ATP-Finale in London: Djokovic bezwingt Murray in drei Sätzen

2:35 Stunden Spitzentennis: Novak Djokovic und Andy Murray lieferten sich beim ATP-Finale einen harten Kampf. Am Ende triumphierte der Serbe, der nach seinem zweiten Erfolg beste Chancen auf das Erreichen des Halbfinales hat. Tomas Berdych aus Tschechien besiegte den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.

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Novak Djokovic: So gut wie sicher im Halbfinale

Hamburg - Novak Djokovic hat beim ATP-Tour-Finale in London das Gruppenspiel gegen Andy Murray gewonnen. Der Serbe setzte sich in 2:35 Stunden 4:6, 6:3 und 7:5 gegen den Olympiasieger und US-Open-Champion durch. Der Weltranglisten-Sechste Tomas Berdych wahrte sich ebenfalls die Chance auf den Halbfinaleinzug. Der Tscheche bezwang Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich 7:5, 3:6, 6:1.

"Wir haben uns gegenseitig immer weiter gepusht. Es war zum Genießen, Teil dieses Matches gewesen zu sein", sagte Djokovic. Er machte mit seinem zweiten Erfolg in der Gruppe A einen großen Schritt in Richtung Halbfinale. Murray kassierte hingegen im zweiten Spiel seine erste Niederlage und muss um den Einzug in die Runde der letzten Vier zittern.

Dabei bestimmte der Olympiasieger das Geschehen und bestach vor allem durch seine starke Quote beim Service. Im ersten Satz gab der 25-Jährige keinen einzigen Punkt ab, wenn der erste Aufschlag kam. Nach einem schnellen Break im Auftaktspiel verwandelte Murray nach 45 Minuten seinen zweiten Satzball.

Danach wurde der Weltranglistenerste aber stärker und ging seinerseits vorentscheidend 5:2 in Führung. Im entscheidenden Durchgang gelang Djokovic dann das vorentscheidende Break zum 6:5.

Murray spielt am Freitag noch gegen Tsonga (Nr. 7). Djokovic, der auf jeden Fall als Nummer eins ins neue Jahr gehen wird, bekommt es im abschließenden Gruppenspiel mit Berdych (Nr. 5) zu tun. Der hat nach seinem Erfolg gegen Tsonga nun ebenfalls einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.

Die jeweils beiden Gruppenbesten erreichen in London das Halbfinale. Mit sechs Titeln führt Roger Federer, der in der Gruppe B zusammen mit David Ferrer, Juan Martín del Potro und Janko Tipsarevic spielt, die Rekordliste vor Pete Sampras und Ivan Lendl mit jeweils fünf Triumphen an.

luk/sid/dpa

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Legendäre Tennisspieler: Spiel, Satz und Schlägerbruch

Sieger ATP World Tour Finals seit 2000
Jahr* Ort Sieger
2013 London Novak Djokovic
2012 London Novak Djokovic
2011 London Roger Federer
2010 London Roger Federer
2009 London Nikolai Dawydenko
2008 Shanghai Novak Djokovic
2007 Shanghai Roger Federer
2006 Shanghai Roger Federer
2005 Shanghai David Nalbandian
2004 Houston Roger Federer
2003 Houston Roger Federer
2002 Shanghai Lleyton Hewitt
2001 Sydney Lleyton Hewitt
2000 Lissabon Gustavo Kuerten
*seit 2009 ATP World Tour Finals, davor von 2000 bis 2008 Tennis Masters Cup
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.