+++ America's Cup live +++ So läuft Tag zwei zwischen den USA und Neuseeland

Herausforderer Neuseeland dominiert auch am zweiten Finaltag beim 35. America's Cup und führt 2:0. Kann Team Oracle im vierten Match zurückschlagen? Verfolgen Sie die Rennen im High-Liveticker.


Das soll es für heute gewesen sein. Team Neuseeland nimmt eine 3:0-Führung mit in die Pause. Am kommenden Samstag (24. Juni) geht es mit den nächsten Rennen weiter. Wir melden uns dann natürlich wieder ab 19.00 Uhr mit dem #sponHLT. Für heute bedanke ich mich für Ihr Interesse und die Aufmerksamkeit und wünsche einen schönen Sonntagabend!
Die neuseeländische Delegation hat allen Grund zum Feiern. Bislang sind Peter Burling und seine Crew nicht zu stoppen. (Foto: AP)
 
Die Zahlen ähneln sich. Auch im vierten Rennen war Team Neuseeland im Schnitt deutlich schneller. Oracle hat es zwar geschafft, diesmal keinen Umweg zu fahren, sondern sogar weniger Strecke zurückgelegt als der Herausforderer. Aber geholfen hat es nicht. Auch das muss frustrierend sein. (Quelle: americascup.com)
 
"Wir kennen diese Situation und wissen, was wir zu tun haben", sagt Spithill. "Und jeder andere weiß ja auch, wie wir nach einer Pause zurückkommen können." Hat er wirklich eine Idee, wie er die Lücke zum neuseeländischen Boot schließen kann, oder will er sich und seinem Team damit nur Mut zusprechen?
Auf der anderen Seite ist Spithill als Tüftler und cleverer Taktiker bekannt. Vielleicht findet ihm im Laufe der Woche ja doch einen Weg, die enormen Geschwindigkeitsunterschiede wettzumachen. Am nächsten Wochenende wissen wir mehr.
2013 haben Jimmy Spithill und Oracle zwar einen 1:8-Rückstand noch gedreht, da waren sie aber auch nicht so haushoch unterlegen, wie das bislang in diesem Jahr der Fall ist. Nach zwei Tagen und vier Rennen ist nicht ersichtlich, wie es für das US-Team zur erneuten Titelverteidigung reichen soll.
Mit 1:12 Minuten Vorsprung gewinnt Team Neuseeland auch das vierte Finalrennen und führt nach den ersten beiden Tagen 3:0. Wenn im Laufe der kommenden sechs Tage nichts Gravierendes passiert, werden die Kiwis den 35. America's Cup gewinnen.
Während Team Oracle noch an Gate 6 ist, fliegen die Neuseeländer schon über die Ziellinie. Was für eine Tracht Prügel für Spithill und die Amerikaner!
An Gate 5 hat Team Oracle schon wieder über 40 Sekunden Rückstand. Burling und seine Neuseeländer segeln in einer anderen Liga als der Titelverteidiger.
Mit gut 25 Knoten ist Team Oracle jetzt genauso schnell wie Herausforderer Neuseeland. Bei 500 Metern Rückstand hilft das aber natürlich nichts. Für eine Aufholjagd in diesem Rennen ist es schon zu spät. Wenn Peter Burling nicht kentert, wird er den Vorsprung auf 3:0 ausbauen.
Eng wird es heute nur dann, wenn Team Neuseeland schon gewendet hat und Titelverteidiger Oracle danach wieder entgegenkommt. (Foto: AP)
 
Besonders deprimierend dürfte für Spithill sein, dass er keine großen Fehler macht und trotzdem absolut deklassiert wird. Bis zu den nächsten Rennen bleibt zwar fast eine Woche Zeit, aber bis dahin kann Team Oracle natürlich nicht mal schnell ein neues Boot bauen, das konkurrenzfähig wäre.
Schon an Gate 3 haben Jimmy Spithill und sein Team über 30 Sekunden Rückstand. Fast sieht es so aus, als würde Team Oracle im Vergleich mit den Kiwis rückwärts segeln.
Team Neuseeland hat schon wieder einen Vorsprung von knapp 400 Metern herausgefahren. Peter Burling schaut sich ungläubig um und könnte schon Schwierigkeiten haben, Team Oracle am Horizont zu entdecken.
Ob Friedrich Nietzsche den America's Cup mochte? Zu seinen Lebzeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dominierten die Amerikaner und fuhren einen Sieg nach dem anderen ein. Genau andersrum läuft es bei der 35. Ausgabe. Die Neuseeländer fliegen wieder davon. Was das mit Nietzsche zu tun hat? Es wirkt ein bisschen wie die ewige Wiederkehr des Gleichen
Wie schon gestern haben die Neuseeländer vor dem zweiten Match des Tages ausgewechselt. Joe Sullivan ersetzt Radprofi Simon Van Velthooven. Bei Oracle bleibt alles beim Altem. Frei nach dem Motto: Never change a losing team. (Quelle: americascup.com)
 
