Konkurrenz zum Davis Cup ATP präsentiert neuen Team-Wettbewerb, Zverev ist "am Ende"

Alexander Zverev stöhnt über die lange Tennissaison. Im kommenden Jahr wird sie aber noch weiter ausgedehnt - und 2020 kommt ein weiterer Wettbewerb hinzu.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Alexander Zverev kann noch auf den Einzug ins Halbfinale der ATP World Tour Finals hoffen. Ein Sieg gegen John Isner am Freitag reicht dem Weltranglistenfünften - dabei wäre Zverev am liebsten schon im Urlaub. Der 21-Jährige beschwert sich in London über die "absurd" lange Tennis-Saison. "Irgendwann ist man mental und körperlich einfach am Ende", sagte Zverev, der sich "schon seit zwei Monaten" nicht mehr richtig fit fühle.

Der Tennis-Kalender bekommt nun aber einen weiteren Wettbewerb. Im Januar 2020 soll erstmals der ATP Cup für 24 Mannschaften in Australien ausgetragen werden, wie die Spielerorganisation ATP am Rande ihres Saisonabschlussturniers mitteilte. Das Turnier soll demnach zehn Tage dauern und in drei verschiedenen australischen Städten stattfinden. Die 24 Teams werden dazu in sechs verschiedene Gruppen eingeteilt.

Der ATP Cup gilt als Nachfolger des World Team Cups, der als Mannschafts-WM galt und zwischen 1978 und 2012 in Düsseldorf ausgetragen wurde. In direkter Konkurrenz könnte das neue Event zum Hopman Cup stehen. Der Mixed-Wettbewerb wird traditionell um den Jahreswechsel ausgespielt und von der International Tennis Federation (ITF) veranstaltet.

Zeitlich gibt es nicht viel Spielraum, weil schon Mitte Januar die Australian Open in Melbourne beginnen. Auch mit dem vom Weltverband ITF reformierten Davis Cup, der Ende November 2019 im Anschluss an die World Tour Finals seine Premiere mit der großen Finalwoche feiert, konkurriert der Wettbewerb.

Die Davis-Cup-Reform wurde von vielen Spielern kritisiert, Zverev schloss eine Teilnahme bereits aus. Anders sieht das beim ATP Cup aus, der wegen seiner frühen Austragung gelobt wird. "Es wird der beste Weg sein, die Saison zu beginnen", sagte Novak Djokovic. Er befürworte die Team-Events, da man mehr als 90 Prozent der Zeit als Individualist unterwegs sei. Auch Roger Federer und die amerikanische Nummer ein John Isner äußerten sich positiv über das neue Format.

Wer aber sowohl am ATP als auch am Davis Cup teilnimmt, kommt auf eine elfmonatige Saison und maximal zwei Wochen Urlaub im Jahr.

krä/sid/dpa

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