Australian Open Kerber fliegt schon im Achtelfinale raus

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ist bei den Australian Open im Achtelfinale ausgeschieden. Ihrer Gegnerin genügten 56 Minuten. Auch für ein 17-jähriges Tennis-Talent ist das Turnier beendet.

Angelique Kerber
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Angelique Kerber


0:6, 2:6 - Angelique Kerber war im Achtelfinale der Australian Open gegen die US-Amerikanerin Danielle Collins chancenlos. Die Weltranglistenzweite und Wimbledonsiegerin verlor in 56 Minuten gegen die 25-jährige Collins.

Damit ist Alexander Zverev der letzte deutsche Tennisprofi im Turnier. Der Weltranglistenvierte trifft in seinem Achtelfinale am Montag (2. Match nach 02.00 Uhr MEZ) auf den Kanadier Milos Raonic.

Kerber hatte ihre ersten drei Runden in Melbourne im Schnelldurchgang gewonnen. Dem Tempo, das Collins vorlegte, war sie aber nicht gewachsen. Nach elf Minuten lag Kerber gegen die Weltranglisten-35. 0:4 zurück, nach 20 Minuten war der erste Satz bereits verloren.

Vor den Australian Open hatte Collins noch kein Grand-Slam-Match in ihrer Karriere gewonnen. Zum Auftakt des Turniers gelang ihr ein überraschender Sieg gegen Julia Görges.

Kerber feierte in der zweiten Runde Sieg Nummer 100 bei den vier Majors. Die Erfahrung spielte an diesem Tag in der Margaret Court Arena jedoch kaum eine Rolle, Collins diktierte das Spiel. Zwar fand Kerber zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Zugang zum Match, kam jedoch kaum einmal aus der Defensive heraus. Ihren Frust ließ sie am Schläger aus und bekam dafür eine Verwarnung.

"Es kam einfach nichts zusammen. Es gibt solche Tage", sagte Kerber nach dem Spiel. "Ich habe nur reagiert, ich kam nicht in mein Spiel. Mein Aufschlag war von Anfang an nicht so gut."

Kvitova beendet Anisimovas Traum vom Weiterkommen

Die 17-jährige Amanda Anisimova, die die Tenniswelt verblüffte, als sie ohne Satzverlust ins Achtelfinale der Australian Open einzog, musste sich dort der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova geschlagen geben. Die Tschechin ließ Anisimova beim 6:2, 6:1 keine Chance.

Die 17-Jährige bedankte sich beim Publikum und betonte nach dem Spiel, dass sie eine Tennis-Lektion erhalten habe, aber immerhin von einer der besten Spielerinnen der Welt.

Aus auch für Scharapowa

Die frühere Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa ist ebenfalls ausgeschieden. Die einstige Siegerin aus Russland, die zudem noch dreimal im Finale stand, verlor am Sonntag 6:4, 1:6, 4:6 gegen die australische Lokalmatadorin Ashleigh Barty. In der Runde zuvor hatte die 31-jährige Scharapowa noch Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus Dänemark ausgeschaltet. Nach dem Gewinn des ersten Satzes leistete sich Scharapowavbeine Schwächephase bis zum 0:4 im dritten Satz. Den möglichen Ausgleich zum 4:4 verpasste sie bei ihrer Aufholjagd.

Barty trifft in ihrem ersten Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier auf die Tschechin Petra Kvitova.

