Vor Auftritt bei Oprah Winfrey Armstrong entschuldigt sich bei Krebsstiftung

Lance Armstrong zeigt Reue: Der Texaner hat am Montag die Büros der Livestrong Foundation in seiner Heimatstadt Austin besucht, um die Mitarbeiter der von ihm gegründeten Krebsstiftung um Verzeihung zu bitten. Und die Doping-Beichte?

Livestrong-Gründer Armstrong: "I'm sorry"
REUTERS

Livestrong-Gründer Armstrong: "I'm sorry"


Austin/Hamburg - Kein Geständnis, aber eine Entschuldigung: Ex-Radstar Lance Armstrong hat vor seinem mit Spannung erwarteten Fernsehauftritt bei der US-Talkmasterin Oprah Winfrey sein Bedauern darüber ausgedrückt, dass er die Mitarbeiter der von ihm gegründeten Krebsstiftung enttäuscht habe. Dies erklärte eine Sprecherin der Livestrong Foundation.

"I'm sorry", soll der wegen Dopings lebenslang gesperrte ehemalige Radprofi am Montag laut Augenzeugen-Berichten bei einem Treffen vor rund 100 Mitarbeitern der Organisation in seiner Heimatstadt Austin gesagt haben. Armstrong habe allerdings keinerlei Geständnis über den Missbrauch von Dopingmitteln abgelegt, heißt es. Mehrere Beschäftigte der Livestrong Foundation sollen während der Sitzung geweint haben.

"Er hat private Gespräche mit den Beschäftigten geführt, die über Jahre wichtige Arbeit geleistet haben", teilte die Sprecherin mit. Im vergangenen November war Armstrong von allen offiziellen Ämtern der Stiftung zurückgetreten, um die Organisation vor negativen Auswirkungen zu bewahren. Nach einem Enthüllungsbericht der US-Anti-Doping-Agentur Usada war der Texaner vom Weltverband UCI lebenslang gesperrt worden. Seine sieben Tour-Siege wurden ihm aberkannt. Wenige Tage später distanzierte sich die Organisation von ihrem Gründer und änderte den Namen der Stiftung von Lance Armstrong Foundation in Livestrong Foundation.

Der Besuch von Armstrong bei Livestrong erfolgte just an dem Tag, an dem er sich in seinem Haus in Austin den Fragen von US-Startalkerin Oprah Winfrey stellen wollte. Im Vorfeld des TV-Auftritts wird viel darüber spekuliert, ob er dabei erstmals eine Doping-Beichte ablegen werde. Das Interview soll am Donnerstag im Oprah-Winfrey-Network (OWN) und im Internet ausgestrahlt werden.

bos/AP/sid

insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
prologo1, 14.01.2013
1. Armstrong sammelt schon Mitleid ein, für.....
.....für seine Verbrechen. Was anderes ist nun mal Doping nicht. Doping dient dazu, ehrliche Sportler zu betrügen. und dieses Verbrechen hat Armstrong 7 Jahre pefektioniert ausgebaut. Pfui Teufel, wenn der jetzt noch ein Podium bekommt, seine Verbrechen zu beschönigen.
freddygrant 14.01.2013
2. Armstrong baut sich eben eine...
.....Rückzugsstrategie aus seinem Dopingbetrug. Er wird dabei genauso trickreich vorgehen wie er es auch bei seinem 7-jährigen Doping geschafft hat. Wenn dies dann auch nochmals 7 Jahre dauert ist dann sicher alles verziehen und vergessen.
gurkensalat32 14.01.2013
3. Bißchen...
...viel Armstrong grade für meinen Geschmack. Wenn er morgen seine Mami besucht könnte ich das Fehlen eines Berichtes darüber durchaus verschmerzen.
!!# 14.01.2013
4. Das Publikum ist auch teilweise schuld dran
Zitat von prologo1.....für seine Verbrechen. Was anderes ist nun mal Doping nicht. Doping dient dazu, ehrliche Sportler zu betrügen. und dieses Verbrechen hat Armstrong 7 Jahre pefektioniert ausgebaut. Pfui Teufel, wenn der jetzt noch ein Podium bekommt, seine Verbrechen zu beschönigen.
Das Publikum ist auch teilweise schuld, weil es übermenschliche Leistung von den Sportlern verlangt.
Pollowitzer 14.01.2013
5. Kicher
Lance A. zeigt ganz sicher keine Reue - dazu hat er viel zu lange und viel zu renitent den Betrug betrieben und geleugnet. Was jetzt kommt sind nur taktische Spielereien um nicht die Zukunft völlig zu blockieren und etwas Schadensbegrenzung. Ich schätze den Amis im Allgemeinen ist das aber alles egal. Profiradspocht war und ist ne Rummelsportart.
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