ausreißversuch von Edvald Boasson Hagen erfolgreich. Top-Favorit Alberto Contador versuchte erneut, Zeit gut zu machen. Doch die Konkurrenz konterte die Attacken.

AFP

Hamburg - Edvald Boasson Hagen hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen. Für den Norweger war es der zweite Erfolg bei der 98. Frankreich-Rundfahrt. Auch auf dem sechsten Teilstück hatte der 24 Jahre alte Profi vom Team Sky triumphiert. Er setzte sich vor Bauke Mollema aus den Niederlanden (+0:40 Minuten) und dem Franzosen Sandy Casar (+0:50) durch.

"Das war ein absolut toller Tag. Ich war gestern etwas enttäuscht, nicht gewonnen zu haben. Deswegen wollte ich es heute unbedingt schaffen", sagte Boasson Hagen, der am Dienstag nur von seinem Landsmann Thor Hushovd geschlagen worden war.

Am letzten Anstieg der ersten Alpenetappe attackierte wie schon am Vortrag Alberto Contador. Der Titelverteidiger machte heute jedoch keine Zeit auf Cadel Evans sowie die Brüder Andy und Fränk Schleck gut. Sie holten den Spanier kurz vor dem Ziel wieder ein. Nur der Träger des Gelben Trikots, Thomas Voeckler, verlor Zeit. Er leistete sich auf der letzten Abfahrt einen Fahrfehler und kam 27 Sekunden nach Contador, Evans und den Schlecks ins Ziel.

"Heute haben die Jungs gezeigt, dass sie sich nach der Enttäuschung vom Dienstag zurückkämpfen können. Contador ging auf der Abfahrt die meisten Risiken ein und wurde dafür nicht belohnt", sagte der Teamchef der Schlecks, Brian Nygaard. "Beim Aufstieg wurde ich von einem Sturz behindert und musste viel investieren, um wieder heranzukommen. Ich musste etwas versuchen, aber die Schlecks waren nach gestern natürlich gewappnet", sagte so Contador.

In der Gesamtwertung hat Voeckler nun 1:18 Minuten Vorsprung auf Evans. Dahinter folgen Fränk (+1:22 Minuten) und Andy Schleck (+2:36). Contador ist als Sechster 3:15 Minuten zurück.

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98. Frankreich-Rundfahrt: Die Etappensieger der Tour 2011
Über 179 Kilometer ging es am Mittwoch von Gap ins italienische Pinerolo, dem einzigen Zielort außerhalb Frankreichs bei der diesjährigen Tour. Nach 60 Kilometern konnte sich eine Gruppe mit 14 Fahrern - unter ihnen Boasson Hagen - vom Feld lösen. Elf Kilometer vor dem Ziel, am Anstieg zur Côte de Pramartino, attackierte der Norweger dann. Kein anderer Profi konnte den Angriff Boasson Hagens mitgehen.

Am Donnerstag (11.20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht die Königsetappe an. Von Pinerolo geht es über 200,5 Kilometer nach Galibier Serre-Chevalier. Dabei müssen die Fahrer drei Bergwertungen der Ehrenkategorie bewältigen. Der Schlussanstieg führt auf den legendären Col du Galibier.

max/dpa

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KarlRad 20.07.2011
1. Norwegen?
Ich sags ja, die Norweger sind "auffällig" gut. Schade, dass die andere Nationen (Deutschland, Frankreich etc.) nicht mehr mit-dopen.
kospi 20.07.2011
2. Dopen
Zitat von KarlRadIch sags ja, die Norweger sind "auffällig" gut. Schade, dass die andere Nationen (Deutschland, Frankreich etc.) nicht mehr mit-dopen.
Und von was träumen Sie nachts? Nicht erwischt werden heißt noch lange nicht, nicht dopen.
moi1 21.07.2011
3. .
Zitat von kospiUnd von was träumen Sie nachts? Nicht erwischt werden heißt noch lange nicht, nicht dopen.
Oder erst gar nicht Testen. http://www.derblindefleck.de/index.php/top-themen/top-themen-2010-und-2011/20102011-top-7/ Ansonsten stimmt es schon. Ein "Sieg" für die Pharmaindustrie, eine Niederlage für den Sport. Aber wir wollen ja so. Wer schaut sich schon das lahme gekicke von 1974 an. Obwohl die, wie die Jungs von 54, bestimmt auch was genommen haben.
KarlRad 21.07.2011
4. Die menge machts.
Ja wahrscheinlich haben Sie Recht und die anderen Nation dopen auch noch. Den Leistungsunterschied machen wahrscheinlich die Menge und die Art des Doping aus.
kospi 21.07.2011
5. .
Zitat von KarlRadJa wahrscheinlich haben Sie Recht und die anderen Nation dopen auch noch. Den Leistungsunterschied machen wahrscheinlich die Menge und die Art des Doping aus.
So lange es keine Tests gibt, die in Sekunden durchgeführt werden und sofort ein Ergebnis zeigen,(wie das gehen soll, weiß ich auch nicht)wird gedopt werden, was mich, bei den Anforderungen, die an die Sportler gestellt werden, auch nicht verwundert. Bei manchen Sportarten gibt es zwei Sorten von Sportlern, die, die dopen und gewinnen und die, die nicht dopen und nicht gewinnen. Wer will schon standesgemäß zu den Verlierern zählen. Bei den Dopern gibt es wiederum drei Sorten von Sportlern. Die, die dopen und sich nicht erwischen lassen(die "Cleveren"), die die dopen und erwischt werden(die "Dummen") und die, die dopen, erwischt werden und es dann auch noch abstreiten und vor Gericht ziehen(die, die nicht einsehen wollen, dass sie zu den "Dummen" gehören). Die geheuchelte Entrüstung von ARD und ZDF ist so was von daneben. Die dürften anhand ihrer eigenen Vorgaben überhaupt keinen Leistungssport mehr übertragen, schon gar nicht Pferdesport. Nichts ist schlimmer und heuchlericher als Tiere zu quälen und das Ergebnis dann als Pferdesport zu verkaufen. Da werden Pferde im Training gebarrt, die Fesseln mit Salben behandelt, die bei Berührung Schmerzen auslösen und gedopt wird auch. Nicht die Reiter, sondern die Pferde, die sich nicht wehren können. Und ARD und ZDF übertragen mit Begeisterung. Da lobe ich mir den Radsport. Die, die da dopen, machen es freiwillig, werden nicht dazu gezwungen und haben ein Mitspracherecht. Wer seinem Körper freiwillig Schaden zu fügt, ist zwar reichlich bescheuert aber letztendlich ist es sein Körper.
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