Abgeschlagen nach Massensturz Contador-Debakel bei Tour-Auftakt

Alptraumstart für Alberto Contador: Der Titelverteidiger verlor nach einem Massensturz bei der Auftaktetappe der 98. Tour de France über eine Minute auf den großen Konkurrenten Andy Schleck. Den Tagessieg sicherte sich Philippe Gilbert vom Team Omega Pharma-Lotto.

AP

Hamburg - Ein Massensturz hat den Titelambitionen von Alberto Contador gleich zu Beginn der 98. Tour de France einen herben Dämpfer verpasst. Knapp zehn Kilometer vor dem Ziel der 191,5 Kilometer langen Strecke von Passage du Gois nach Les Herbi war ein Astana-Profi mit einem Zuschauer kollidiert und hatte so die Massenkollision verursacht. Das Feld wurde in zwei Hälften geteilt, Contador kam mit 1:20 Minuten Rückstand auf Tagessieger Philippe Gilbert vom Team Omega Pharma-Lotto ins Ziel.

Viel dramatischer für Contador war jedoch, dass sein Hauptkonkurrent um den Toursieg, der Luxemburger Andy Schleck, in der ersten Verfolgergruppe gewertet wurde. Schleck verlor dadurch lediglich sechs Sekunden auf Gilbert und distanzierte Titelverteidiger Contador nun bereits nach der ersten Etappe um 1:14 Minuten. Im vergangenen Jahr lag Schleck beim Zieleinlauf in Paris in der Gesamtwertung nur 39 Sekunden hinter Toursieger Contador.

"Der Vorteil ist jetzt auf meiner Seite, auch wenn ich ihn so nicht wollte", sagte Schleck nach dem turbulenten Auftakt und Leopard-Trek-Teamkollege Jens Voigt ergänzte: "Es wäre zynisch zu behaupten, dass wir uns freuen. So wollen wir das Gelbe Trikot nicht gewinnen."

Zweiter nach Gilbert wurde der Australier Cadel Evans vor Thor Hushovd aus Norwegen. Bester Deutscher war Andreas Klöden, der mit sechs Sekunden Rückstand den siebten Platz belegte. Tony Martin landete auf Platz zehn.

Am Sonntag wird die Tour mit dem Mannschaftszeitfahren über 23 Kilometer in Les Essarts fortgesetzt.

