Tennis in Rom Djokovic schlägt Thiem in 59 Minuten

Was für ein Auftritt von Novak Djokovic: Zuletzt war der Serbe in der Krise, im Halbfinale von Rom ließ er Dominic Thiem keine Chance. Im Endspiel trifft Djokovic auf Alexander Zverev, der ein Debüt feiert.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic hat sich im Halbfinale beim Masters in Rom in Top-Form präsentiert. In nur 59 Minuten besiegte er den Österreicher Dominic Thiem 6:1, 6:0. Im Finale trifft der Weltranglistenzweite auf den Deutschen Alexander Zverev, der John Isner 6:4, 6:7 (5:7) und 6:1 besiegte.

Das Match zwischen Djokovic und Thiem begann furios. Die ersten Ballwechsel deuteten an, dass es ein hochklassiges Duell werden könnte. Schnell stellte sich dann aber heraus, dass Thiem an diesem Tag keine Chance gegen den Serben haben sollte. Djokovic, bereits viermaliger Sieger von Rom, nahm seinem Gegner die ersten beiden Aufschlagspiele ab und erhöhte dann bei eigenem Service auf 5:0. Anschließend gewann Thiem sein einziges Spiel des Tages. Nach nur 27 Minuten sicherte sich Djokovic mit einem Netzangriff den ersten Satz.

Thiem hatte sich auf Sand zuletzt formstark gezeigt, aber auch im zweiten Durchgang blieb er klar unterlegen. Djokovic zeigte auch dann eine herausragende Leistung, Thiem kam zu keinem einzigen Spielgewinn mehr. Kurz bevor eine Stunde abgelaufen war, nutzte der Serbe seinen ersten Matchball zum Finaleinzug. Im bisherigen Turnierverlauf hat Djokovic noch keinen Satz abgegeben.

Zverev steht erstmals in einem Masters-Finale

Auch Zverev zeigte eine starke Leistung. Gegen Isner benötigte der 20-Jährige aber immerhin drei Sätze zum Sieg. Die beiden Kontrahenten standen sich in Rom zum insgesamt dritten Mal gegenüber, auch die anderen beiden Aufeinandertreffen gab es bei einem Masters. 2016 in Shanghai hatte der Zverev glatt in zwei Sätzen gesiegt, in diesem Jahr in Miami war es über drei Tiebreaks gegangen, erneut mit dem besseren Ende für Zverev.

In Rom gab Zverev im ersten Satz bei eigenem Aufschlag lediglich zwei Punkte ab und verwandelte den ersten Satzball. Nach einem Duell ohne Breaks ging es in Durchgang zwei in den Tiebreak, in dem Isner bei einer 5:0-Führung schon wie der sichere Sieger aussah. Doch Zverev kämpfte sich auf 5:6 heran, ehe der US-Amerikaner bei eigenem Aufschlag doch den ersten Satzball nutzte.

Im entscheidenden dritten Satz gelang Zverev das frühe Break zum 2:0, als er einen wuchtigen Rückhand-Return knapp an die Linie setzte. Bei einer 3:1-Führung ließ er sich auch von drei Breakpunkten Isners nicht aus dem Konzept bringen, wehrte diese ab und machte schließlich das 4:1. Als er seinem Gegner anschließend zum zweiten Mal das Service abnahm, war die Partie entschieden. Zverev verwandelte nach 1:57 Stunden seinen dritten Matchball.

Damit ist er der erste deutsche Masters-Finalist seit Nicolas Kiefer 2008. Der ehemalige Weltranglistenvierte unterlag damals Rafael Nadal 3:6, 2:6. Zugleich ist Zverev der jüngste Finalist eines Masters-Turniers seit zehn Jahren, 2007 war Djokovic noch ein Jahr jünger.

aev/bam/sid



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