Wieder erwischt Burling den besseren Start. Team Neuseeland setzt sich sofort ab.
Die Vorstartphase für das vierte Rennen hat begonnen. Kann Jimmy Spithill diesmal seine Erfahrung ausspielen und zumindest den Start gewinnen?
Die Zahlen zum dritten Rennen: Im Grunde ist alles wie gestern. Wieder hat Herausforderer Neuseeland die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, wieder musste Team Oracle den deutlich weiteren Weg segeln. (Quelle: americascup.com)
 
Die Fotos sind von der Pressekonferenz gestern, die Gesichtsausdrücke dürften heute aber dieselben sein: Peter Burling (links) hat gut lachen, Jimmy Spithill (rechts) dagegen viel, worüber er nachdenken muss. (Fotos: AFP)
 
Natürlich lässt sich Team Neuseeland den dritten Sieg im dritten Rennen nicht mehr nehmen und kommt mit 49 Sekunden (!) Vorsprung ins Ziel. Peter Burling und seine Kiwis führen 2:0.
Jimmy Spithill ist hörbar frustriert und schimpft wie ein Rohrspatz - wohl gemerkt ein sehr schlecht erzogener Rohrspatz. 
Team Neuseeland wendet mit großem Vorsprung an Gate 5. Spithill will das nutzen und segelt auf dem Weg zur Wende frontal auf Burling zu. Oracle hat in diesem Fall Vorfahrt und legt prompt Protest ein, aber die Rennleitung entscheidet umgehend, dass es keine Strafe gibt. Die Kiwis haben inzwischen über 40 Sekunden Vorsprung.
Team Neuseeland kann den Vorsprung auf der nächsten Kreuz stabil halten. Burling ist auf dem besten Weg zu seinem dritten Sieg in Folge.
On board "ghost bike" during race three ... #americascup t.co/KEGBOvkHml
Allein auf weiter Flur vor der Küste Bermudas: Peter Burling segelt mit seinem Team Neuseeland davon. (Foto: AFP)
 
Bislang zeigen Burling und seine Kiwis ein fehlerfreies Rennen. An Gate 3 hat Team Neuseeland ihren Vorsprung auf 32 Sekunden ausgebaut. Das entspricht über 300 Metern. Diesen Rückstand wird Oracle im Normalfall nicht mehr aufholen.
Auf der Kreuz hat Team Neuseeland rund 100 Meter Vorsprung. Beide Teams sind in diesem Rennen noch bei 100 Prozent "Fly Time", haben mit den Rümpfen also noch nicht aufgesetzt. Gesegelt wird nur auf den Foils, auf denen die Hochgeschwindigkeits-Katamarane vom Typ ACC über das Wasser gleiten.
An Gate 2 hat Team Neuseeland nur vier Sekunden Vorsprung und fährt eine sehr enge Wende. Wieder mal ein tolles Manöver von Peter Burling! Oracle hat leichte Schwierigkeiten und fällt zurück.
#AmericasCup Race 3 starting. Bettet start and close race so far for USA. Higher wind speeds may help USA.
Erneut gewinnt Burling den Start, aber Spithill und Oravle sind mit über 40 Knoten deutlich schneller unterwegs als gestern und haben auch mehr Tempo als die Kiwis. Das haben wir gestern so nicht gesehen.
Die Vorstartphase läuft. Burling hat mit Team Neuseeland die Lee-Position, Team Oracle hat die bessere Geschwindigkeit, aber den weiteren Weg.
Das sind die Aufstellungen für Match 3. Beide Teams beginnen genau wie gestern im ersten Rennen. Bei Neuseeland ist also auch Bahnradprofi Simon Van Velthooven wieder mit an Bord und tritt in die Pedale, während die Grinder der USA klassisch kurbeln. (Quelle: americascup.com)
 

Bermuda is the home of the 2017 America's Cup

Bevor es gleich losgeht, werfen wir einen schnellen Blick auf das Segelrevier. Der Große Sund der Bermuda-Inseln ist durch wechselnde Winde sehr anspruchsvoll. Heute sind die äußeren Bedingungen nahezu perfekt. 27 Grad bei aktuell 9,4 Knoten Wind. (Quelle: americascup.com)
 
