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"Einfach nur happy": Kerber zum ersten Mal im Halbfinale der Australian Open

Kerber nach ihrem Sieg in Melbourne: "Ich kann es gar nicht in Worte fassen" Zur Großansicht
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Kerber nach ihrem Sieg in Melbourne: "Ich kann es gar nicht in Worte fassen"

6:3, 7:5 - Premiere! Angelique Kerber hat in Melbourne ihre Angstgegnerin Victoria Azarenka besiegt. Nun steht die Deutsche erstmals in ihrer Karriere im Halbfinale der Australian Open.

1.45 Stunden dauerte es, dann verwandelte Angelique Kerber in Melbourne ihren ersten Matchball: Die Deutsche besiegte im Viertelfinale der Australian Open die Weißrussin Victoria Azarenka 6:3 und 7:5. Die letzten sechs Partien der beiden Tennisspielerinnen hatte Azarenka gewonnen.

Kerber steht damit erstmals in ihrer Karriere im Halbfinale der Australien Open. Am Donnerstag trifft sie im Kampf um den Finaleinzug auf Johanna Konta - die Engländerin setzte sich gegen Zhang Shuai aus China klar 6:4, 6:1 durch.

"Ich bin einfach nur happy, dass ich sie endlich geschlagen habe und hier erstmals im Halbfinale stehe", sagte Kerber nach dem Match gegen Azarenka in der Rod Laver Arena. "Ich habe mir einfach gesagt, spiele genauso wie auf dem Trainingsplatz", sagte die Kielerin. "Ich kann es gar nicht in Worte fassen."

Zuletzt hatte die 28-Jährige im Jahr 2012 in Wimbledon bei einem der vier Majors im Halbfinale gestanden. Zum letzten Mal hatte vor 18 Jahren eine deutsche Spielerin in Australien im Halbfinale gestanden: Anke Huber scheiterte damals an Martina Hingis.

Kerber vs. Azarenka

Kerber spielte von Beginn an aggressiv und mutig. Die Linkshänderin nahm Azarenka gleich zweimal das Service ab und ließ sich auch von einem eigenen Aufschlagverlust nicht aus der Ruhe bringen. Nach 48 Minuten sicherte sie sich den ersten Durchgang.

Danach leistete sich Kerber eine kleine Schwächephase, erholte sich jedoch rasch. Beim Stand von 2:5 wehrte sie die ersten drei Satzbälle von Azarenka ab, auch bei 4:5 behielt sie die Nerven und verwehrte ihrer Gegnerin zwei weitere Male die Chance, den Satzausgleich zu schaffen.

Stattdessen nutzte Kerber ihrerseits die erste Gelegenheit, das Match zu gewinnen. Danach ließ sie ihren Schläger auf den Platz fallen, griff sich mit beiden Händen an den Kopf und guckte ungläubig zu ihrem Trainerteam auf der Tribüne. "Das ist unglaublich."

Kerber (r.) und Azarenka: 6:3, 7:5 Zur Großansicht
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Kerber (r.) und Azarenka: 6:3, 7:5

aar/dpa/sid

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