Tennis: Kerber und Petzschner verlieren Endspiele

Es war nicht der Tag der deutschen Tennisprofis: Angelique Kerber hat das Endspiel in Eastbourne verloren - und dabei fünf Matchbälle vergeben. Wenig besser lief es für Philipp Petzschner, der im Finale von 's-Hertogenbosch dem topgesetzten Spanier David Ferrer unterlag.

Tennisspielerin Kerber: Finalpleite in Eastbourne Zur Großansicht
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Tennisspielerin Kerber: Finalpleite in Eastbourne

Hamburg - Die Tennisspielerin Angelique Kerber hat im Finale von Eastbourne ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour leichtfertig verspielt. Die Weltranglistenachte unterlag bei der Generalprobe für das am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon überraschend der Österreicherin Tamira Paszek 7:5, 3:6, 5:7 - und vergab dabei fünf Matchbälle. Für Paszek, die Nummer 59. der Welt, war es der dritte WTA-Titel.

Im entscheidenden dritten Durchgang vergab Kerber, die nur vier ihrer 18 Breakchancen nutzte, beim Stande von 5:3 fünfmal die Chance zum Matchgewinn und ließ Paszek zurück ins Spiel kommen. Nach 2:45 Stunden verwandelte die Österreicherin ihren dritten Matchball. Kerber verpasste ihren 41. Sieg in diesem Jahr, bleibt aber die Spielerin mit den meisten Erfolgen 2012. In Wimbledon ist Kerber an acht gesetzt und trifft in der ersten Runde auf Lucie Hradecka aus Tschechien.

Zuvor hatte schon Philipp Petzschner seinen zweiten Titelgewinn auf der ATP-Tour verpasst. Beim Turnier im niederländischen 's-Hertogenbosch verlor der 28-Jährige das Endspiel gegen den topgesetzten Spanier David Ferrer 3:6, 4:6. Seinen bislang einzigen Turniersieg hatte Petzschner 2008 in Wien gefeiert. In 's-Hertogenbosch hatte sich der Weltranglisten-145. Petzschner aus der Qualifikation bis ins Endspiel gekämpft und somit erstmals seit Februar die Auftakthürde eines ATP-Turniers überstanden. Durch den Finaleinzug wird er sich in der Weltrangliste ungefähr auf Position 100 verbessern.

In Wimbledon trifft Petzschner in der ersten Runde auf den Slowenen Blaz Kavcic. Anschließend könnte es zu einem Duell mit Landsmann Florian Mayer kommen.

leh/dpa/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.