European Championship Superstar Peaty schwimmt Weltrekord - und keiner bekommt es mit

Der britische Schwimmstar ließ bei der EM in Glasgow wieder die Muskeln spielen und schlug seinen eigenen Weltrekord im Brustschwimmen um 13 Hundertstel. Davon war aber erst mal gar nicht die Rede.

Adam Peaty
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Adam Peaty


Schwimmstar Adam Peaty hat bei den European Championships in Glasgow einen neuen Rekord über die hundert Meter im Brustschwimmen aufgestellt. 57,00 Sekunden nach dem Start schlug der Brite bei seiner Heim-EM an, dreizehn Hundertstel schneller als beim alten Weltrekord. Den hatte Peaty 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro aufgestellt.

Peaty selbst habe nicht mit einem Weltrekord gerechnet: "Ich brauchte ein paar Momente um es zu realisieren, aber dann war es ein tolles Gefühl", sagte der 23-jährige alte und neue Europameister. Mit der neuen Rekordzeit verwies er seinen Landsmann James Wilby und den Russen Anton Chupkov auf die Plätze zwei und drei.

Im Glasgower Tollcross International Swimming Centre war von einem Weltrekord aber erst mal keine Rede: Während des Rennens wurde im Fernsehen lediglich die Linie für den Europarekord eingeblendet und auch nach dem Rennen wurde in der Halle nur auf den europäischen Rekord verwiesen. Erst bei der Siegerehrung wurde der Weltrekord verkündet.

Das einzige kleine Manko aus Peatys Sicht: Die 56-Sekunden-Schallmauer bleibt bestehen. "No way" sagte er beim Blick auf die Anzeigetafel im Hinblick auf die verpassten 56,99 Sekunden. Im Vorfeld der EM hatte der SPIEGEL den aktuellen Superstar des Schwimmens getroffen und auf ein zeitliches Limit für die hundert Meter Brust angesprochen. "Ja. Ich denke, 56 tief, 56 Mitte, das ist menschenmöglich", sagte Peaty. Den nächste Schritt dorthin ist er in Glasgow gegangen.

hba



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