America's Cup: Alinghi verliert gegen BMW Oracle

Erste Niederlage bereits vor dem Startschuss: Titelverteidiger Alinghi hat im Vorfeld des America's Cup gegen Herausforderer BMW Oracle Racing eine Pleite kassiert - vor Gericht. Das Urteil macht die Austragung des Segelwettbewerbs 2009 wieder möglich.

Hamburg - Das US-Segelteam BMW Oracle Racing hat den Rechtsstreit gegen America's Cup-Sieger Alinghi vor dem Obersten Gerichtshof in New York gewonnen. Dies bestätigten am späten Abend beide Streitparteien in offiziellen Statements. Team Germanys Sportdirektor Jochen Schümann sagte: "Ich bin überrascht, doch wir hoffen, dass dieses Urteil dazu beiträgt, wieder Klarheit und Sicherheit in den Cup zu bringen."

Schweizer Alinghi: Niederlage an Land
AFP

Schweizer Alinghi: Niederlage an Land

Mit seinem Urteil bestätigte Richter Herman Cahn vom New York Supreme Court das US-Team als offiziellen "Challenger of Record" und damit als einzig rechtmäßigen Verhandlungspartner Alinghis bei der Gestaltung des 33. Americas Cup. Gleichzeitig wurde der bis heute amtierende spanische "Challenger of Record", der Club Nautico Español de Vela (CNEV), für illegal erklärt. Damit sind alle bislang veröffentlichten Pläne für den kommenden Americas Cup ungültig.

Zuvor war eine außergerichtliche Einigung gescheitert, nachdem beide Parteien die Angebote der Gegenseite abgelehnt hatten. BMW Oracle hatte insgesamt fünf Änderungen gefordert, insbesondere sollten ab dem 1. März 2009 Tests mit zwei Booten erlaubt sein.

Entgegen der allgemeinen Erwartung, es würde nun im kommenden Sommer automatisch vor Valencia zum Duell zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing kommen, überraschten die Amerikaner umgehend mit einlenkenden Vorschlägen. BMW Oracle Racings Skipper und CEO Russell Coutts sagte: "Wir würden gerne eine konventionelle Cup-Regatta vor Valencia sehen und planen, schnellstmöglich Alinghi zu treffen, um eine einvernehmliche Regelung zu erzielen."

In der Pressemitteilung von BMW Oracle Racings herausforderndem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heißt es in der Aufzählung möglicher Konsequenzen des Urteils unter Punkt eins: "Wir werden versuchen, einvernehmliche Regeln mit allen Wettbewerbern zu finden (...) und im Jahr 2009 eine konventionelle Cup-Regatta in Valencia zu segeln." Damit könnte es nach der erst in der vergangenen Woche angekündigten Verschiebung der Regatta auf 2010 oder sogar 2011 doch noch zu einem Happy End für alle Beteiligten und der Austragung des 33. Americas Cup in eineinhalb Jahren kommen.

Für Team Germany wären das optimale Nachrichten, denn Schümanns Mannschaft ist im zweiten Anlauf unter schwarz-rot-goldener Flagge schnell gestartet und könnte diesen Vorteil in einen Erfolg ummünzen.

fpf/dpa/sid

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