Allergischer Schock nach Insektenstich Ex-Radprofi Andreas Kappes gestorben

Der frühere Radprofi Andreas Kappes ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Grund ist ein allergischer Schock.

Andreas Kappes
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Andreas Kappes


Der ehemalige Radprofi Andreas Kappes ist in der Nacht zu Dienstag verstorben. Der Bund Deutscher Radfahrer bestätigte eine entsprechende Meldung der "Neuss-Grevenbroicher Zeitung", dass ein allergischer Schock in Folge eines Insektenstichs die Ursache für den Tod des 52-Jährigen war. Kappes war Sportlicher Leiter der am Mittwoch stattfindenden Tour de Neuss.

Kappes war im Radsport sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn aktiv. Fünfmal nahm er an der Tour de France teil. Mit den Teams Telekom und Gerolsteiner feierte er Etappensiege beim Giro d'Italia, der Deutschland-Tour und der Tour de Suisse. Nach einer positiven Dopingprobe war er 1997 für ein halbes Jahr gesperrt.

Der gebürtige Bremer machte sich allerdings in erster Linie als Sechstagefahrer einen Namen. Zwischen 1987 und 2008 gewann er 24 von 115 Sixdays. Sein größter Erfolg als Bahnfahrer war Rang zwei im Punktefahren bei den Weltmeisterschaften 1998. Kappes lebte zuletzt in Köln.

tip/sid

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insgesamt 4 Beiträge
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Ruefer 31.07.2018
1. Mastozytose?
Tragisch. Das klingt nach einer seltenen Krankheit, der systemischen Mastozytose. Das ist so selten, dass eine Abklärung häufig (zu) spät gemacht wird.
fuerstchristian 31.07.2018
2. Verstorben ist ein UNWORT
Liebe Leute, so sehr ich Euch schätze: Mich schmerzt es jedes Mal, wenn Ihr wieder jemanden "ver-sterben" lasst. Warum nicht Leute einfach sterben lassen. In meiner 35-jährigen Journalisten-Laufbahn war das "versterben" zum Glück ähnlich tabu, wie die Einlieferung in ein Krankenhaus. Ein ähnlich schlimmes Wort wie "durchführen". Und nochwas: Ich weiß nicht warum, aber in Deutschland scheint niemand mehr getötet zu werden. selbst bei einem Terroranschlag sind die Opfer meist gestorben. Das ist doch soooo unkonkret. Denn ein gewaltsamer Tod, und sei es einer im Auto bei einem Unfall, wurde eben bei diesem Unfall getötet. Bei einem Großbrand stirbt man zwar, wird aber auch "getötet" oder verbrennt. Oder ist das alles political correctness? es ist doch schlimm genug, dass der Radler am Allergieschock gestorben ist! Muss man ihn dazu noch "versterben" lassen?????
clausflader 31.07.2018
3. Sehr Tragisch ...
Als ehemaliger Mitarbeiter eines mehrfachen Olympia Siegers und Weltmeisters auf der Bahn wahr mir Andreas Kappes kein Unbekannter , toller Sportler , mit ihm geht ein Großer Deutscher Bahnradsportler . Mein Beileid an seine Familie und Hinterbliebenen , er tritt seine Letzte große Runde an .
rooonbeau 01.08.2018
4. @fuerstchristian
Interessante Bemerkungen in ihrem Beitrag wie ich finde. Woher das wohl kommt, versterben? Aber könnten sie das folgende von Ihnen geschriebene noch weiter konkretisieren? Zitat: „zum Glück ähnlich tabu, wie die Einlieferung in ein Krankenhaus. Ein ähnlich schlimmes Wort wie "durchführen"? Würde mich interessieren..
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