Die Neuseeländer haben klar gemacht, dass sie sich von den ersten Erfolgen gestern natürlich nicht blenden lassen. "Wir werden schauen, was wir verbessern müssen, weil wir alle wissen, dass Jimmy (Spithill) nicht aufgeben wird. Deswegen müssen wir uns weiterentwickeln", sagte Skipper Peter Burling.
Team Neuseeland wäre dann langsam so weit. Im Wasser ist das Boot schon mal. (Quelle: Instagram; @cbeeney)
 
Für Jimmy Spithill müssen die ersten beiden Niederlagen schmerzhaft gewesen sein. Der Spitzname des Oracle-Skippers lautet "Pitbull". Gestern wirkte er eher wie eine Kreuzung aus einem behäbigen, gutmütigen Bernhardiner und einem handzahmen Dackel. Chancenlos hinterher zu fahren kann dem zweimaligen America's Cup Champion nicht gefallen. Zumal er mit einem dritten Titel in Serie zu den erfolgreichsten Skippern in der langen und glorreichen Geschichte der traditionsreichsten Regatta der Welt aufschließen könnte. Charlie Barr war 1899, 1901 und 1903 dreimal in Folge für die USA erfolgreich; Dennis Conner gewann den America's Cup als Skipper 1980, 1987 und 1988 - ging aber auch als der Amerikaner in die Cup-Historie ein, der 1983 die erste US-Niederlage hinnehmen musste; und Russel Coutts holte drei seiner insgesamt fünf Siege als Skipper: 1995 und 2000 für Neuseeland und 2003 mit der Schweizer Alinghi.
So eng ging es am ersten Finaltag nur selten zu. Meist war Team Neuseeland schlicht zu schnell für Titelverteidiger Oracle. (Foto: DPA)
 
Day One: On board with @EmiratesTeamNZ ! Check out the 360 as @peteburling plays cat & mouse during the pre start >> t.co/NEALD7Amz0
Auch in den Vorstartphasen, die Team Neuseeland in den Playoffs noch regelmäßig verschlafen hatte, war Burling gestern hellwach, erzwang so im ersten Rennen einen Fehlstart und setzte sich im zweiten Durchgang gleich zu Beginn ab.
Wie gestern bereits erwähnt, hieß der Skipper der Neuseeländer 2013 aber noch nicht Peter Burling. Der insgesamt siebenfache Weltmeister (in verschiedenen Bootsklassen) und Olympiasieger von Rio de Janeiro 2016 (in der 49er Klasse) zeigte am ersten Finaltag eine sehr starke Leistung und bewies in der entscheidenden Phase des zweiten Rennens seinen Matchrace-Qualität, als er einen Überholversuch von Team Oracle mit einem riskanten Manöver abwehrte. 
Die knappe Führung für Team Neuseeland hat natürlich noch gar nichts zu bedeuten. Spätestens seit dem 34. America's Cup 2013 weiß die Welt, wozu Oracle und Spithill in der Lage sind. Zur Erinnerung: Damals drehte das US-Boot einen 1:8-Rückstand gegen Neuseeland und gewann die Regatta am Ende 9:8. Damit schaffte es Team Oracle in unsere "Hall Of Fame" der größten Aufholjagden der Sportgeschichte
Falls Sie die Rennen gestern nicht mitverfolgen konnten, können Sie hier nochmal nachlesen, was bisher geschah:

America's Cup 2017: Neuseeland fliegt Oracle am ersten Tag davon - SPIEGEL ONLINE - Sport

SPIEGEL ONLINETeam Neuseeland hat den ersten Tag des 35. America's Cup dominiert. Skipper Peter Burling steuerte sein Boot zu zwei Siegen gegen Titelverteidiger Oracle. Trotzdem führen die Neuseeländer nur 1:0.
"Wir hatten viele Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt", sagte ein sichtlich frustrierter Oracle-Skipper Jimmy Spithill nach den beiden Auftaktniederlagen im 35. America's Cup gegen Team Neuseeland. Was Spithill verschwieg: Das US-amerikanische Boot war deutlich langsamer als das der Kiwis. Insofern ist der 0:1-Rückstand für den Titelverteidiger nur folgerichtig. Welche Schlüsse haben beide Teams aus den ersten Rennen gezogen? Wir werden es heute sehen. Hallo und herzlich Willkommen zum zweiten Finaltag vor der Küste Bermudas!


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