ATP Finals in London Goffin stürzt Idol Federer

Roger Federer hat das Halbfinale der ATP Finals gegen David Goffin überraschend verloren. Den ersten Satz gewann der Schweizer noch problemlos, dann steigerte sich der Turnierdebütant aus Belgien.

David Goffin, Roger Federer (r.)
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David Goffin, Roger Federer (r.)


Für Roger Federer ist der Traum vom siebten Titelgewinn bei den ATP Finals geplatzt. Der Grand-Slam-Rekordgewinner musste sich im Halbfinale trotz eines starken Starts dem Belgier David Goffin 6:2, 3:6 und 4:6 geschlagen geben.

Nach 1:45 Stunden verwandelte der Außenseiter, der Federer immer als sein Idol bezeichnet hatte, seinen ersten Matchball und feierte seinen ersten Sieg im siebten Duell mit dem Schweizer. "Das ist unglaublich und ein ganz spezieller Moment für mich. Es ist ein großer Tag", sagte Goffin. "Ich war nervös - speziell am Ende. Letztlich war entscheidend, dass mein Aufschlag gut kam und ich aggressiv gespielt habe."

In London wollte der amtierende Australian-Open- und Wimbledonsieger Federer seine starke Saison eigentlich mit seinem ersten Erfolg bei den ATP Finals seit sechs Jahren krönen. Nun steht Turnierdebütant Goffin vor seinem bislang größten Erfolg: Der Weltranglistenachte trifft im Endspiel am Sonntag (19 Uhr) auf den Bulgaren Grigor Dimitrow, der den US-Amerikaner Jack Sock im zweiten Halbfinale in drei Sätzen bezwang.

sak/dpa/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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robb30 18.11.2017
1. Endlich
Endlich sehen wir seit (wann doch gleich? 2005?) mal einen Sieger, der NICHT Federer, Djokovic oder Murray heißt? Bei allem Respekt vor den Leistungen dieser Riege - insbesonders der epischen Leistungen von Federer. Aber: Es reicht. Tretet bitte endlich ab. Bitte geht! Ich bin euch müde. Sport lebt von Dynamik und Spannung. Diese habt ihr dem Tennissport geraubt. Was waren das noch Zeiten, als man zwar Favoriten kannte, aber nichts genau wusste. 2000 bis 2003. 16 Grand Slams. 11 verschiedene Sieger. 1995, als Platz 1 lange ein Fünfkampf war. Und gab es weniger epische Schlachten? Nein! Aber sie wurden unter vielen ausgetragen. Es gab Spannung und Dynamik. Wer würde das Grand Slam Turnier gewinnen? Und seit 2004? Immer die gleichen Gesichter und Namen. Ich bin des Federer überdrüssig. Noch mehr des Djokovics. Und noch mehr des Nadals. Es ist genug. Es reicht. Ihr wart großartig. Es war eine Ehre, euch erlebt zu haben. Aber nun geht. Ich bin satt. Zeit für neue Gesichter. Vielleicht gibt es lange nicht mehr solche Über-Giganten wie euch. Das waren Hewitt, Safin und Roddick damals auch nicht. Trotzdem war Tennis überaus attraktiv. Zeit für die neuen Nicht-Über-Giganten. Zeit für neue Hewitts, Safins, Roddicks, Kafelnikows, Ivanisevics, Ferreros. Zeit für mehr Spannung und Dynamik.
peterpretscher 18.11.2017
2. Ablösung im Herren Tennis im Kommen
Zitat von robb30Endlich sehen wir seit (wann doch gleich? 2005?) mal einen Sieger, der NICHT Federer, Djokovic oder Murray heißt? Bei allem Respekt vor den Leistungen dieser Riege - insbesonders der epischen Leistungen von Federer. Aber: Es reicht. Tretet bitte endlich ab. Bitte geht! Ich bin euch müde. Sport lebt von Dynamik und Spannung. Diese habt ihr dem Tennissport geraubt. Was waren das noch Zeiten, als man zwar Favoriten kannte, aber nichts genau wusste. 2000 bis 2003. 16 Grand Slams. 11 verschiedene Sieger. 1995, als Platz 1 lange ein Fünfkampf war. Und gab es weniger epische Schlachten? Nein! Aber sie wurden unter vielen ausgetragen. Es gab Spannung und Dynamik. Wer würde das Grand Slam Turnier gewinnen? Und seit 2004? Immer die gleichen Gesichter und Namen. Ich bin des Federer überdrüssig. Noch mehr des Djokovics. Und noch mehr des Nadals. Es ist genug. Es reicht. Ihr wart großartig. Es war eine Ehre, euch erlebt zu haben. Aber nun geht. Ich bin satt. Zeit für neue Gesichter. Vielleicht gibt es lange nicht mehr solche Über-Giganten wie euch. Das waren Hewitt, Safin und Roddick damals auch nicht. Trotzdem war Tennis überaus attraktiv. Zeit für die neuen Nicht-Über-Giganten. Zeit für neue Hewitts, Safins, Roddicks, Kafelnikows, Ivanisevics, Ferreros. Zeit für mehr Spannung und Dynamik.
Roger Federer verlor gegen den Belgier David Goffin, der zum ersten Mal gegen Federer gewann, nachdem er 7mal gegen Federer verlor. Das Endspiel wird er entweder gegen den Amerikaner Sock oder den Bulgaren Dimitrov bestreiten, also ein Endspiel der 'Unbekannten'
jean-baptiste-perrier 19.11.2017
3. Verkehrte Welt !
"Tretet bitte endlich ab. Bitte geht! Ich bin euch müde."--------Zitat Ende----------------Das ist doch eine absurde Forderung. Man kann doch Federer, Nadal, Djokovic und Murray (Wawrinka) nicht ihr überragendes Talent zum Vorwurf machen. Die Schuld an deren Dominanz haben doch letztlich die Herausforderer, die einfach nicht da rankommen in Bezug auf Qualität und Konstanz. Die Tennis-Opas Federer und Nadal führen die Enkel an der Nase herum, solange diese so schwach sind. Das ist doch die Schuld der unfähigen Enkel.
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