Tennis Petkovic macht weiter

Das lange Zögern ist vorbei: Die Deutsche Andrea Petkovic wird auch in Zukunft auf den Tennisplätzen stehen und der gelben Filzkugel nachjagen. Zuletzt hatte sie intensiv über ein mögliches Ende ihrer Karriere nachgedacht.

Tennisprofi Petkovic: Auch im kommenden Jahr auf dem Platz
AP/dpa

Tennisprofi Petkovic: Auch im kommenden Jahr auf dem Platz


Andrea Petkovic wird ihre Tennis-Karriere auch im kommenden Jahr fortsetzen. "Ich werde noch weiterspielen", sagte Petkovic am Samstagabend dem ZDF. Nach einer schweren Saison mit Verletzungen, Erstrundenniederlagen und privaten Problemen hatte die Weltranglisten-24. zwischenzeitlich über ein Ende ihrer Laufbahn nachgedacht.

"Ich muss wirklich herausfinden, ob ich weiterspielen will", hatte Petkovic zuletzt nach einer 0:6, 0:6-Niederlage gegen die Spanierin Carla Suárez Navarro bei der WTA Elite Trophy in Zhuhai gesagt. Sie habe "irgendwie die Leidenschaft fürs Tennis verloren". Jede Niederlage sei "bedeutungsschwanger" gewesen. "Ich hatte mich selbst in das Loch hineinmanövriert", sagte die 28-Jährige nun dem ZDF.

Doch nach einem Abstecher nach New York, bei dem sich Petkovic viele Gedanken machte, entschied sich die ehemalige Top-Ten-Spielerin dazu, auch 2016 auf der Tennis-Tour dabei zu sein. "Ich hatte keinen Spaß mehr, habe alles zu ernst genommen", sagte sie in dem Interview im "Aktuellen Sportstudio": "Ich hatte vergessen, dass ich den Sport ja liebe."

Eines der großen Ziele für das neue Jahr sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. "Rio war schon ein übergeordnetes Ziel. Da bin ich schon ein bisschen aufgeregt. Da freue ich mich schon wie ein kleines Kind", sagte Petkovic. Die Sommerspiele 2012 in London hatte sie wegen eines Bänderrisses verpasst.

Nach übereinstimmenden Medienberichten wird Petkovic in der Vorbereitung mit Jan de Witt als neuem Trainer zusammenarbeiten. Von Dienstag an bereitet sie sich im ostwestfälischen Halle auf die neue Saison vor. "Wir werden jetzt drei Wochen miteinander arbeiten, prüfen, ob es passt, und dann entscheiden, ob und wie es weitergeht", sagte de Witt der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen".

bka/dpa



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