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Achilles' Ferse Richtig zum Runner's High

Jogger: Zweimal pro Woche reicht nichtZur Großansicht
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Jogger: Zweimal pro Woche reicht nicht

Einmal die Woche ein paar Runden drehen? Das reicht nicht, um sich nachhaltig zu verbessern - ist aber immer noch besser als nichts zu tun. Wer aber wirklich schneller werden will, muss mehrmals pro Woche aktiv sein, raten Achim Achilles und sein Team.

Liebe Experten,
ich habe gelesen, dass irgendein Sportwissenschaftler gesagt hat, dass man alle drei Tage Muskeln trainieren sollte. Bei länger dauernden Rhythmen hätte ein Muskeltraining ansonsten keinen Effekt. Stimmt das? Und bedeutet es fürs Laufen, dass man alle drei Tage seine Runden drehen sollte? Für eine Antwort wäre ich ihnen sehr dankbar.
Viele Grüße, Ulrich

Lieber Ulrich,
ich fürchte, zweimal die Woche reicht tatsächlich nicht. Detaillierte Trainingspläne gibt es hier.
Weitermachen, Achim

Hallo Ulrich,
die Wissenschaft spricht sogar von jedem zweiten Tag. Es geht hierbei um den Prozess des Trainingsreizes und seiner Wirkung, und dem Bemühen, seinen Körper in eine immer bessere Verfassung zu bekommen. Stelle dir das so vor: Du schiebst den Körper an, er reagiert und geht eine kleine Fitnessstufe nach oben. Also erfolgreiches Training, dein Körper wird effizienter, fitter. Auf dieser Stufe wartet er jetzt. "Hallo" ruft er, "was nun?" Und dort, auf dem etwas höheren Level, wartet er zwischen 18 und 48 Stunden (Wissenschaftler streiten noch). Wenn du ihm nicht spätestens jetzt einen neuen Trainings-Reiz gibst, steigt er wieder einen Tick nach unten. Ein Training, das zu spät kommt, erhält also bestenfalls die Form, steigert sie aber nicht. Wenn du also in längeren Abständen weiter machst, wirst du dich trotz Trainings in den Anfängerstatus zurück trainieren. Daher: Wenn du weiter willst, perfekt sportlich sein willst, ein Runner's High erleben willst, dann gib deinem besten Kumpel, deinem Körper, ein bisschen mehr Input. Vier Mal in der Woche wäre schon ganz gut. Weltspitze bedeutet: zwei- bis dreimal am Tag.
Liebe Grüße, Jens Karraß

Lieber Ulrich,
die Aussage dieses Sportwissenschaftlers wird sich vermutlich auf das Krafttraining beziehen. Und wahrscheinlich hat er recht damit, dass Trainingseffekte bei Trainingspausen von wesentlich mehr als drei Tagen geringer ausfallen. Allerdings wird derjenige, der einmal pro Woche Klimmzüge macht, immer noch besser trainiert sein als derjenige, der gar keine macht. Insofern möchte ich dir in jedem Fall zu deinem Training raten, auch wenn du vielleicht mal eine längere Pause einlegen musst. Bezüglich des Lauftrainings verfährt man üblicherweise anders als beim Krafttraining. Ideale Trainingsreize erreicht man hier, indem man die Belastung für zwei, drei oder vier Tage steigert, um am darauf folgenden Erholungstag einen Leistungszuwachs zu erzielen. Wer seltener als jeden dritten Tag trainiert, der wird natürlich Schwierigkeiten haben, seine Leistungsfähigkeit wie gewünscht zu steigern. Dennoch gilt auch hier: Derjenige, der einmal pro Woche läuft ist sicherlich fitter als derjenige, der gar nicht läuft. Insofern, schnüre auch weiterhin deine Laufschuhe wenn du mal nicht so viel Zeit zum Training hast.
Viele Grüße, Dr. Marquardt

Hallo Achim,
meine Freundin hatte vor drei Jahren eine Nierentransplantation. Wenn sie länger intensiv Sport treibt (circa acht Stunden pro Woche auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio) sind ihre Werte im Keller. Kennst du ähnliche Fälle? Wo findet man Infos oder gute Ärzte? Wir sind für jeden Hinweis dankbar!
Herzlichen Dank, lieben Gruß aus Wien, ultramardonna