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als/ngo/dpa/sid

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Seite 1
jean-baptiste-perrier 20.01.2019
1. Widernatürlich!
Wenn dieses Match ein seriöser Referenz-Punkt wäre, dann müsste die zukünftige Weltranglistenerste für mindestens 5 Jahre Danielle Collins heißen. Das war heute quasi Monica Puigs absurd gute Performance im Olympia-Finale 2016 zum Quadrat. Danielle Collins vollkommen enthemmt. Ist das ihr natürlicher Charakter? Es war heute eher so als würde man Zeuge eines Labor-Experiments bei dem die Wirksamkeit eines neuen Wirkstoffes demonstriert werden sollte. The Manchurian Player? Wie ernsthaft werden im Tennis Doping-Proben auch im Hinblick auf psychoaktive Drogen durchgeführt? Danielle Collins nahezu diabolischer Gesichtsausdruck und ihre mechanisch schnellen Bewegungen auch in den Pausen zum Stuhl waren vollkommen widernatürlich und jenseits des normalen menschlichen Spektrums. Wenn das heute ein ernsthafter Maßstab wäre, dann hat das Danielle-Collins-Experiment den Australian Open Titel 2019 sicher. Ob Kerber heute gut oder schlecht gespielt hätte, wäre für den Ausgang des Experiments vollkommen irrelevant. Collins wie mit Computer-programmiertem Speed und Präzision. Ich bin gespannt wie das Experiment in der nächsten Runde (wahrscheinlich gegen Stephens) sich fortsetzt. Denn mit Tennis mit zwei Menschen hatte das heute nichts zu tun. Natürlich kann Kerber an einem schlechten Tag gegen Collins verlieren. Aber niemals mit diesem Score! Der Witz ist, dass man überhaupt nicht sagen kann, ob Kerber heute einen guten oder schlechten Tag hatte. Kerber hat nicht versagt. Sie wurde zu einer Marionette degradiert. Ich werde mit Argus-Augen zukünftig das Danielle-Collins-Projekt beobachten! Es gibt nur zwei plausible Fortsetzungen: Entweder Danielle Collins ab spätestens September neue Nr.1 oder zurück im Niemandsland wie Monica Puig, weil das Experiment abgebrochen wird. Mein Beileid an Angelique Kerber Mund abputzen und jetzt den Fokus schon Richtung Paris ausrichten!
jean-baptiste-perrier 20.01.2019
2. Es geht weiter!
So sehr ich das merkwürdige Ausscheiden von Kerber auch bedaure, mein Interesse am Fortgang des Turniers bleibt davon unbeeinflusst. Ich bin Tennis-Fan! Ich drücke unter den Verbliebenen jetzt Kvitova und Svitolina die Daumen. Wie lange ist Serena Williams noch bereit den zwei fehlenden Major-Titeln hinterherzulaufen? Wann und wer widerlegt das Danielle-Collins-Projekt? Ich bleibe am Ball!
rsb 20.01.2019
3. Technische und spielerische Defizite
Das Spiel zeigte wiedermal die technischen und spielerischen Defizite von Angelique Kerber. Die technischen Möglichkeiten passen nicht zu dem Anspruch ständig bei den Grand Slams zu dominieren und lassen sich nicht jeden Tag durch Einsatz und Kampf kompensieren. Das technische Potential zu optimieren, wobei dies auch begrenzt ist, ist nicht mit dem Trainer Schüttler zu realisieren. Kerber wird mittelfristig Nr. 10 bis 20 in der Welt sein.
qgg100 20.01.2019
4. Wenn notorisch undedopte deutsche Sportler verlieren....
Zitat von jean-baptiste-perrierWenn dieses Match ein seriöser Referenz-Punkt wäre, dann müsste die zukünftige Weltranglistenerste für mindestens 5 Jahre Danielle Collins heißen. Das war heute quasi Monica Puigs absurd gute Performance im Olympia-Finale 2016 zum Quadrat. Danielle Collins vollkommen enthemmt. Ist das ihr natürlicher Charakter? Es war heute eher so als würde man Zeuge eines Labor-Experiments bei dem die Wirksamkeit eines neuen Wirkstoffes demonstriert werden sollte. The Manchurian Player? Wie ernsthaft werden im Tennis Doping-Proben auch im Hinblick auf psychoaktive Drogen durchgeführt? Danielle Collins nahezu diabolischer Gesichtsausdruck und ihre mechanisch schnellen Bewegungen auch in den Pausen zum Stuhl waren vollkommen widernatürlich und jenseits des normalen menschlichen Spektrums. Wenn das heute ein ernsthafter Maßstab wäre, dann hat das Danielle-Collins-Experiment den Australian Open Titel 2019 sicher. Ob Kerber heute gut oder schlecht gespielt hätte, wäre für den Ausgang des Experiments vollkommen irrelevant. Collins wie mit Computer-programmiertem Speed und Präzision. Ich bin gespannt wie das Experiment in der nächsten Runde (wahrscheinlich gegen Stephens) sich fortsetzt. Denn mit Tennis mit zwei Menschen hatte das heute nichts zu tun. Natürlich kann Kerber an einem schlechten Tag gegen Collins verlieren. Aber niemals mit diesem Score! Der Witz ist, dass man überhaupt nicht sagen kann, ob Kerber heute einen guten oder schlechten Tag hatte. Kerber hat nicht versagt. Sie wurde zu einer Marionette degradiert. Ich werde mit Argus-Augen zukünftig das Danielle-Collins-Projekt beobachten! Es gibt nur zwei plausible Fortsetzungen: Entweder Danielle Collins ab spätestens September neue Nr.1 oder zurück im Niemandsland wie Monica Puig, weil das Experiment abgebrochen wird. Mein Beileid an Angelique Kerber Mund abputzen und jetzt den Fokus schon Richtung Paris ausrichten!
...es ist überhaupt nur eine einzige Erklärung möglich, für Niederlagen von Frau Kerber, und dies sind gedopte Gegner ! Dies ist in Ihrer Welt doch sicherlich auf alle deutschen Sportler anwendbar als Theorie !?
biglewbowski 20.01.2019
5. Meine Prognose hat sich
leider bewahrheitet. Trifft Collins, hat kaum jemand eine Chance. Wenn nicht, geht sie unter, wie Kerber jetzt untergegangen ist. Wenn man wie Kerber einen Return aufs T und alle anderen Schläge zu kurz setzt, ist das für eine Hardhitterin an einem brillanten Tag ein Fest. Collins ist eine Unsympathin par excellence, sieht man an ihren Äußerungen danach. Aber das effiziente Tennis hat sie gespielt. That's it, that's all.
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