Anti-Doping-Kampf: Sprinter Mullings bleibt lebenslang gesperrt

Der Internationale Sportgerichtshof hat die lebenslange Dopingsperre gegen den früheren Staffel-Weltmeister Steve Mullings bestätigt. Der jamaikanische Sprinter war 2011 als Wiederholungstäter von der Anti-Doping-Kommission seines Landes verurteilt worden.

Leichtathlet Mullings (Archivbild): Lebenslange Sperre bestätigtZur Großansicht
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Leichtathlet Mullings (Archivbild): Lebenslange Sperre bestätigt

Hamburg - Der des Dopings überführte frühere Staffel-Weltmeister Steve Mullings ist erfolglos gegen seine lebenslange Sperre vorgegangen. Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) lehnte die Beschwerde des Sprinters gegen die Entscheidung der Anti-Doping-Kommission des jamaikanischen Verbandes ab, die den 30-Jährigen als Wiederholungstäter verurteilt hatte.

Mullings war im August 2011 vor der Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu als Nummer drei der 100-Meter-Weltrangliste (9,80 Sekunden) suspendiert worden. Im Rahmen der jamaikanischen WM-Qualifikation im Juni hatten die Kontrolleure in A- und B-Probe des bereits 2004 wegen Dopings gesperrten Sprinters Spuren der maskierenden Substanz Furosemid gefunden.

Mullings, der vergeblich einen dritten Test im Labor der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in Vancouver gefordert hatte, behauptete stets, nur Vitamine genommen zu haben.

mib/sid

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  • Montag, 04.03.2013 – 19:35 Uhr
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Kampf gegen Doping
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.

Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
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