bka/sid/dpa/dapd

insgesamt 489 Beiträge
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Medien-Kritiker, 01.07.2011
1. Wer gewinnt die Tour?
Zitat von sysopTitelverteidiger und Top-Favorit Alberto Contador kommt unter Dopingverdacht zur 98. Frankreich-Rundfahrt. Bleibt die diesjährige Auflage der Tour sauber oder verkommt sie zur Tour de Farce?
Ich weiß nicht, was diese reißerische Überschrift soll.Gäbe es `ne Leichtathletik-WM würde SPON auch `ne neutrale Überschrift wählen, obwohl es kein Sportereignis gibt, wo mehr Ex-Dopingsünder an den Start gehen.Das im Fall Contador noch kein Urteil gefallen ist, ist eine Farce, aber dafür kann die Tour ja nichts.Ich denke mir natürlich auch meinen Teil, aber die Tour interessiert mich auch rein sportlich.Mir ist bewusst, dass ich damit zumindest in Deutschland einer Minderheit angehöre, aber das ändert nichts an meinem nach wie vor vorhandenen Radsportinteresse. Ich fürchte zwar, dass viele, die sich in diesem Thread äußern werden kaum mehr als vier-fünf fahrer kennen, aber ich versuche es trotzdem mal mit einer kleinen Vorschau: Ich denke Andy Schleck hat gute Chancen auf den Toursieg.Contador hat den Giro gefahren und sein Team ist im Vergleich zu Schlecks Team sehr schwach besetzt.Das kann den Ausschlag geben.Contador und Andy Schleck sind die Topfavoriten.Die wird vermutlich niemand wirklich "ärgern" können.Ich würde mir ja wünschen, dass mal ein Fahrer wie Cadel Evans die Tour gewinnt.Auch deshalb weil der "Aussie" z.B. im Gegensatz zu Contador nicht die Berge "hochfliegt, als wäre es nichts, sondern man auch als Zuschauer sieht, wie sehr er sich quält.Mein Podium sieht A.Schleck vor Conador und Evans.Um die Plätze 4-5 werden dann Fahrer wie Leipheimer und Wiggins mitfahren.
doc 123 02.07.2011
2. Dopingsumpf
Zitat von Medien-KritikerIch weiß nicht, was diese reißerische Überschrift soll.Gäbe es `ne Leichtathletik-WM würde SPON auch `ne neutrale Überschrift wählen, obwohl es kein Sportereignis gibt, wo mehr Ex-Dopingsünder an den Start gehen.Das im Fall Contador noch kein Urteil gefallen ist, ist eine Farce, aber dafür kann die Tour ja nichts.Ich denke mir natürlich auch meinen Teil, aber die Tour interessiert mich auch rein sportlich.Mir ist bewusst, dass ich damit zumindest in Deutschland einer Minderheit angehöre, aber das ändert nichts an meinem nach wie vor vorhandenen Radsportinteresse. Ich fürchte zwar, dass viele, die sich in diesem Thread äußern werden kaum mehr als vier-fünf fahrer kennen, aber ich versuche es trotzdem mal mit einer kleinen Vorschau: Ich denke Andy Schleck hat gute Chancen auf den Toursieg.Contador hat den Giro gefahren und sein Team ist im Vergleich zu Schlecks Team sehr schwach besetzt.Das kann den Ausschlag geben.Contador und Andy Schleck sind die Topfavoriten.Die wird vermutlich niemand wirklich "ärgern" können.Ich würde mir ja wünschen, dass mal ein Fahrer wie Cadel Evans die Tour gewinnt.Auch deshalb weil der "Aussie" z.B. im Gegensatz zu Contador nicht die Berge "hochfliegt, als wäre es nichts, sondern man auch als Zuschauer sieht, wie sehr er sich quält.Mein Podium sieht A.Schleck vor Conador und Evans.Um die Plätze 4-5 werden dann Fahrer wie Leipheimer und Wiggins mitfahren.
Natürlich ist oder war Contador gedopt und es wäre der Tour gut angestanden, wenn man wenigstens seine Teilnahme einfach verboten hätte. Aber letztlich ist das auch egal, letztlich sind doch alle die vorne mitfahren gedopt, wenn man die ganzen Dopingnachweise, Geständnisse ehemaliger Sieger und Anschuldigungen von Fahrerkollegen zusammennimmt und betrachtet. Wäre doch wohzl allenfalls interessant, wer der beste gedopte Radfahrer ist, man sollte einfach Armstrong gegen Contador und Jan Ullrich fahren lassen, wäre ja doch wohl auch ein Spektakel. Und höchstköstlich ist ja dazu hin noch, dass ausgerechnet auch die ehemalige Dopingsünderin Claudia Pechstein in den Radsport wechselt.
Medien-Kritiker, 02.07.2011
3. Äh
