Zverev-Aus bei Australian Open Mit 0:6 nach Hause

Enttäuschung beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres: Alexander Zverev ist bei den Australian Open ausgeschieden. Den fünften Satz gegen Chung Hyeon verlor der Deutsche 0:6.

Alexander Zverev
AFP

Alexander Zverev


Die Australian Open sind für die deutsche Tennishoffnung Alexander Zverev früh beendet. In der dritten Runde des Grand-Slam-Turniers in Melbourne verlor der 20-Jährige gegen den Südkoreaner Chung Hyeon in fünf Sätzen 7:5, 6:7, 6:2, 3:6, 0:6. Für den Außenseiter war es der erste Sieg gegen einen Top-Ten-Spieler.

Zverev begann gut, ließ aber im Lauf des Matches immer mehr nach. Im ersten Spiel des fünften Satzes leistete er sich zwei Doppelfehler nacheinander und kassierte das Break zum 0:1. Als er 0:3 in Rückstand geriet, warf er frustriert seinen Schläger auf den Boden. Besser wurde es dadurch nicht: Am Ende ging der Satz 0:6 verloren. Das Aus war perfekt.

Damit muss Zverev die nächste Grand-Slam-Enttäuschung hinnehmen. Bislang hat er noch nie das Viertelfinale bei einem der vier Majorturniere erreicht, sein bestes Resultat ist bisher das Achtelfinale von Wimbledon im vergangenen Jahr. Für diese Saison hat er sich zum Ziel gesetzt, seine Grand-Slam-Ergebnisse zu verbessern. Bei den French Open im Mai bekommt Zverev die nächste Chance.

Der 21 Jahre alte Hyeon hatte bereits in der ersten Runde des Turniers Zverevs älteren Bruder Mischa ausgeschaltet. Nun trifft er im Achtelfinale am Montag auf den Serben Novak Djokovic. Hyeon ist der erste Südkoreaner, der es in die Runde der letzten 16 der Australian Open geschafft.

Tennys Sandgren und Maximilian Marterer (rechts)
Getty Images

Tennys Sandgren und Maximilian Marterer (rechts)

Alexander Zverev, die Nummer vier der Welt, schied als letzter der zu Beginn zehn deutschen Männer aus. Die DTB-Überraschung Maximilian Marterer hatte zuvor ihr Drittrunden-Duell verloren. Der Weltranglisten-94. unterlag im Match der Melbourne-Debütanten dem drei Plätze tiefer notierten Amerikaner Tennys Sandgren nach 2:56 Stunden 7:5, 3:6, 5:7, 6:7 (5:7). Vor dem ersten Grand Slam des Jahres hatte Marterer alle 14 Matches auf der ATP-Tour verloren.

jan



insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ulisses 20.01.2018
1. Schade
Was ist denn jetzt sein bestes Grand Slam Ergebnis? Viertelfinale oder Achtelfinale? Der Text ist da widersprüchlich oder ich habe ein Problem... Schade für Sascha. Vielleicht kam sein Gegner besser mit der Hitze zurecht als er. Es haben ja schon einige daran gelitten. Ich hatte ihm mehr zugetraut.Er war in Topform und fit. Jetzt kann Djokovic durchstarten. Goffin, auch eine große Hoffnung, ist schon raus. Es sieht so aus, als wenn sich der Generationenwechsel mal wieder und wieder um ein Jahr verzögert. Nadal ist schon so gut wie im Halbfinale
haenner 20.01.2018
2. zu instabil für mehr
wieder einmal hat Zverev bewiesen, dass er zwar ein Talent ist, aber einfach zu instabil, um endgültig die TOP3 anzugreifen. Vielleicht auch zu schnell zufrieden mit dem bisher erreichten....
ONV 20.01.2018
3. Das war nix
Zverev hat ein Problem: Er ist nicht in der Lage, sich über mehr als 2-2,5 Stunden lang zu konzentrieren. Das reicht aber für Grand-Slam-Turniere nicht. Da verliert man dann auch gegen Leute, die einem tennismäßig nicht das Wasser reichen können. Daher auch seine für eine Nummer 4 der Welt miserable Erfolgsquote bei den Slams. Und bevor jetzt jemand auf sein Alter verweist: Das ist keine Altersfrage, sondern etwas, das man bewußt angehen, verbessern und lernen muss. Sein heutiger Gegner war auch nur ein Jahr älter als Zverev. Wenn er dieses Thema nicht bewußt angeht, wird er auf absehbare Zeit keine Slams gewinnen. Die spielerischen Fähigkeiten dazu hat er, wenn er sein bestes Tennis spielt. Aber im Kopf ist der dazu (noch?) nicht in der Lage.
stranzjoseffrauss 20.01.2018
4. Zverev ist steht zwar auf der Lohnliste bei Gerry Weber in Halle
was aber nicht heisst, dass er außerhalb dieses Terrains dauerhaft nennenswerte Erfolge zu vermelden hat.
jean-baptiste-perrier 20.01.2018
5. Doch er ist noch viel zu jung!
Heutzutage kann man im Herren-Tennis erst ab Mitte 20 halbwegs bei den Allerbesten mithalten. Man denke mal an den bulgarischen "Baby-Federer" - der kommt auch erst jetzt richtig in Fahrt. Die Erfolge von Federer, Nadal, Djokovic, Wawrinka und Murray zeigen doch, dass Erfahrung einer der wichtigsten Bausteine sind um ganz vorne dabei zu sein. Sascha Zverev sollte vor allem viel Zeit mit seinem Bruder Mischa verbringen damit der ihn in die Geheimnisse von perfektem Serve-and-Volley einweiht. Wenn er das als zusätzliche Option hätte, dann könnte es schneller voran gehen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.