Liebe Experten,
ich trainiere meistens nach dem Abendessen, mache kleine Läufchen zwischen 30 bis 40 Minuten. Ich esse gerne große Portionen, am liebsten Nudeln oder Kartoffeln. Als ich einem Freund neulich von meinen Speise- und Trainingsgewohnheiten erzählte, meinte dieser, mein Verhalten sei ungesund und ich solle lieber mit leerem Magen laufen gehen. Stimmt das? Und wenn ja, warum ist das so - ich habe nämlich eigentlich keinerlei Schwierigkeiten während und nach dem Training.
Danke vorab für eine Antwort, Mischa
Lieber Mischa,
große Portionen sind der Hit.
Solidarischen Vielfraß-Gruß,
Achim
Lieber Mischa,
der Körper braucht unterschiedliches Training, damit er jung und vital bleibt. In deine kleinen Läufchen solltest du deshalb zweimal pro Woche mehrere Sprints über 20 bis 30 Sekunden einstreuen. Früher hat man große Portionen an Nudeln oder Kartoffeln empfohlen. Das ist out, weil es unnötig dick und langsam macht. Meinen Spitzensportlern empfehle ich die Ernährung nach der "Lauf-Diät" umzustellen: moderate Kohlenhydrataufnahme morgens und mittags, abends sollten die Mahlzeiten kohlenhydratarm sein und dafür deutlich mehr Eiweiß und aktivierende Fettsäuren enthalten. Für eine hohe Leistungsfähigkeit sollte generell viel Gemüse und Salat sowie viele Nüsse, Gewürze und Kräuter gegessen werden. Nicht zu knapp ausfallen sollte die
Aufnahme von dunkler Schokolade.
Viel Erfolg, Dr. Wolfgang Feil
Lieber Achim, liebes Achilles-Team,
ich habe seit vier Wochen ein Problem, das sich vielleicht mit dem Wort "Wollsockensyndrom" umschreiben lässt. Wer selbstgestrickte Socken getragen hat, weiß, was ich meine: diese Wollknubbel, die sich nach einer gewissen Zeit unter der Fußsohle bilden. Ich habe den Eindruck, ich würde auf einem solchen Knubbel laufen. Irgendwo am Ballen unter der rechten Fußsohle zwischen den beiden großen Zehen. Mal scheint es mehr zu sein, eine Art Schwellung, mal ist es kaum zu merken. Eine Verhärtung ist nicht zu spüren, eher eine weiche, völlig schmerzlose Schwellung. Ich habe zuerst an eine geplatzte Ader gedacht, aber man sieht keine Verfärbung. Was kann das sein? Im Sommer laufe ich mit drei Mal Training die zehn Kilometer zwischen 43 und 47 Minuten, im Winter habe ich fast nichts gemacht. Trotzdem kommen jenseits der 40 offenbar die ersten Zipperlein. Muss ich mir jetzt Gedanken um die Laufsaison machen?
Freundlicher Gruß, Markus
Lieber Markus,
dein Fußpilz von Champignon-Größe muss dir nicht peinlich sein. Echt nicht. Einfach die Laufschuhe eine Nummer größer nehmen.
Gute Besserung, Achim
Lieber Markus,
verdammt, schick uns bitte ein Foto von deinem rechten Fuß. Deine Frage klingt so, als hättest du zwei Großzehen daran. Das müssen wir hier unbedingt posten. Ich rätsele etwas bezüglich des Wollsockenproblems: Könnten es Spreizfußbeschwerden sein, die unter der Fußsohle zu einer Hornhautschwiele geführt haben? Ist das der Knubbel, den du spürst? Tut denn der Vorfuß bei Belastung weh? Dies würde das ganze noch wahrscheinlicher machen. Weiter komme ich aber beim Wollsockensyndrom nicht. Und da es sich somit formal um eine unklare Schwellung Deines Vorfußes handelt, muss da mal ein echter Doc draufschauen, und kein virtueller. Vielleicht setzt du uns dann in Kenntnis, was er diagnostiziert hat.
Grüße sendet Dr. Matthias Marquardt
Hallo Achim-Achilles-Team!
Vor kurzer Zeit habe ich mir leichte Gewichte zum Laufen zugelegt, jeweils 500 Gramm für Fuß- und Handgelenke. Danach bin ich nach kurzer Recherche im Internet auf viele unterschiedliche Aussagen zum Schaden und Nutzen von Gewichten gestoßen. Ich möchte im Sommer meinen ersten Triathlon absolvieren und laufe derzeit zwei bis drei mal pro Woche, plus Schwimmen und Radeln. Für welches Trainingsziel ist der Einsatz von Gewichten plausibel? Ist es generell überhaupt ratsam, mit zusätzlichem Gewicht zu laufen oder werden dabei nur die Gelenke zerstört?
Danke und weiter so! David K.
Lieber David,
Gewichte zum Laufen sind ja wohl die letzte Schlappschwanz-Nummer. Neulich habe ich einen älteren Herrn im Wald gesehen, der einen Autoreifen im Geschirr hinter sich herschleifte. Das ist Training. Gewichte wirken wenn überhaupt beim Schwimmen, aber nicht unter 15 Kilogramm pro Unterarm. Nach paar Wochen bist du dann so hart wie die Jungs
in diesem Video.
Viel Spaß,Achim
Lieber David,
ganz einfach: Lass die Gewichte weg. Laufe gut, betont, hebe die Füße und drück dich gut ab. Fliege, lande, hebe ab. Ping, peng, pong. Immer wieder, jede Sekunde drei bis vier Mal. Und genieß deine kräftige Leichtigkeit. Kein Profiläufer hängt sich Gewichte an die Füße oder trägt sie beim Training in den Händen. Es wird gelaufen, und Krafttraining wird extra gemacht. Das Laufen soll frei und kraftvoll passieren, der Laufstil darf dabei nicht durch Gewichte gehemmt werden.
Liebe Grüße, Jens Karraß
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