Zitat von doc 123Natürlich ist oder war Contador gedopt und es wäre der Tour gut angestanden, wenn man wenigstens seine Teilnahme einfach verboten hätte. Aber letztlich ist das auch egal, letztlich sind doch alle die vorne mitfahren gedopt, wenn man die ganzen Dopingnachweise, Geständnisse ehemaliger Sieger und Anschuldigungen von Fahrerkollegen zusammennimmt und betrachtet. Wäre doch wohzl allenfalls interessant, wer der beste gedopte Radfahrer ist, man sollte einfach Armstrong gegen Contador und Jan Ullrich fahren lassen, wäre ja doch wohl auch ein Spektakel. Und höchstköstlich ist ja dazu hin noch, dass ausgerechnet auch die ehemalige Dopingsünderin Claudia Pechstein in den Radsport wechselt.
Auch Radrennfahrer haben Rechte.Und so lange noch kein Urteil gefällt wurde hat er als unschuldig zu gelten.Mich überrascht, dass er fahren darf, denn da gab es in der Vergangenheit schon andere Beispiele von Fahrern, die auf Grund von Indizien ausgeschlossen wurden, die geringer waren als bei Contador.Und angesischts der Tatsache, dass bei der Dopingbekämpfung die rechtsstaatlich eigentlich vollkommen unhaltbare Regelung der Beweislastumkehr gilt und der Fahrer bei Verdächtigungen seine Unschuld beweisen muss ist der Start von Contador wirklich überraschend.Ich denke auch, dass sein Start der Tour schadet, aber so lange es im Prinzip nur Deutschland so ist, wo mit em Finger auf die Radfahrer gezeigt wird, währed gleichzeitig Leue wie Usain Bolt oder Michael Phelps gefeiert werden (ist noch mehr Bigotterie überhaupt möglich?? )wird die Tour auch das überleben.Es ist nicht die Tour, sondern die deutsche Sportjournalie die sich lächerlich macht!! Klar hat der Radsport auch heute noch ein großes Dopingproblem, aber ich weiß nicht, ob das größer ist als z.B. in der Leichtahtletik, im Schwimmen oder auch im Fußbal... Ich hab´neulich einen interesanten Artikel gelesen, in dem die These aufgestellt wurde, dass Contador freigesprochen wird.Die Begründung war die, dass man den Fußball unter keinen Umständen "an die Wand nageln" wolle.Und neulich wurden bekantlich fünf mexikanische Nationalspieler positiv auf Clenbuterol getestet...
fussball11 02.07.2011
4.
Zitat von doc 123Natürlich ist oder war Contador gedopt und es wäre der Tour gut angestanden, wenn man wenigstens seine Teilnahme einfach verboten hätte. Aber letztlich ist das auch egal, letztlich sind doch alle die vorne mitfahren gedopt, wenn man die ganzen Dopingnachweise, Geständnisse ehemaliger Sieger und Anschuldigungen von Fahrerkollegen zusammennimmt und betrachtet. Wäre doch wohzl allenfalls interessant, wer der beste gedopte Radfahrer ist, man sollte einfach Armstrong gegen Contador und Jan Ullrich fahren lassen, wäre ja doch wohl auch ein Spektakel. Und höchstköstlich ist ja dazu hin noch, dass ausgerechnet auch die ehemalige Dopingsünderin Claudia Pechstein in den Radsport wechselt.
Ich nehme mal an das es ein satirischer Beitrag sein soll. Wenn alle Spitzenfahrer gedopt sind, wäre die Konsequenz das Doping bei Spitzenathleten nicht nachweisbar ist. Der Radsport hat die modernsten Test die der WADA zur Verfügung stehen und diese Test werden intensiv angewendet. Wäre es demnach unmöglich ist Sportler zu überführen, kann die Schlussfolgerung nur sein, das überall gedopt wird wo es sich lohnt. Wenn es sich aber lohnt zu dopen, dann lohnt es sich im Fußball - aus sportlichen wie finanziellen Gründen. Wenn ich mir dann vorstelle wer beim Fußball dopen könnte fällt mir immer dieses Bild ein: http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/554611/artikel_schweinsteiger_ich-weiss-dass-ich-fuehren-muss.html#omsearchresult Man vergleich beim oberen und unteren Bild die Veränderung von Kinn und Ohren, das könnte in einem Lehrbuch für Steroid Doping aufgeführt werden. Wer ein Leitwolf sein will muß auch die passenden Hormone haben.....
unifersahlscheni 02.07.2011
5. ...ganz kurz...
...war sogar ich von der Tour de France "angefixt"... ;---) ...als Jan Ullrich in jungen Jahren sich irgendwie an die Spitze kämpfte und täglich (freilich täglich) von der Tour live berichtet wurde... ...super schöne Gegenden in Frankreich, Sonne, kämpfende Sportler... ...aber als irgendwann mal klar wurde, dass eigentlich alle gedopt sind, war für mich die Idylle vorbei... ...und jetzt fährt sogar Contador wieder mit, egal, eh schon wieder wurscht, gleich kommt Brasilien : Norwegen da freu ich mich wirklich drauf...! ;---)
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