Sieg gegen die USA Neuseeland gewinnt den America's Cup

Herausforderer Neuseeland hat die USA deklassiert und den 35. America's Cup gewonnen. Titelverteidiger Oracle war im entscheidenden Rennen chancenlos. Der Sieger bestimmt die Regeln der nächsten Auflage.

AFP

Zum dritten Mal in der 166-jährigen Geschichte des America's Cup geht der älteste Sportpokal der Welt nach Neuseeland. Bei der 35. Auflage der traditionsreichen Regatta besiegte das Emirates-Team um Olympiasieger Peter Burling Titelverteidiger Oracle Team USA im "Großen Sund" von Bermuda 7:1. Mit einem Alter von 26 Jahren ist Burling der jüngste Steuermann, der je den America's Cup gewonnen hat.

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America's Cup 2017: Triumph des Foilens

Dank ihrer innovativen Velotechnologie, bei der die für Manöver benötigte Hydraulik durch Fahrradergometer und nicht durch die klassischen Handkurbeln angetrieben wird, war die neuseeländische "Aotearoa" auch am fünften Finaltag das deutlich schnellere Boot. Oracle-Skipper Jimmy Spithill, der den America's Cup 2010 und 2013 für die USA gewonnen hatte, gewann im letztlich entscheidenden neunten Rennen zwar den Start, musste Burling aber schon vor der zweiten Zwischenzeitnahme passieren lassen.

In der Folge baute das neuseeländische Team die Führung bis zur letzten Wende konstant aus und brachte einen weiteren ungefährdeten Sieg ins Ziel. Die Herausforderer hatten schon die ersten beiden Finaltage dominiert. Nach einem Erfolg im sechsten Rennen witterte Oracle seine Chance. Doch mit einem beeindruckenden Manöver am vierten Finaltag sorgte Burling für die Vorentscheidung.

Durch den Erfolg sicherten sich die Neuseeländer nicht nur die "Auld Mug" genannte Trophäe. Sie haben als Ausrichter der nächsten Auflage auch das Recht, den Termin, den Ort und das Reglement festzulegen. Diese weitreichenden Kompetenzen kommen dem Titelverteidiger laut der Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1851 zu.

Möglicherweise entscheidet das traditionsbewusste Team Neuseeland, dass beim 36. America's Cup Nationalmannschaften gegeneinander antreten müssen. Dann dürfte der Australier Spithill nicht mehr als Skipper für das US-Team Oracle am Steuer sitzen.

mmm/dpa

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justj 27.06.2017
1. Foils =! Schienen
Liebes Spiegel-Online Team, ich finde es super, wenn mehr über den Segelsport berichtet wird, vielen Dank dafür. Die Bildunterschrift, in der die Foils als Schienen bezeichnet werden ist aber leider falsch. Es handelt sich eher um Flügel oder Tragflächen aber definitiv nicht um Schienen.
WasserTrinker 27.06.2017
2.
Schau an, man hat den Fehler bemerkt. :) Anfangs stand da am Ende noch ein Satz mit einem Team aus lauter Neuseeländern auf den Bermudas. Ashby ist nämlich Australier.
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