Lieber Ultramardonna,
nach Durchführung einer Nierentransplantation muss das Immunsystem durch bestimmte Medikamente gebremst werden, damit das Organ nicht abgestoßen wird. Ein mäßiggradiges Sportprogramm ist immer in der Lage, das Immunsystem zu stabilisieren. Jedoch handelt es sich bei Patienten, deren Immunsystem durch Medikamente bewusst geschwächt wird, natürlich um einen Sonderfall. Ich möchte euch dringend raten, diese Probleme mit den ärztlichen Kollegen in der Transplantationsambulanz eurer Klinik zu besprechen. Jeder Hinweis zum Sportpensum deiner Freundin an dieser Stelle wäre grob fahrlässig. Ich bitte hier um dein Verständnis.
Viele Grüße sendet Dr. Marquardt

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insgesamt 2 Beiträge
hambürger 03.12.2010
Kranke Einstellung, sich immer verbessern zu wollen. Klingt wie Wirtschaft und deren Götze Wachstum. Ich habe nicht das Geringste Interesse, mich mit meinen 45 Wochenkilometern konsequent bei jedem Wind und Wetter noch [...]
Zitat von sysopEinmal die Woche ein paar Runden drehen? Das reicht nicht, um sich nachhaltig zu verbessern - ist aber immer noch besser als nichts zu tun. Wer*aber wirklich schneller werden will, muss mehrmals pro Woche aktiv sein, raten*Achim Achilles und sein Team. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,728124,00.html
Kranke Einstellung, sich immer verbessern zu wollen. Klingt wie Wirtschaft und deren Götze Wachstum. Ich habe nicht das Geringste Interesse, mich mit meinen 45 Wochenkilometern konsequent bei jedem Wind und Wetter noch "verbessern" zu wollen. Was soll ich verbessern? Länger, schneller, weiter? Und warum? Will ich irgendeinen Rekord knacken? Wenn ich was will, dann auf dem Level noch zwanzig, dreißig Jahre exakt so zu laufen. Was mir hier bei Achilles auf den Keks geht, ist der penetrante ideologische Gedanke, dass Laufen sich Quälen oder sich zu etwas Zwingen bedeutet. Laufen kann und soll einfach nur Spaß machen - und sonst kaum was. Und Runner's High hat ohnehin nichts mit schneller Werden zu tun.
Königstiger87 03.12.2010
Mehr als zweimal pro Woche Alkohol spricht man von Sucht, aber mehrmals am Tag trainieren soll keine sein? Es gibt auch die Sportsucht. Wer zu oft trainiert schadet sich selbst.
Mehr als zweimal pro Woche Alkohol spricht man von Sucht, aber mehrmals am Tag trainieren soll keine sein? Es gibt auch die Sportsucht. Wer zu oft trainiert schadet sich selbst.
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Sportarzt Marquardt
Kollmer
Dr. Matthias Marquardt war früher Triathlet und beschäftigte sich nach hartnäckigen Verletzungen ausführlich mit der Frage nach der besten Lauftechnik. Das von ihm entwickelte Konzept des "natural running" gibt der Spezialist für Bewegungsanalyse inzwischen an zahlreiche Sportler weiter. Läufern ist Marquardt vor allem bekannt als Autor der "Laufbibel".
Laufcoach Karraß
Über 10.000 Meter war Jens Karraß einst Deutscher Meister, Bestzeit 27:53 Minuten. Heute bietet der 38-Jährige mit seiner Firma jk running Lauf- und Fitness-Coaching. Unter anderem läuft die Spitzenpolitikerin Brigitte Zypries regelmäßig mit ihm.

www.achim-achilles.de
Seit einigen Jahren schreibt er seine Kolumnen, jetzt geht Kultläufer Achim Achilles online - mit seiner Web-Seite www.Achim-Achilles.de. Das Portal bietet den Millionen Läufern hierzulande Infos, Tipps und Spaß - für Einsteiger wie Laufprofis. Die lebendige Läufer-Community tauscht letzte Weisheiten aus, ein halbes Dutzend Experten berät kostenlos. Immer nach dem Motto des Bestseller-Autors Achilles: "Laufen, leiden, lachen, leben".
Freundschaft mit Achim
berlin-bits.de
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